Erfahrungen aus Xinjiang: Erkundung neuer Wege der Zusammenarbeit zwischen Usbekistan und China
Eine Delegation, bestehend aus Regierungsvertretern und usbekischen Medienvertretern, besuchte die Autonome Region Xinjiang der Uiguren in China.
In Urumqi und Kashgar besichtigte die Delegation Industrieunternehmen, Verkehrs- und Logistikinfrastruktur, Kultur- und Bildungseinrichtungen sowie landwirtschaftliche Betriebe. Zudem führten sie Gespräche mit Einwohnern und Vertretern verschiedener Organisationen.
Der internationale Landhafen in Urumqi verdeutlicht Chinas Fähigkeit, die Handels- und Wirtschaftsbeziehungen zwischen Ost und West zu stärken, Frachttransportrouten zu erweitern und internationale Transportkorridore zu optimieren. Die Teilnehmer diskutierten den Betrieb der Korridore, den Ausbau der Handelsbeziehungen und die Nutzung logistischer Möglichkeiten.
Usbekistan erachtet die Erfahrungen Urumqis als wertvoll für die Verbesserung des Zugangs zu globalen Märkten und den Ausbau moderner Landverkehrswege.
In Xinjiang besuchte die Delegation das Pharmaunternehmen Yindolan, um die Herstellung traditioneller chinesischer und ethnischer Arzneimittel zu beobachten. Das Unternehmen hat eine umfassende Produktionskette aufgebaut, die den Anbau medizinischer Rohstoffe, deren Verarbeitung, die Herstellung von Fertigprodukten, die wissenschaftliche Forschung sowie den Vertrieb der Arzneimittel auf dem Markt umfasst.

Während des Besuchs lag ein besonderer Schwerpunkt auf der effizienten Nutzung von Wasserressourcen. Angesichts der anhaltenden Herausforderungen durch Wasserknappheit in Usbekistan ist das Know-how des Unternehmens beim Aufbau eines Wasserrecyclingsystems besonders bemerkenswert.
In Urumqi besuchten die Delegationsmitglieder das Wohngebiet Guyuanxiang, um sich ein Bild von den sozialen und Lebensbedingungen der Bewohner zu machen. Außerdem informierten sie sich über die Finanzierungsquellen zur Unterstützung der Gemeindeentwicklung sowie über die Abläufe bei der Bearbeitung und Prüfung von Bürgerbeschwerden.
Im historischen Bezirk von Kashgar besuchte die Delegation die Id-Kah-Moschee sowie ein Gedenkmuseum, das sich der Erhaltung und Förderung des kulturellen Erbes der Region widmet. Sie informierte sich über Strategien zur Bewahrung des historischen Charakters und der Architektur von Kashgar bei gleichzeitiger harmonischer Einbindung der historischen Umgebung in die moderne Stadtentwicklung.
Ein weiterer Schwerpunkt der Delegation waren Initiativen zur Bekämpfung der Wüstenbildung und zur Ausweitung von Grünflächen.

Bei einem Besuch der Schutzwaldplantagen und Standorte zur Bekämpfung der Wüstenbildung im Gebiet Dawakun des Landkreises Yopurga informierten sich die Delegationsmitglieder über Initiativen, die Umweltschutz mit landwirtschaftlichem Wachstum und wirtschaftlicher Entwicklung verbinden.
In Kashgar besichtigte die Delegation ein Unternehmen für landwirtschaftliche Technologieentwicklung. Im Landkreis Jiashi besuchten sie einen modernen Industriepark, der sich auf die Züchtung neuer Pflaumensorten konzentriert. Im Mittelpunkt des Besuchs standen Pflanzenzüchtung, Produktverarbeitung und -vermarktung, Markenaufbau sowie Bemühungen zur Steigerung der Haushaltseinkommen.
Im Laufe mehrerer Tage wurde deutlich, dass wichtige Entwicklungsbereiche wie Industrie, Verkehr, Logistik, Landwirtschaft, ökologische Nachhaltigkeit, Erhaltung des kulturellen Erbes und öffentliches Wohl miteinander verknüpft sind. Die Delegation untersuchte jeden Aspekt unter Berücksichtigung der Bedürfnisse und Chancen Usbekistans. Insbesondere wurden potenzielle Kooperationsmöglichkeiten bei der Entwicklung von Verkehrskorridoren, der effizienten Nutzung von Wasserressourcen, der fortschrittlichen Verarbeitung landwirtschaftlicher Erzeugnisse, der Bekämpfung der Wüstenbildung und der Unterstützung lokaler Gemeinschaftsaktivitäten identifiziert.
Nilufar Bozorova, UzA