Ägyptens Erfahrungen sollen bei der Erschließung von Wüstengebieten in der Region Nawoi genutzt werden
Während des offiziellen Besuchs einer Delegation aus der Region Nawoi unter der Leitung von Bürgermeister Normat Tursunov in Ägypten konzentrierte sich die Delegation auf eine effiziente Wasserwirtschaft, die Erschließung von Wüstengebieten und den Einsatz moderner Bewässerungstechnologien.
Nach Angaben der Stadtverwaltung traf sich die Delegation mit dem ägyptischen Minister für Wasserressourcen und Bewässerung, Hani Sewilam, um konkrete Bereiche der bilateralen Zusammenarbeit zu erörtern.
Wie während des Treffens erwähnt wurde, bedeckt die Qizilqum-Wüste einen Großteil der Region Nawoi. Daher ist eine nachhaltige Wasserwirtschaft bei der Erschließung neuer Flächen unerlässlich, insbesondere in den Bezirken Kanimekh, Tomdi und Uchquduq. Die Erfahrungen Ägyptens sind für Nawoi besonders relevant, da das Land über ausgedehnte Wüstengebiete verfügt und über umfangreiches Fachwissen in den Bereichen Landerschließung unter wasserarmen Bedingungen, Grundwassersondierung, effizienter Brunnenbetrieb und moderne Bewässerungstechniken verfügt.

Während der Gespräche wurden mehrere konkrete Vorschläge unterbreitet, um diese Erfahrungen an die Gegebenheiten in der Region Nawoi anzupassen. Insbesondere erwogen die Parteien, einen vielversprechenden Standort in der Wüste der Region auszuwählen und unter Beteiligung ägyptischer Fachleute eine umfassende hydrogeologische und wirtschaftliche Bewertung durchzuführen.
Die Parteien erörterten zudem die Einbindung ägyptischer Unternehmen in die Grundwassersuche, die Bohrung neuer Brunnen und die Erschließung von Wüstengebieten.

Im Rahmen der Zusammenarbeit schlugen die Parteien vor, eine praktische Zusammenarbeit zwischen dem ägyptischen Nationalen Wasserforschungszentrum und entsprechenden wissenschaftlichen Einrichtungen in Usbekistan aufzubauen, Fachkräfteaustausche zu organisieren und gemeinsame Forschungsarbeiten durchzuführen.
Bei der Bewertung der Effizienz der Wassernutzung wurde betont, wie wichtig es ist, die Wasserstände in bestehenden Brunnen, den Mineralisierungsgrad und den Energieverbrauch bei deren Betrieb umfassend zu untersuchen. Insbesondere die Berechnung der tatsächlichen Kosten für einen Kubikmeter Wasser wird es ermöglichen, konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Effizienz der Wasser- und Energienutzung zu ermitteln.

Der Betrieb von Brunnen mit Solarenergie und die Einführung moderner, wassersparender Bewässerungstechnologien gehörten ebenfalls zu den zentralen Themen der Gespräche. Diese Ansätze tragen nicht nur zur Wassereinsparung in Wüstengebieten mit begrenzten Wasserressourcen bei, sondern helfen auch, die Energiekosten zu optimieren.
Im Anschluss an das Treffen wurde vorgeschlagen, die Region Nawoi als einen der ersten Pilotstandorte für die Umsetzung von Projekten in Zusammenarbeit mit dem ägyptischen Nationalen Wasserforschungszentrum auszuwählen. Es wurde vereinbart, den Austausch von Experten zu fördern, ein detailliertes Projekt zu entwickeln und die laufende Zusammenarbeit fortzusetzen.
A. Buriyev, UzA