Die IAEO-Mission hat mit der Bewertung der nuklearen Infrastruktur Usbekistans begonnen
Am 22. Juni startete die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) eine Folge-Mission im Rahmen der Integrierten Überprüfung der nuklearen Infrastruktur (INIR) bei der Agentur „Uzatom“.
Azim Akhmedkhodjayev, Direktor der Uzatom-Agentur, John Haddad, Leiter des internationalen Expertenteams der IAEO, und weitere Redner sprachen bei der zu diesem Anlass abgehaltenen Veranstaltung. Sie betonten, dass der Ausbau der Kernenergie in Usbekistan ein bedeutendes Wirtschaftswachstum fördern und den Lebensstandard verbessern könne, wobei die internationale Zusammenarbeit eine entscheidende Rolle bei der Erreichung dieser Ziele spiele.
Die Mission wird auf Anweisung des Präsidenten Usbekistans durchgeführt und entspricht internationalen Standards sowie den Anforderungen der IAEO. Ihr Hauptzweck besteht darin, die Bereitschaft der nationalen nuklearen Infrastruktur zu bewerten, die Fortschritte bei der Umsetzung der Empfehlungen der Mission von 2021 zu überprüfen und Vorschläge zur Verbesserung der Verwaltung und Regulierung der Nutzung der Kernenergie zu erarbeiten.

Die Mission setzt sich aus internationalen Experten aus IAEO-Mitgliedstaaten wie Jordanien, Brasilien, der Dominikanischen Republik und der Türkei zusammen. Diese Experten verfügen über umfangreiche Erfahrung bei der Durchführung von Bewertungsmissionen in Ländern in Asien und Europa, darunter Vietnam, die Philippinen, Polen, Estland und Kasachstan.
INIR bietet einen umfassenden Rahmen, der den IAEO-Mitgliedstaaten dabei hilft, die Bereitschaft ihrer nationalen Infrastruktur für die Entwicklung der Kernenergie zu bewerten. Es behandelt wesentliche Aspekte, die für die Schaffung eines sicheren, zuverlässigen und nachhaltigen Kernenergieprogramms erforderlich sind.
Usbekistan pflegt eine langjährige Zusammenarbeit mit der IAEO. An der Mission nahmen die Agentur „Uzatom“, die für die Umsetzung des Programms zur Entwicklung der Kernenergie zuständig ist, sowie der Ausschuss für Industrie-, Strahlenschutz- und nukleare Sicherheit teil, der als unabhängige Regulierungsbehörde fungiert. Sie überprüften zudem die Fortschritte, die seit der Mission im Jahr 2021 beim Aufbau der nuklearen Infrastruktur des Landes erzielt wurden.

Am Nachmittag standen zentrale Themen wie „Nationale Position“, „Nukleare Sicherheit“ und „Management“ im Mittelpunkt der Gespräche. Die usbekische Delegation erläuterte Einzelheiten zur Energiepolitik des Landes bis 2035, zu den Plänen zur Verbesserung der rechtlichen, regulatorischen und technischen Rahmenbedingungen für die nukleare Sicherheit, zu den Aktivitäten der Aufsichtsbehörde sowie zu den Managementsystemen der Organisationen, die für die Umsetzung des nationalen Programms zur Entwicklung der Kernenergie zuständig sind.

Die Mission wird bis zum 26. Juni andauern. Anschließend wird die IAEO einen Abschlussbericht mit Empfehlungen zum Ausbau der nationalen nuklearen Infrastruktur Usbekistans erstellen.

Nasiba Ziyodullayeva, UzA