Samarkand soll zur Hauptstadt für grüne Investitionen und Innovationen in Zentralasien werden
Derzeit findet in Samarkand die achte Versammlung der Globalen Umweltfazilität statt, eine bedeutende internationale Veranstaltung im Bereich Ökologie.
Bei der Eröffnungszeremonie verlas Saida Mirziyoyeva, Leiterin der Präsidialverwaltung, eine Begrüßungsansprache des Präsidenten der Republik Usbekistan, Shavkat Mirziyoyev, an die Teilnehmer der Versammlung.
In seiner Grußbotschaft wies das Staatsoberhaupt darauf hin, dass die Menschheit vor beispiellosen Herausforderungen stehe – Klimawandel, Verlust der biologischen Vielfalt und Umweltverschmutzung – und betonte die besondere Rolle der Globalen Umweltfazilität bei deren Bewältigung.
Es wurde auch darauf hingewiesen, dass in Usbekistan die ökologische Transformation als neues Entwicklungsmodell betrachtet wird und der Übergang zu einem systematischen Projektmanagement die Umsetzung von fünf nationalen Programmen ermöglicht hat, die den Schutz der Luft, den Erhalt der biologischen Vielfalt, die Abfallwirtschaft, die Begrünung, die Umwelterziehung und die Entwicklung einer Umweltkultur abdecken.

In der Grußbotschaft des Präsidenten wurden mehrere Initiativen umrissen. Insbesondere wurde vorgeschlagen, Samarkand zur „Grünen Investitions- und Innovationshauptstadt Zentralasiens“ zu deklarieren. Ferner wurde darauf hingewiesen, dass das Ulugbek-Forschungsinstitut für nachhaltige Entwicklung an der Zentralasiatischen Universität für Umwelt- und Klimawandelforschung in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für nachhaltige Entwicklung der Columbia University eingerichtet wird. Darüber hinaus wurde die Schaffung eines Nationalen Zentrums für Klimawandel und Hydrometeorologie angekündigt, um wirksame Lösungen zur Milderung der Folgen des Klimawandels zu entwickeln.
Auf der Grundlage des Instituts zur Bekämpfung der Wüstenbildung schlug der Staatschef vor, die Initiative „Wüstenwirtschaft“ in der Region des Aralsees zu fördern, die darauf abzielt, die Folgen der Wüstenbildung zu mildern, grüne Schutzschilde zu schaffen und die Anpassung an den Klimawandel sicherzustellen, und die im Einklang mit den Prioritäten der GEF sowie mit internationaler finanzieller und technischer Unterstützung umgesetzt werden soll.
Zudem wurde eine Initiative zur Ausrichtung des Taschkent-Investitionsforums „Nachhaltige Entwicklung und grüne Investitionen“ im Jahr 2027 vorgeschlagen, in dessen Rahmen die Organisation der Eco Expo Central Asia geplant ist.
Besonders hervorgehoben wurde, dass der Staatschef in seiner Ansprache die Bereitschaft Usbekistans bekundete, der Gruppe der Geberländer der Globalen Umweltfazilität beizutreten.
An den Veranstaltungen nehmen Minister und Leiter relevanter Behörden aus mehr als 180 Ländern, Leiter internationaler Organisationen sowie Vertreter der Wirtschaft, der Wissenschaft und der Zivilgesellschaft teil.
Vertreter internationaler Organisationen dankten der Regierung des Landes für die hervorragende Organisation der 8. Versammlung und betonten die große Bedeutung der Veranstaltung für die Bewältigung globaler Umweltprobleme.
Im Rahmen der Versammlung wurden hochrangige Plenarsitzungen, Ministertreffen, thematische Rundtischgespräche, Foren der Zivilgesellschaft, Projektpräsentationen und Ausstellungen organisiert. Themen wie die Stärkung der Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Klimawandel und seinen Folgen, der Erhalt der biologischen Vielfalt, die Bekämpfung von Bodendegradation und Wüstenbildung, die Bewirtschaftung der Wasserressourcen sowie die Verringerung der Umweltverschmutzung werden diskutiert. Besondere Aufmerksamkeit gilt dem neuen Finanzierungsprogramm der GEF für den Zeitraum 2026–2030 (GEF-9), in dessen Rahmen ein umfassender Ansatz entwickelt werden soll, der Naturschutz, Klimafragen und Maßnahmen zur Bekämpfung der Umweltverschmutzung miteinander verbindet.
Golib Khasanov, UzA