Schüler aus Usbekistan setzen ihre Ausbildung in Südkorea fort
Bildung kennt keine Grenzen. Heute haben talentierte junge Menschen mehr Möglichkeiten, eine hochwertige internationale Ausbildung zu erhalten.
Die Internationale Technische Universität Samarkand unterstützt aktiv globale Bildungsinitiativen und stärkt die internationale Zusammenarbeit, indem sie Studierenden neue akademische Perspektiven bietet.
Im Rahmen des staatlichen Programms zur Armutsbekämpfung für den Zeitraum 2022–2026, das gemäß dem Präsidialerlass Nr. 158 vom 11. September 2023 „Über die Strategie Usbekistan 2030“ umgesetzt wird, unterzeichnete die SIUT am 13. Mai 2024 eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MoU) mit der Gimcheon High School.
Um die in der Absichtserklärung festgelegten Ziele zu erreichen, startete die SIUT ein soziales Projekt, das Schülern aus einkommensschwachen Familien in Samarkand (die im Sozialhilfeprogramm „Iron Register“ registriert sind) die Möglichkeit bietet, in Südkorea zu studieren.
Nach einem strengen Auswahlverfahren wurden aus über 30 Bewerbern fünf herausragende Schüler ausgewählt: Mavlonbek Rabbimov (Bezirk Urgut), Rabbim Ravshanov (Bezirk Ishtikhan), Ozodbek Yuldoshev (Bezirk Oqdaryo), Umrbek Yuldoshev (Bezirk Kattakurgan) und Shohimardon Sharofov (Bezirk Urgut). Diese fünf Studenten erhielten vom Vorsitzenden des SIUT-Kuratoriums, Bakhtiyor Fazilov, ein Stipendium, das ihre Studiengebühren, Unterkunft und finanzielle Unterstützung vollständig abdeckt.
Von Juli 2024 bis Februar 2025 organisierte die SIUT für sie ein spezielles Vorbereitungsprogramm mit Schwerpunkt auf Mathematik, Englisch und Koreanisch.
Am 27. Februar 2025 werden drei Schüler nach Südkorea abreisen und am 1. März ihr Studium an der Gimcheon High School beginnen. Die beiden übrigen werden im September 2025 zu ihnen nachkommen.
Diese Initiative spiegelt direkt die Prioritäten wider, die der Präsident von Usbekistan, Shavkat Mirziyoyev, am 14. Februar 2025 während einer Videokonferenz mit Jugendlichen dargelegt hat. In seiner Ansprache betonte der Präsident, dass Bildung der Schlüssel zur Verringerung der Armut sei und dass jede Familie mit niedrigem Einkommen mindestens ein Kind haben sollte, das eine höhere Bildung erhält.
Am 21. Februar 2025 empfing die SIUT eine offizielle Delegation der Gimcheon High School unter der Leitung des stellvertretenden Schulleiters Lee Seung-min. Zur Delegation gehörten die Fakultätsmitglieder Moon Ki-young, Han Ji-seok und Kim Tae-soo.
Am 22. Februar fand in der Regionalverwaltung von Samarkand ein formelles Treffen mit dem amtierenden Bürgermeister Adiz Boboyev, der SIUT-Delegation unter der Leitung von Rektor Professor Yusuf Abdullaev und Vertretern der Gimcheon High School sowie den ausgewählten Schülern statt.
Während der Gespräche bestätigten die Beamten, dass im Rahmen des unterzeichneten Abkommens Schüler aus einkommensschwachen Familien in der Region Samarkand drei Jahre lang kostenlos in Südkorea studieren dürfen.
Adiz Boboyev betonte: „Usbekistan und Südkorea verbindet eine lange Geschichte der Freundschaft. Die Zusammenarbeit im Bildungsbereich kommt beiden Nationen zugute, und wir sind stets bemüht, solche Initiativen auszuweiten.“
Der stellvertretende Schulleiter der Gimcheon High School, Lee Seung-min, fügte hinzu: “Dieses Programm bietet Jugendlichen aus Samarkand die unschätzbare Gelegenheit, in Südkorea eine hochwertige Ausbildung zu erhalten. Wir sind immer bereit, talentierte Studenten aus Usbekistan willkommen zu heißen.“
Der Rektor der SIUT, Professor Yusuf Abdullaev, wies darauf hin, dass im Mai dieses Jahres im Rahmen des Sozialprojekts ein neues Auswahlverfahren stattfinden wird, das Schülern aus einkommensschwachen Familien in der Region Samarkand die Möglichkeit bietet, eine hochwertige Ausbildung im Ausland zu erhalten.
Fünf Schüler erhielten im Anschluss an das Treffen offizielle Zertifikate vom Büro des Gouverneurs der Region Samarkand, die den Beginn ihrer Bildungsreise in Südkorea markieren.
Die Gimcheon High School wurde 1931 gegründet und ist eine der renommiertesten Schulen Südkoreas. Derzeit sind dort Schüler aus China, Malaysia, Vietnam und mehreren anderen Ländern eingeschrieben. 2025 werden zum ersten Mal in der Geschichte auch usbekische Schüler dazustoßen.
Nasiba Ziyodullayeva, UzA