Leiter der nationalen Interpol-Zentralbüros der GUS-Mitgliedstaaten treffen sich in Minsk
In Minsk fand ein Treffen der Leiter der nationalen Interpol-Zentralbüros der GUS-Mitgliedstaaten statt. An der Veranstaltung nahmen Vertreter von Strafverfolgungsbehörden aus mehreren Ländern sowie Vertreter internationaler Organisationen teil.
An dem Forum nahmen Delegationen aus Aserbaidschan, Kasachstan, China, Kirgisistan, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Russland, Usbekistan, Tadschikistan und Turkmenistan teil. Darüber hinaus nahmen Vertreter des GUS-Büros für die Koordinierung der Bekämpfung der organisierten Kriminalität und anderer gefährlicher Straftaten sowie des Interpol-Generalsekretariats an dem Treffen teil.
Gennady Kazakevich, stellvertretender Minister für Inneres und Leiter der Kriminalpolizei, begrüßte die Teilnehmer im Namen der Führung des belarussischen Innenministeriums.
Während des Treffens wurde besonderer Wert auf die Zusammenarbeit zwischen den nationalen Zentralbüros über Interpol-Kanäle gelegt. Die Parteien erörterten den aktuellen Stand und die Perspektiven für den Ausbau des Informationsaustauschs, identifizierten bestehende Probleme und erwägten mögliche Lösungen. Die Parteien diskutierten gesondert die Teilnahme des Staates an Interpol-Veranstaltungen im Zusammenhang mit der Verbesserung der Satzung der Organisation und der Regeln für die Informationsverarbeitung.
Es wurde betont, wie wichtig es ist, die Neutralität von Interpol konsequent zu wahren und den Einfluss von Faktoren zu vermeiden, die außerhalb der Zuständigkeit der Strafverfolgungsbehörden liegen. Zudem wurde die Notwendigkeit einer weiteren Stärkung der praktischen Zusammenarbeit zwischen den nationalen Zentralbüros hervorgehoben. Nach Ansicht der Teilnehmer wird der Aufbau eines direkten Dialogs und vertrauensvoller Beziehungen zwischen den Leitern der nationalen Sicherheitsräte die Flexibilität und Effektivität der internationalen Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität erhöhen.
Eine solche Zusammenarbeit gewinnt angesichts der Zunahme der digitalen und grenzüberschreitenden Kriminalität zunehmend an Bedeutung, da diese ein koordiniertes Vorgehen der Strafverfolgungsbehörden über Staatsgrenzen hinweg erfordert.
Aziza Alimova, UzA