Internationaler Workshop in Arnasoy
Ein internationaler wissenschaftlicher und praxisorientierter Workshop zum Thema „Technologien zur Bekämpfung der Wüstenbildung in Zentralasien“ fand im usbekisch-chinesischen Freundschafts-Halophyten-Garten im Bezirk Arnasoy der Region Jizzakh statt.
An der Veranstaltung nahmen Vertreter des Ministeriums für Ökologie, Umweltschutz und Klimawandel sowie der Forstbehörde, Professoren und Wissenschaftler des Xinjiang-Instituts für Ökologie und Geografie der Volksrepublik China, Fachleute aus Forschungseinrichtungen und Branchenexperten teil.


Die Teilnehmer diskutierten moderne wissenschaftliche Lösungen zur Eindämmung der Wüstenbildung in Zentralasien, zur Sanierung salzhaltiger Böden und zur Schaffung eines nachhaltigen Ökosystems auf der Grundlage von Halophyten. Besondere Aufmerksamkeit galt der Einführung wassersparender Technologien und der breiten Anwendung innovativer agrotechnischer Methoden in der Praxis angesichts der zunehmend gravierenden Wasserknappheit.

Heute ist der usbekisch-chinesische Freundschafts-Halophytengarten nicht nur ein wissenschaftlicher Versuchsstandort, sondern auch ein anschauliches Beispiel für internationale Umweltkooperation. Der Garten wurde in Zusammenarbeit mit dem Xinjiang-Institut für Ökologie und Geographie der Chinesischen Akademie der Wissenschaften angelegt, und es laufen wissenschaftliche Arbeiten zur Anpassung von dürre- und salzresistenten Pflanzen an die lokalen klimatischen Bedingungen. Die Tatsache, dass Fachleute eine Liste von 122 Halophytenarten zusammengestellt haben, die für die lokalen Boden- und Klimabedingungen geeignet sind, und dass 1,3 Tonnen Samen von 35 Arten aus China herbeigeschafft wurden, zeugt vom hohen wissenschaftlichen Potenzial dieses Projekts.

Dank der engagierten Arbeit von Sobir Qurbonov, Leiter der Bezirksniederlassung Arnasoy des staatlichen Forstunternehmens Forish, hat sich dieses Gebiet in kurzer Zeit von einem Versuchsgelände zu einem modernen ökologischen Labor gewandelt. Samen von 35 Arten aus China wurden gepflanzt, um die Versalzung des Bodens zu verhindern, der Wüstenbildung entgegenzuwirken und die ökologischen Bedingungen des Landes zu verbessern.

„Wir pflanzen hier nicht einfach nur Bäume oder Pflanzen“, sagt Sobir Qurbonov. „Tatsächlich schaffen wir einen ökologischen Schutzschild für die Zukunft. Jede Halophytenpflanze, die heute in Arnasoy getestet wird, könnte morgen dazu beitragen, die Wüstengebiete Zentralasiens zu erhalten. Solange wir unsere Einstellung zur Natur nicht ändern, werden klimabedingte Bedrohungen keine Grenzen kennen. In diesem Sinne dient dieses Projekt nicht den Interessen eines einzelnen Landes oder einer einzelnen Region, sondern der Zukunft der gesamten Region.“
Abdujalol Qayumov, UzA