Usbekistans Erfahrungen bei der Prävention von gewalttätigem Extremismus finden auf der Sitzung des GCERF-Verwaltungsrats große Anerkennung
Bakhtiyor Mustafayev, stellvertretender Direktor des Instituts für strategische und regionale Studien beim Präsidenten der Republik Usbekistan (ISRS), nahm am 2. und 3. Juni in Genf an der 24. Sitzung des Verwaltungsrats des Global Community Engagement and Resilience Fund (GCERF) teil.
An der Sitzung nahmen hochrangige Vertreter aus mehr als 40 Ländern teil, die Mitglieder des GCERF-Verwaltungsrats und seines Partnernetzwerks sind. Im Mittelpunkt der Diskussionen standen die Steigerung der Wirksamkeit der Fondsprogramme und die Festlegung strategischer Prioritäten für die künftigen Aktivitäten.
In einer speziellen Sitzung wurden die sich wandelnden Risiken und Resilienzfaktoren in Zentralasien untersucht. Herr Mustafayev moderierte die Diskussion. Die Teilnehmer befassten sich mit dem sich wandelnden Charakter zeitgenössischer Bedrohungen, die zunehmend den sozialen Bereich betreffen und umfassende präventive Ansätze erfordern.
Die Teilnehmer stellten fest, dass die Länder der Region vor neuen Herausforderungen stehen, die sich aus sich verändernden Migrationsrouten und der Verbreitung extremistischer Ideologien auf digitalen Plattformen ergeben. Unter diesen Umständen gewinnen präventive Maßnahmen zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts, zur Unterstützung gefährdeter Gruppen und zur Prävention von gewalttätigem Extremismus zunehmend an Bedeutung.
Vor diesem Hintergrund stießen die Erfahrungen Usbekistans in diesem Bereich bei den Teilnehmern auf großes Interesse. Die Mitglieder des Verwaltungsrats lobten das umfassende System des Landes, das darauf abzielt, Vulnerabilitätsfaktoren zu reduzieren und gefährdeten Personen gezielte Unterstützung zukommen zu lassen.
Besondere Anerkennung fand auch das usbekische System zur Rehabilitation und Wiedereingliederung von Rückkehrern. Experten stellten fest, dass dieser Ansatz zu den erfolgreichsten Praktiken in der Region zählt und wertvolle Erkenntnisse für die internationale Gemeinschaft bietet.
Besondere Aufmerksamkeit galt auch den Ergebnissen der Zusammenarbeit zwischen dem ISRS und dem GCERF bei der Prävention von gewalttätigem Extremismus. Wie Herr Mustafayev feststellte, wurden seit der Unterzeichnung des Kooperationsmemorandums im Jahr 2024 erhebliche Fortschritte erzielt. Es wurde ein Länderunterstützungsmechanismus eingerichtet, die GCERF-Investitionsstrategie für Usbekistan wurde entwickelt und Mittel für Projekte bereitgestellt, die von lokalen zivilgesellschaftlichen Organisationen (CSOs) durchgeführt werden.
Derzeit führen die NGOs Barqaror Hayot, Istiqbolli Avlod und das Republikanische Zentrum für die soziale Anpassung von Kindern mit Unterstützung des Fonds Initiativen durch. Ihre Aktivitäten konzentrieren sich auf die Stärkung lokaler Gemeinschaften, die Unterstützung gefährdeter Familien, die Stärkung junger Menschen und die Verbesserung der digitalen Kompetenz.
Zu den konkreten Ergebnissen dieser Bemühungen zählen die Einrichtung von Kinderentwicklungszentren und Sportanlagen, die Einführung der Labore „Start Your Career“ und „Legal Clinic“ sowie Programme zur Förderung von Kleinunternehmen. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Initiative „Youth Digital Resilience“, deren Ziel es ist, ein Medienzentrum zu errichten, um kritisches Denken und einen verantwortungsvollen Umgang mit Informationen bei jungen Menschen zu fördern.
Im Anschluss an die Sitzung bekräftigten die Teilnehmer ihr Interesse an einer Ausweitung der Zusammenarbeit mit Usbekistan und bekundeten ihre Bereitschaft, gemeinsame Initiativen zur Prävention von gewalttätigem Extremismus, zur Förderung der sozialen Integration und zur Stärkung der Resilienz lokaler Gemeinschaften voranzutreiben.
UzA