Die Umweltkrise in die Entwicklung nachhaltiger Ökosysteme umwandeln
Im Rahmen der „Eco Expo Central Asia 2026“, die in Samarkand eröffnet wurde, fand die Konferenz „Inseln der Nachhaltigkeit: Erhaltung der Ökosystemleistungen im Unterlauf des Amu-Darja und im Aralsee-Becken“ statt.
Die Veranstaltung wurde im Rahmen des Aralsee-Feuchtgebietsprojekts organisiert, das vom Nationalen Komitee für Ökologie und Klimawandel gemeinsam mit dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) und der Globalen Umweltfazilität (GEF) durchgeführt wird, und widmete sich Fragen der Wiederherstellung der Ökosysteme in der Aralsee-Region, der nachhaltigen Bewirtschaftung von Land- und Wasserressourcen, dem Erhalt der biologischen Vielfalt sowie der Stärkung der Klimaresilienz der Region.

Die Teilnehmer diskutierten den Übergang der Aralsee-Region von einer Umweltkrise hin zur Bildung nachhaltiger Ökosysteme, die Verbesserung der Wasserressourcenbewirtschaftung im Kontext des Klimawandels, die Einführung klimaresilienter Anbaumethoden sowie Ansätze zur Erreichung der Landdegradationsneutralität. Besondere Aufmerksamkeit galt der Rolle von Feuchtgebieten und Küstenökosystemen bei der Erhaltung der biologischen Vielfalt, der Sicherung der Nachhaltigkeit von Ökosystemleistungen und der Schaffung zusätzlicher Einkommensquellen für die lokale Bevölkerung.

Es wurden Perspektiven für den Ausbau der internationalen Zusammenarbeit, die Einführung innovativer Lösungen und den Austausch erfolgreicher Erfahrungen bei der Wiederherstellung der Ökosysteme der Aralsee-Region erörtert. Der vierte Umweltleistungsbericht (EPR) Usbekistans, der im Rahmen der UNECE-Umweltleistungsberichte erstellt wurde, wurde vorgestellt.

Der vierte Bericht wurde im November 2025 vom UNECE-Ausschuss für Umweltpolitik offiziell gebilligt. Er ist ein wichtiges internationales Dokument, das die Erfolge Usbekistans bei Umweltreformen, Klimapolitik und nachhaltiger Entwicklung widerspiegelt.
Der stellvertretende Umweltminister Jusipbek Kazbekov hob die Kontinuität der laufenden Umweltreformen des Landes sowie die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit für die Förderung der grünen Transformation hervor.

Es folgten Berichte von Paola Deda, Direktorin der Abteilung für Wälder, Land und Wohnungswesen bei der UNECE, Vertretern der Regierungen Deutschlands, Italiens und der Schweiz sowie internationalen Experten, die an der Erstellung des Berichts mitgewirkt hatten.
Den Ergebnissen der Überprüfung zufolge hat Usbekistan 77 Prozent der im Anschluss an die dritte Umweltleistungsüberprüfung erarbeiteten Empfehlungen vollständig oder teilweise umgesetzt oder ist dabei, diese umzusetzen. Das neue Dokument enthält 45 Empfehlungen und umfasst 41 Indikatoren zu 12 Zielen der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung.

Im Rahmen der Veranstaltung fand zudem eine symbolische Zeremonie zur Übergabe der vierten Umweltleistungsüberprüfung an Usbekistan statt.
G. Khasanov, UzA