Metro von Taschkent wird ausgebaut und modernisiert
In Taschkent werden umfangreiche Reformen umgesetzt, um den Einwohnern einen komfortablen, sicheren und umweltfreundlichen öffentlichen Nahverkehr zu bieten.
In den vergangenen zehn Jahren wurde die Metro von Taschkent durch neue Strecken, moderne Züge, kürzere Zugintervalle, digitale Zahlungsmöglichkeiten und eine verbesserte Mobilfunkversorgung modernisiert.
Das Staatsoberhaupt betonte, dass der öffentliche Nahverkehr die Lebensqualität der Bevölkerung, die Mobilität in der Stadt, die Umwelt und die Wirtschaft beeinflusst. In diesem Zusammenhang wurden die zuständigen Stellen angewiesen, den öffentlichen Verkehr komfortabler und sicherer zu gestalten, das Streckennetz nach dem Prinzip der Agglomerationsentwicklung auszubauen sowie digitale und KI-basierte Lösungen einzuführen.
Die Metro von Taschkent wurde 1977 in Betrieb genommen. Fast 40 Jahre lang verfügte sie über 29 Stationen und eine Streckenlänge von 38 Kilometern. In jüngster Zeit hat sich dies deutlich verändert. Zusätzlich wurden 33 Kilometer neue Strecken gebaut, 21 neue Stationen sind inzwischen in Betrieb. Das Metronetz umfasst nun 50 Stationen und erstreckt sich über 71 Kilometer.
Die Metro entwickelt sich zu einem wichtigen Bestandteil des Verkehrssystems der Hauptstadt. Allein neue Stationen reichen jedoch nicht aus, um mehr als eine Million Fahrgäste zu befördern. Eine weitere wesentliche Grundlage dieser Entwicklung ist die Erneuerung des Wagenparks.

Erneuerung des Wagenparks
Mit dem Anstieg der Fahrgastzahlen wurde eine Modernisierung des Wagenparks erforderlich. Ursprünglich waren 40 ältere Züge im Einsatz, in den vergangenen Jahren wurden jedoch 55 neue moderne Züge angeschafft. Im Jahr 2026 wurden weitere 14 moderne Züge geliefert und in Betrieb genommen.
Ein wichtiger Indikator für die Veränderungen in der Metro ist die Wartezeit auf einen Zug an den Stationen.
Während der Hauptverkehrszeiten:
auf der Chilanzar-Linie verringerte sich das Zugintervall von 5 Minuten im Jahr 2021 auf 1,5 bis 2 Minuten;
auf der Usbekistan-Linie von 6 auf 3 Minuten;
auf der Yunusabad-Linie von 11 auf 4 Minuten;
auf der oberirdisch verlaufenden Ringlinie von 12 auf 8 Minuten.
Darüber hinaus wurden die Rolltreppen an den Stationen Khalqlar Dustligi, Novza, Mustaqillik Maydoni, Pakhtakor und Hamid Olimjon modernisiert. Mutter-Kind-Räume und Toiletten wurden ebenfalls an mehreren Stationen eingerichtet, darunter Chilanzar, Pakhtakor, Buyuk Ipak Yuli, Amir Temur Khiyoboni, Beruni, Dustlik, Chorsu, Mustaqillik Maydoni, Olmazor, Bodomzor und Chinor.
Mobilfunkversorgung
An den Stationen wurden WLAN-Dienste eingeführt und die Mobilfunkversorgung in den Tunneln ausgebaut.
Auch das Fahrgeldzahlungssystem wurde digitalisiert. Die Fahrgäste können ihre Fahrt nun mit Bankkarten, mobilen Apps, ATTO, Face Pay und Palm Pay bezahlen.

Nutzung alternativer Energiequellen
Auf den Betriebshöfen der Metro werden Solaranlagen installiert. Der erzeugte Strom deckt den Bedarf der Metro, überschüssige Energie kann in das Stromnetz eingespeist und verkauft werden. Mitarbeiter der Metro haben zudem ein spezielles Gerät zur Reinigung der Solarmodule entwickelt.
Entwicklungsperspektiven
Ein ambitionierter Plan sieht vor, die Metro von Taschkent bis 2030 auf 79 Stationen und eine Streckenlänge von 103 Kilometern auszubauen, die tägliche Zahl der Fahrgäste auf 1,8 Millionen zu erhöhen und die Zugintervalle auf 2 bis 3 Minuten zu verkürzen.
Die Entwicklung der Metro entlastet die Hauptverkehrsstraßen, reduziert Emissionen und trägt zur Schaffung eines integrierten Verkehrssystems der Hauptstadt bei.
Muhayyo Toshqorayeva, UzA