Usbekistan-Tschechisches Wirtschaftsforum
Im Rahmen des offiziellen Besuchs des tschechischen Ministerpräsidenten Andrej Babiš in Usbekistan fand in Taschkent das Usbekistan-Tschechische Wirtschaftsforum statt.
An der Veranstaltung nahmen der Ministerpräsident der Republik Usbekistan, Abdulla Aripov, und der Ministerpräsident der Tschechischen Republik, Andrej Babiš, teil.
Das Forum brachte Vertreter führender Industrieunternehmen, Investmentgesellschaften und Finanzinstitute beider Länder zusammen.
Zur tschechischen Delegation gehörten die Leiter von mehr als 50 großen Unternehmen aus den Bereichen Maschinenbau, Energie, Pharmazie und Chemie sowie aus dem Transport- und Logistiksektor.
Es wurde festgestellt, dass sich der Handelsumsatz zwischen Usbekistan und der Tschechischen Republik in den letzten acht Jahren verdoppelt hat.
Derzeit sind 36 Joint Ventures mit tschechischem Kapital im Land tätig. Zu den erfolgreichen Bereichen der Zusammenarbeit zählen die Arzneimittelindustrie, die Lebensmittelindustrie, die Baustoffproduktion und der Tourismus.
Während der Verhandlungen wurden vielversprechende Bereiche der wirtschaftlichen Partnerschaft erörtert.
Tschechische Unternehmen wurden eingeladen, sich an Projekten zur Gewinnung und Weiterverarbeitung von Kupfer und anderen Nichteisenmetallen sowie an der Lokalisierung der Produktion von Bergbaumaschinen zu beteiligen.
Ebenfalls behandelt wurden Fragen im Zusammenhang mit dem Ausbau der Zusammenarbeit beim Bau von Wasserkraftwerken, der Einführung von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen, der Digitalisierung des Sektors und der Verbesserung der Energieeffizienz.
Es wurden Möglichkeiten erörtert, gemeinsame digitale Produkte für Märkte in Drittländern zu entwickeln, indem das Potenzial des usbekischen IT-Parks und mehr als 100.000 Fachkräfte der Branche genutzt werden.
Es fand ein Meinungsaustausch über die Organisation der Produktion von Mineraldüngern, Polymeren und Haushaltschemikalien innerhalb der usbekischen Chemiecluster sowie über die Umsetzung gemeinsamer Projekte in der Arzneimittelindustrie statt.
Die strategische Bedeutung der geografischen Lage beider Länder wurde hervorgehoben. Insbesondere dient die Tschechische Republik für Usbekistan als wichtiges Tor zu den europäischen Märkten, während Usbekistan für die Tschechische Republik ein Tor nach Zentralasien darstellt. In diesem Zusammenhang wurde der Vorschlag unterbreitet, Handelshäuser und Logistikzentren auf der Grundlage der Parität zu errichten.
Die usbekische Seite skizzierte die Möglichkeiten, die tschechischen Investoren in speziellen Industrieparks offenstehen, sowie die Anreize, die europäischen Unternehmen geboten werden.
Der tschechische Ministerpräsident Andrej Babiš bekundete seinerseits die Bereitschaft, eine für beide Seiten vorteilhafte Zusammenarbeit aufzubauen, und legte konkrete Investitionsvorschläge vor.
Im Anschluss an das Forum fand eine Unterzeichnungszeremonie für ein Paket wichtiger Dokumente und Vereinbarungen statt, die auf den Ausbau der Handels-, Wirtschafts- und Investitionszusammenarbeit zwischen den beiden Ländern abzielen.
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Ikrom Avvalboyev, Fotos von Sarvar Urmonov, UzA