Experten skizzierten die Prioritäten der Zusammenarbeit zwischen Usbekistan und Russland
In Termez hat die Konferenz „Usbekistan – Russland: Strategische Partnerschaft im eurasischen Raum“ begonnen. Die Veranstaltung wird vom Institut für strategische und regionale Studien beim Präsidenten der Republik Usbekistan in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Diskussionsclub Valdai organisiert.
Während der Konferenz diskutierten Experten über wichtige Trends in der Entwicklung der Transportlogistik, der Digitalisierung und der Zusammenarbeit im Bereich der künstlichen Intelligenz im eurasischen Raum.
Umidulla Ibragimov, Leiter des Projekts „Strategie zur Entwicklung der Digitalisierung von Verkehrskorridoren“ und Berater des Ersten Stellvertretenden Vorsitzenden der Usbekischen Eisenbahnen AG, stellte fest, dass im Kontext des Wandels der Weltwirtschaft die Bedeutung der kontinentalen Vernetzung zunehme. Seiner Ansicht nach entwickle sich Eurasien allmählich zum Kern einer neuen Verkehrsarchitektur, in der Landwege das Grundgerüst bildeten.
Er betonte, dass Zentralasien eine strategische Rolle bei der Entwicklung internationaler Verkehrskorridore einnehme, einschließlich derjenigen im Rahmen der „Belt and Road“-Initiative. Gleichzeitig säicherten östliche Ziele aufgrund des Ressourcenpotenzials der Region und der Nähe zu wichtigen Verbrauchermärkten, darunter Afghanistan, stabile Frachtströme. Der Experte wies zudem auf die Bedeutung des Nord-Süd-Korridors und dessen Fortsetzung als transafghanische Route sowie auf die Rolle des SOZ-Raums als Motor für die Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur hin. Ihm zufolge birgt die Zusammenarbeit zwischen Usbekistan und Russland in diesem Bereich erhebliches Potenzial.
Anna Sytnik, leitende Forscherin am Zentrum für umfassende europäische und internationale Studien der Higher School of Economics (Russland), wies ihrerseits auf die Besonderheiten der Entwicklung künstlicher Intelligenz in den beiden Ländern hin. Sie merkte an, dass in Russland der Schwerpunkt auf technologischer Souveränität liege, während in Usbekistan KI als Instrument zur Beschleunigung der Modernisierung der Wirtschaft angesehen werde.
„Usbekistan kann von Russlands Erfahrungen bei der Entwicklung souveräner KI-Modelle und deren Umsetzung in kritischen Bereichen profitieren. Das Potenzial für die bilaterale Zusammenarbeit im Bereich der KI, einschließlich der Technologieausbildung, muss weiter ausgebaut werden. Ich möchte auch anmerken, dass sich die Zusammenarbeit trotz fehlender strenger Regulierung innerhalb der GUS durch separate Abkommen und Initiativen, unter anderem im Rahmen der SOZ, schrittweise entwickelt“, fügte sie hinzu.
Die Teilnehmer waren sich einig, dass eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen Usbekistan und Russland in den Bereichen Verkehr, Technologie und Wissenschaft zur Bildung einer neuen Architektur für die eurasische Partnerschaft beitragen wird.
Aziza Alimova, UzA