Usbekistan und Russland erörterten den Ausbau ihrer strategischen Partnerschaft
In Moskau fand die sechste Sitzung der Gemeinsamen Kommission auf der Ebene der Regierungschefs Usbekistans und Russlands statt.
Die Parteien erörterten die Umsetzung der auf der Ebene der Präsidenten beider Länder getroffenen Vereinbarungen und prüften Maßnahmen zur Vertiefung der bilateralen Zusammenarbeit, wie der Pressedienst der Regierung der Russischen Föderation mitteilte.
Der Ministerpräsident der Russischen Föderation, Michail Mischustin, stellte fest, dass zwischen den beiden Staaten auf allen Ebenen ein stabiler, regelmäßiger Dialog etabliert worden sei. Seinen Angaben zufolge bleibt Russland einer der führenden Handels- und Wirtschaftspartner Usbekistans: Bis Ende des vergangenen Jahres sei der gegenseitige Handelsumsatz um fast 12,5 Prozent gestiegen und habe sich einer Billion Rubel genähert.
Besondere Aufmerksamkeit galt dem Ausbau der Zusammenarbeit im Energiesektor. Insbesondere wurde in der Region Jizzakh mit der Umsetzung eines Projekts zum Bau eines Kernkraftwerks unter Einsatz russischer Technologie begonnen. Zudem wurden Vereinbarungen zur Steigerung der Lieferungen von russischem Öl und Erdgas getroffen.
Es wurde festgestellt, dass in Usbekistan derzeit mehr als 150 Investitionsprojekte mit russischem Kapital im Gesamtwert von über 4 Billionen Rubel laufen. Zu den Schlüsselbranchen zählen die Energie-, Leicht-, Chemie- und Bergbauindustrie sowie die Metallurgie. Auch die Arzneimittelindustrie, die Telekommunikation, die Logistik und der Handel entwickeln sich aktiv.
Ein separater Verhandlungsblock war der humanitären Zusammenarbeit gewidmet. Die Parteien stellten die Zunahme des kulturellen und bildungspolitischen Austauschs sowie die Durchführung gemeinsamer Foren und Festivals fest.
Der Ministerpräsident der Republik Usbekistan, Abdulla Aripov, betonte, dass die strategische Partnerschaft zwischen den beiden Ländern ein beispielloses Niveau erreicht habe und sich über Schlüsselbereiche erstrecke, vom Handel und der industriellen Zusammenarbeit bis hin zum humanitären Bereich.
Ihm zufolge bleibt Russland einer der wichtigsten außenwirtschaftlichen Partner Usbekistans. In den letzten fünf Jahren hat sich der Handel zwischen den Ländern verdoppelt und bis Ende 2025 13 Milliarden US-Dollar überschritten. Gleichzeitig stieg der gegenseitige Handel in den ersten beiden Monaten des laufenden Jahres um 30 Prozent.
Die Parteien betonten die Bedeutung des Ausbaus internationaler Verkehrskorridore, um den Zugang zu neuen Märkten zu erleichtern.
Im Anschluss an das Treffen unterzeichneten Michail Mischustin und Abdulla Aripov ein gemeinsames Kommuniqué, in dem sie ihre Bereitschaft bekräftigten, die für beide Seiten vorteilhafte Zusammenarbeit zu stärken.
Aziza Alimova, UzA