Eldor Aripov betonte während des Seminars in Fergana die Bedeutung des Jugenddialogs
Am 22. Juni begann an der Staatlichen Universität Fergana offiziell das internationale Jugendseminar „Young Peacebuilders Cross-Border Initiative“. Das Seminar brachte junge Führungskräfte, Regierungsvertreter, Vertreter internationaler Organisationen sowie Vertreter der Zivilgesellschaft aus Kirgisistan, Tadschikistan und Usbekistan zusammen.
Bei der Eröffnung der Veranstaltung war eine hochrangige Delegation anwesend, darunter Eldor Aripov, Direktor des Instituts für strategische und regionale Studien beim Präsidenten der Republik Usbekistan (ISRS), Kaha Imnadze, Sonderbeauftragter und Leiter des Regionalzentrums der Vereinten Nationen für präventive Diplomatie in Zentralasien, Serge Rumin, Sonderbeauftragter des amtierenden OSZE-Vorsitzenden für die Förderung des Dialogs und der Vertrauensbildung, Antti Karttunen, OSZE-Projektkoordinator in Usbekistan, Sabine Machl, Resident Coordinator der Vereinten Nationen in Usbekistan, Khayrullo Bozorov, Der Bürgermeister der Region Fergana, sowie Alisher Sadullayev, Direktor der Agentur für Jugendangelegenheiten und Senator.
Bei der Eröffnung des Seminars hob Eldor Aripov die besondere Bedeutung der Veranstaltung als erste praktische Initiative hervor, die unter der Schirmherrschaft des Fergana-Friedensforums durchgeführt wurde. Er wies darauf hin, dass das vom Präsidenten der Republik Usbekistan, Shavkat Mirziyoyev, initiierte Fergana-Friedensforum als neue regionale Plattform zur Stärkung des Dialogs, des Vertrauens und der Zusammenarbeit zwischen den Ländern des Fergana-Tals gegründet wurde. Er erinnerte daran, dass die Eröffnungssitzung des Forums im vergangenen Oktober einen wichtigen Meilenstein im regionalen Engagement darstellte und den gemeinsamen Wunsch nach nachhaltigen Kooperationsmechanismen in der Region widerspiegelte.
Laut Eldor Aripov ist es symbolträchtig, dass die erste unter der Schirmherrschaft des Fergana-Friedensforums durchgeführte Initiative der Jugend gewidmet ist. Dies spiegele die Erkenntnis wider, dass nachhaltiger Frieden nicht allein von Staaten und internationalen Organisationen geschaffen werde. Seine Beständigkeit hänge davon ab, inwieweit die Prinzipien der guten Nachbarschaft, des gegenseitigen Respekts und der Zusammenarbeit Teil der Weltanschauung der jüngeren Generation werden. „Genau dann hört Frieden auf, eine Deklaration zu sein, und wird zur Realität“, erklärte er.
Der ISRS-Direktor wies darauf hin, dass das Fergana-Tal ein deutliches Beispiel für den anhaltenden Wandel in der Region sei. Vor nicht allzu langer Zeit sei es noch mit geschlossenen Grenzen, begrenzten Kontakten und gegenseitigem Misstrauen in Verbindung gebracht worden. Heute hingegen profitierten die lokalen Gemeinschaften von offenen Grenzen, wachsendem Handel und sich ausweitenden humanitären Beziehungen. Was einst als Quelle von Spannungen wahrgenommen wurde, verwandle sich allmählich in einen Raum neuer Möglichkeiten.
Ihm zufolge wurden die bisher erzielten Ergebnisse durch den politischen Willen, die strategische Weitsicht und die pragmatische Führung der Staatschefs Zentralasiens ermöglicht. Im Zentrum dieser Veränderungen steht eine neue Philosophie der regionalen Zusammenarbeit, die Partnerschaft, gute Nachbarschaft und gemeinsame Entwicklung in den Vordergrund stellt.
In diesem Zusammenhang wies er darauf hin, dass die Unterzeichnung der Deklaration über ewige Freundschaft und des Vertrags über den Schnittpunkt der Staatsgrenzen im vergangenen März in Chudschand einen historischen Meilenstein darstellte, der eine neue Ära der guten Nachbarschaft zwischen Usbekistan, Kirgisistan und Tadschikistan fest verankerte.
Gleichzeitig stellte der Experte fest, dass die neue Philosophie der regionalen Zusammenarbeit auch weltweit zunehmend Anerkennung findet. Eine deutliche Bestätigung dafür war die Verabschiedung der von Usbekistan initiierten Resolution mit dem Titel „Stärkung der regionalen Zusammenarbeit und der wirtschaftlichen Integration zur Gewährleistung einer nachhaltigen Entwicklung in der zentralasiatischen Region“ durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen im Mai dieses Jahres. Ebenso wichtig war die Resolution der Vereinten Nationen „Friedliche Beilegung von Grenzstreitigkeiten“, die gemeinsam von Kirgisistan, Tadschikistan und Usbekistan eingebracht wurde.
Eldor Aripov stellte fest, dass beide Resolutionen durch eine gemeinsame Idee verbunden sind: Frieden und Entwicklung in Zentralasien müssen durch Zusammenarbeit aufgebaut werden. Seiner Ansicht nach beschränkt sich dieser Ansatz nicht mehr auf politische Deklarationen, sondern wird durch konkrete Vereinbarungen, gemeinsame Projekte und neue Chancen für Millionen von Menschen in der gesamten Region in praktische Maßnahmen umgesetzt.
„Infolgedessen wird Zentralasien zunehmend als Beispiel dafür angesehen, wie Vertrauen, politischer Wille und gute Nachbarschaft das schwierige Erbe der Vergangenheit in das Fundament einer gemeinsamen Zukunft verwandeln können“, erklärte der ISRS-Direktor.
Das internationale Jugendseminar „Young Peacebuilders Cross-Border Initiative“ dauert noch bis zum 25. Juli. Die Veranstaltung wird vom Institut für Strategische und Regionale Studien (ISRS), der Jugendbehörde der Republik Usbekistan und der Regionalverwaltung von Fergana organisiert.
Das Seminar findet in Zusammenarbeit mit dem Regionalzentrum der Vereinten Nationen für präventive Diplomatie in Zentralasien (UNRCCA) und dem OSZE-Projektkoordinator in Usbekistan statt, was seinen internationalen Charakter und die starke institutionelle Unterstützung unterstreicht.
UzA