Eine neue Ära der Zusammenarbeit und regionalen Einheit zwischen Andijan und Xinjiang
Während eines Arbeitsbesuchs in China traf die usbekische Delegation unter der Leitung von Javlon Vakhabov, dem Direktor des Internationalen Instituts für Zentralasien, mit Erkin Tuniyaz, dem Vorsitzenden der Volksregierung der Autonomen Region Xinjiang Uyghur, zusammen.
Die Parteien erörterten Möglichkeiten, die Zusammenarbeit in den Bereichen Verkehr und Energie auszuweiten sowie die Handels-, Investitions-, Kultur- und humanitären Beziehungen zwischen der Autonomen Region Xinjiang Uyghur und der Region Andijan zu vertiefen.
Herr Tuniyaz hob hervor, dass aktive Kontakte mit Spitzen- und hochrangigen Beamten den politischen Dialog erheblich bereichern, neue Ideen hervorbringen und gemeinsame Initiativen fördern. Er erwähnte zudem, dass sein für 2024 geplanter Besuch in Usbekistan und die Treffen mit Präsident Shavkat Mirziyoyev die Grundlage für den Ausbau der Zusammenarbeit in den Bereichen Handel, Investitionen, Verkehr, Landwirtschaft und Bildung schaffen werden.

Herr Vakhabov hob das erhebliche Potenzial zur Steigerung des gegenseitigen Handels zwischen Usbekistan und der Autonomen Region Xinjiang Uyghur hervor. Er legte den Schwerpunkt auf die Diversifizierung der Warenstruktur, die Förderung der industriellen Zusammenarbeit sowie den Ausbau der Nutzung von Trockenhäfen, Logistikzentren und grenzüberschreitender Infrastruktur.
Besonderes Augenmerk wurde auf die geografische Bedeutung Xinjiangs als wichtiges Bindeglied zwischen China und Zentralasien gelegt. Es ist die einzige Region in China, die an drei zentralasiatische Staaten grenzt – Kasachstan, Kirgisistan und Tadschikistan. Etwa 40 Prozent des gesamten Handels Chinas mit diesen Ländern laufen über Xinjiang, was dessen entscheidende Rolle bei der Förderung von Handels- und Wirtschaftsbeziehungen unterstreicht.

Ein weiterer Schwerpunkt des Treffens war die Erörterung, wie die Eisenbahnverbindung China – Kirgisistan – Usbekistan die regionale Anbindung verbessern könnte. Sobald diese Strecke, die in Kashgar beginnt und bis in die Region Andijan führt, in Betrieb genommen wird, wird sie China direkt an das usbekische Eisenbahnnetz anbinden und neue Möglichkeiten für den Güterverkehr durch Zentralasien nach Europa, in die Türkei und in Länder des Nahen Ostens eröffnen.
Die Parteien sprachen sich zudem für eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen Hochschulen in der Autonomen Region Xinjiang Uyghur und Usbekistan aus, wobei der Schwerpunkt auf der Ausbildung von Fachkräften in Bereichen mit hohem Bedarf sowie auf der Einführung gemeinsamer Bildungsprogramme liegen soll.
Im Anschluss an das Treffen bekräftigten die Parteien ihr Interesse an einer Stärkung der Partnerschaft zwischen Usbekistan und Xinjiang, insbesondere durch die Hervorhebung der Rolle der Region Andijan als wichtiger Knotenpunkt, der die Autonome Region Xinjiang Uyghur mit anderen Regionen Usbekistans verbindet.
U. Alimov, UzA