Die NBU und die Bank of China unterzeichnen eine Vereinbarung über die Bereitstellung einer Finanzierung in Höhe von 1 Milliarde Yuan
Am 6. Mai 2026 unterzeichneten die Nationalbank für Außenwirtschaft der Republik Usbekistan (NBU) und die Bank of China im Rahmen des offiziellen Besuchs der Delegation der Republik Usbekistan unter der Leitung von Premierminister Abdulla Aripov in der Sonderverwaltungszone Hongkong eine Vereinbarung über die Bereitstellung einer Konsortialfinanzierung in chinesischem Yuan in Höhe von insgesamt 1 Milliarde (entspricht 145 Millionen US-Dollar).
Die Unterzeichnung fand am Rande des ersten Wirtschaftsforums Usbekistan–China in Hongkong statt, an dem Vertreter von Regierungsbehörden, Finanzinstituten und Wirtschaftskreisen beider Länder teilnahmen. Die NBU war die erste Geschäftsbank in Usbekistan, die mit der Bank of China Vereinbarungen zur Strukturierung einer Kreditlinie in chinesischen Yuan getroffen hat.

Die getroffenen Vereinbarungen spiegeln ein starkes Interesse an der Nutzung des chinesischen Yuan für grenzüberschreitende Finanzierungen wider und stärken die Position der NBU bei der Arbeit mit alternativen Liquiditätsquellen. Für die NBU bedeutet dies eine Erweiterung der Finanzierungsquellen in der chinesischen Landeswährung und die Entwicklung von Instrumenten zur Finanzierung von Investitions- und Infrastrukturprojekten.
Die NBU hat ihre Zusammenarbeit mit chinesischen Finanzinstituten kontinuierlich ausgebaut. Bis heute beläuft sich das Gesamtvolumen der Kreditlinien in chinesischen Yuan, die die Bank von Partnern in China erhalten hat, auf über 11,5 Milliarden Yuan, was 1,6 Milliarden US-Dollar entspricht. Dies bildet eine solide Grundlage für den Ausbau der auf Yuan lautenden Geschäfte und für die Stärkung der Rolle alternativer Währungen bei der Projektfinanzierung.
Die Unterzeichnung des Abkommens erfolgt vor dem Hintergrund einer sich vertiefenden wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen der Republik Usbekistan und der Volksrepublik China. China bleibt Usbekistans größter Handels- und Wirtschaftspartner: Bis Ende 2025 war der bilaterale Handel um 34 Prozent gestiegen und überstieg 17 Milliarden US-Dollar. Die Seiten konzentrieren sich darauf, den Handelsumsatz in naher Zukunft auf 20 Milliarden US-Dollar zu steigern, während die Investitionszusammenarbeit weiterhin eine stetige Dynamik aufweist und das Gesamtvolumen der chinesischen Investitionen in die usbekische Wirtschaft bis Ende 2025 15,8 Milliarden US-Dollar erreichen wird.
Die Vereinbarung steht auch im Einklang mit den Zielen des staatlichen Investitionsprogramms für 2026, in dessen Rahmen die NBU damit beauftragt wurde, Finanzmittel in Höhe von 1,5 Milliarden US-Dollar von internationalen Finanzinstitutionen zu beschaffen. In diesem Zusammenhang gilt die Zusammenarbeit mit der Bank of China als ein wichtiges Instrument zur Diversifizierung der Finanzierungsquellen.
Die Unterzeichnung des Abkommens mit der Bank of China spiegelt das große Vertrauen eines der weltweit größten Finanzinstitute in die Wirtschaftsreformen wider, die unter der Führung des Präsidenten der Republik Usbekistan, Shavkat Mirziyoyev, umgesetzt werden. Eine weitere Bestätigung für die Stabilität der makroökonomischen Politik war die Anhebung der Länderbonität des Landes im Jahr 2025 durch die internationalen Ratingagenturen Fitch Ratings und S&P Global Ratings von „BB-“ auf „BB“. Auch die Bonität der NBU wurde auf das Niveau der Länderbonität angehoben, was die stabile Finanzlage der Bank und das starke Vertrauen internationaler Investoren widerspiegelt.
UzA