Verstärkung der Compliance-Kontrolle an Gerichten
Präsident Shavkat Mirziyoyev prüfte Vorschläge zur Verbesserung der Wirksamkeit des Systems zur Compliance-Kontrolle an Gerichten.
Usbekistan führt systematische Reformen des Justiz- und Rechtssystems durch, um das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Justiz zu stärken und Transparenz sowie Rechtmäßigkeit in Gerichtsverfahren zu gewährleisten.
Gleichzeitig gehören die frühzeitige Erkennung von Korruptionsrisiken, die Vermeidung von Interessenkonflikten und die Stärkung der beruflichen Verantwortung des Gerichtspersonals zu den wichtigen Aufgaben im Justizsystem.
Zu diesem Zweck muss ständig darauf geachtet werden, dass nicht nur Richter, sondern auch die fast 4.800 Mitarbeiter der Gerichtsverwaltung gewissenhaft und ehrlich arbeiten.
Während der Präsentation wurden Vorschläge zur Stärkung der Compliance-Kontrollen in Gerichten erörtert.

Um Korruption unter Justizbediensteten zu verhindern, wurde vorgeschlagen, innerhalb des Obersten Gerichtshofs einen Compliance-Kontrolldienst einzurichten.
Dieser Dienst, der direkt dem Obersten Richter des Obersten Gerichtshofs unterstellt ist, wird aus Compliance-Inspektoren bestehen, die auch in den Landgerichten tätig sein werden.
Der Compliance-Kontrolldienst wird dafür zuständig sein, Korruptionsrisiken zu identifizieren, zu bewerten und zu mindern, deren Ursachen zu beseitigen sowie die Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen und der Berufsethik durch die Mitarbeiter zu überwachen.
Im Rahmen der Präsentation wurden auch eine Reihe weiterer Maßnahmen zur Korruptionsprävention im Justizsystem erörtert. Insbesondere soll eine Liste risikoreicher Positionen innerhalb der Gerichtsverwaltung verabschiedet werden, und es werden Maßnahmen ergriffen, um risikoreiche Prozesse zu digitalisieren und den Einfluss des menschlichen Faktors zu verringern.
Für Richter wird ein automatisiertes elektronisches System zur Einreichung und Analyse von Deklarationen zu Interessenkonflikten, Einkommen und Vermögen eingeführt, ein ähnliches System soll für Justizbedienstete folgen.
Zudem werden elektronische Informationssysteme zur Erkennung von Korruptionsrisiken, verdächtigen Machenschaften und Disziplinarverstößen eingeführt. Die Bedeutung des Schutzes von Mitarbeitern, die Korruption melden, sowie der Einrichtung sicherer Kommunikationskanäle für Bürger wurde hervorgehoben.

Bis Ende 2026 wird eine diagnostische Bewertung der Widerstandsfähigkeit des Justizsystems gegenüber Korruptionsrisiken durchgeführt. Im Rahmen der Ausbildung von Justizkandidaten wird zudem ein Verfahren zur Bewertung ihrer persönlichen und beruflichen Qualitäten sowie ihrer Widerstandsfähigkeit gegenüber Korruptionsrisiken eingeführt.
Das automatisierte System zur Verteilung von Gerichtsverfahren wird verbessert, indem die Kriterien für die Verteilung und Neuverteilung von Fällen klar definiert und gleichzeitig die Transparenz dieser Prozesse gewährleistet werden.
Das Einstellungssystem für den Justizapparat wird ebenfalls grundlegend modernisiert. Es wird auf offenem Wettbewerb, transparenten Verfahren und meritokratischen Prinzipien basieren. Ein modernes System zur Bewertung der beruflichen, moralischen und ethischen Qualitäten sowie der Integrität der Kandidaten wird eingeführt.
Für die Mitarbeiter werden Beschränkungen eingeführt, darunter ein Verbot von Tätigkeiten, die zu Interessenkonflikten führen können, unternehmerischen Aktivitäten und der Eröffnung von Konten im Ausland.
Ein Vorschlag zur Einführung einer speziellen Dienstkleidung für Justizpersonal wurde ebenfalls geprüft. Es wurde angemerkt, dass dies dazu beitragen würde, die berufliche Verantwortung, die Disziplin und die ethische Kultur der Mitarbeiter zu stärken.
Der Präsident betonte, dass die Stärkung eines transparenten, gewissenhaften und fairen Umfelds innerhalb des Justizsystems ein wichtiger Faktor für die Steigerung des öffentlichen Vertrauens in den Rechtsschutz sei. Er hob zudem die Notwendigkeit hervor, die Vorschläge gründlich auszuarbeiten und qualifiziertes Personal für den Compliance-Kontrolldienst zu gewinnen.
UzA