Treffen mit Migrationsbeamten aus Schweden und Dänemark
Im Nationalen Zentrum für Menschenrechte der Republik Usbekistan in Taschkent fand ein bilaterales Treffen mit Vertretern der Migrationsbehörden aus Schweden und Dänemark statt, bei dem Menschenrechte und Migrationspolitik im Mittelpunkt standen.
An dem Treffen nahmen Akmal Saidov, Direktor des Nationalen Zentrums für Menschenrechte, Emma Simicich, leitende Analystin bei der schwedischen Migrationsbehörde, und Alex Hemmingsen, leitender Berater und Leiter der Abteilung für internationale Beziehungen beim dänischen Einwanderungsamt, teil.
Hauptzweck der Gespräche war es, mögliche Bereiche der Zusammenarbeit zu erörtern und Informationen über die Lage in Usbekistan in Bezug auf Migration und den Schutz der Menschenrechte auszutauschen.
Während der Gespräche stellte die usbekische Seite die Kernbereiche der Arbeit des Zentrums vor, darunter legislative, institutionelle, bildungsbezogene und Überwachungsaktivitäten. Besondere Aufmerksamkeit galt der Verabschiedung der neuen Verfassung, die die Rechte und Freiheiten der Bürger erweitert und das Recht auf Anrufung internationaler Menschenrechtsgremien verankert.
Es wurde zudem darauf hingewiesen, dass Usbekistan ein mehrstufiges System zur Überwachung der Menschenrechte eingerichtet hat, das parlamentarische, exekutive, justizielle, öffentliche und internationale Mechanismen umfasst. Insbesondere stellte die usbekische Delegation ihren periodischen Bericht im Rahmen des Internationalen Übereinkommens zur Beseitigung jeder Form von Rassendiskriminierung am 21. und 22. April 2026 in Genf vor.
Der Direktor des Zentrums informierte die ausländischen Partner zudem über das Menschenrechtsforum in Samarkand, das seit 2018 alle zwei Jahre stattfindet. Die fünfte Ausgabe des Forums ist für 2026 geplant und wird den 60. Jahrestag wichtiger internationaler Menschenrechtsabkommen markieren.
Vertreter der schwedischen Migrationsbehörde und der dänischen Einwanderungsbehörde informierten über die für Herkunftslandinformationen (COI) zuständigen Stellen ihrer Länder und wiesen darauf hin, dass diese Stellen analytische Unterstützung leisten, jedoch keine individuellen Asylentscheidungen treffen.
Die Seiten erörterten zudem migrationspolitische Themen, darunter Reformen in Usbekistan, Systeme der Personenstandsregister und Migrationsströme. Es wurde festgestellt, dass Usbekistan die Zusammenarbeit im Bereich der Arbeitsmigration mit verschiedenen Ländern aktiv ausbaut und mit der Internationalen Organisation für Migration sowie dem UN-Flüchtlingshilfswerk zusammenarbeitet.
Im Anschluss an das Treffen bekundeten beide Seiten Interesse an einer weiteren Zusammenarbeit, unter anderem beim Informationsaustausch, bei der Bekämpfung des Menschenhandels und bei der Förderung der legalen Arbeitsmigration.
Die usbekische Seite lud die schwedischen und dänischen Vertreter zudem zur Teilnahme am bevorstehenden Menschenrechtsforum in Samarkand ein.
Nazokat Usmanova, UzA