Hassan Ibrahim: Junge Parlamentarier wollen Rechte von Deklarationen in gelebte Realität verwandeln
Hassan Ibrahim, Mitglied des Präsidiums der Jungen Parlamentarier der Interparlamentarischen Union, äußerte sich zur 12. Weltkonferenz der Jungen Parlamentarier der Interparlamentarischen Union, die derzeit in Samarkand stattfindet.
In seiner Rede auf der Konferenz sagte er:
– Ich möchte Usbekistan meinen Dank für seine Initiative und seinen Beitrag zur Organisation dieser bedeutenden Konferenz aussprechen.
Das Thema der diesjährigen Konferenz, das sich auf die Wiederherstellung der Menschenrechte konzentriert, ist äußerst aktuell. Wir leben in einer Zeit, die von neuen Konflikten, wirtschaftlicher Instabilität, rasanten technologischen Fortschritten und anderen schwerwiegenden Krisen geprägt ist. Es gibt jedoch eine tiefer liegende Krise, die ebenfalls unsere Aufmerksamkeit erfordert – eine Krise der Hoffnung. Junge Menschen zweifeln zunehmend daran, dass die Zukunft besser sein wird als die Gegenwart. Sie studieren, fragen sich aber, ob ihre Ausbildung zu einer angemessenen Beschäftigung führen wird. Sie arbeiten, sind sich aber unsicher, ob ihre Anstrengungen es ihnen ermöglichen werden, ein würdiges, wohlhabendes Leben zu führen. Sie beobachten, wie die Technologie die Gesellschaft verändert, machen sich aber Sorgen darüber, wer davon profitieren wird und wer möglicherweise zurückbleibt.

Wenn junge Menschen beginnen, die Hoffnung auf die Zukunft zu verlieren, verlieren wir etwas wirklich Lebenswichtiges. Hoffnung ist nicht nur ein Gefühl. Sie ist untrennbar mit den Menschenrechten verbunden. Wenn unsere Rechte geschützt sind, wächst auch unser Vertrauen in das, was vor uns liegt.
Das Recht auf Bildung gibt jedem Einzelnen die Chance, sich das Wissen und die Fähigkeiten anzueignen, die nötig sind, um seine Zukunft zu gestalten. Das Recht auf Mitbestimmung stellt hingegen sicher, dass jeder eine Stimme hat und seine Meinung bei Entscheidungen berücksichtigt wird, die sein Leben beeinflussen könnten.
Als Abgeordnete ist es unsere Aufgabe, Rechte von bloßen Deklarationen in greifbare Realität zu verwandeln. Als junge Abgeordnete verstehen wir die Sorgen, Bestrebungen und Hoffnungen der jüngeren Generation sehr gut. Gleichzeitig arbeiten wir in Institutionen, die über die Befugnisse und Kapazitäten verfügen, aktuelle Herausforderungen anzugehen, indem wir Gesetze ändern, Haushaltsentscheidungen beeinflussen und die Parlamente transparenter und aufgeschlossener für einen sinnvollen Dialog mit der Jugend gestalten.
Norgul Abduraimova, Fotos von Alisher Isroilov, UzA