ISRS-Experte: Afghanistan beteiligt sich am regionalen Wasserdialog
Am 25. und 26. März dieses Jahres fand in Taschkent das internationale Forum „Tashkent Water Week – 2026“ statt.
Das Forum gewann aufgrund seines inklusiven Charakters besondere Bedeutung, da es Vertreter von Regierungen, internationalen und regionalen Organisationen, dem privaten Sektor sowie aus Wissenschaft, Fachkreisen und Analysezentren zusammenbrachte.
Im Mittelpunkt der Diskussionen stand die Einführung von Technologien und Innovationen in die Wasserwirtschaft vor dem Hintergrund des Klimawandels und steigender Anforderungen an die Infrastruktur.

Murad Uzakov, Leiter des Zentrums am Institut für strategische und regionale Studien beim Präsidenten Usbekistans (ISRS), wies darauf hin, dass angesichts zunehmender klimatischer Herausforderungen die Koordinierung der Bemühungen um eine effektive Wasserbewirtschaftung zu einer regionalen Priorität werde.
„In den letzten Jahren hat der Einfluss natürlicher, vom Menschen verursachter und technogener Prozesse zugenommen, die sich negativ auf das Wasser- und Klimagleichgewicht der Region auswirken“, betonte er. Seiner Ansicht nach stellen solche Trends erhebliche Herausforderungen für die sozioökonomische Entwicklung, die Umweltgesundheit und die Sicherheit der Staaten der Region dar.
Unter diesen Umständen wächst die Notwendigkeit, Ansätze für eine rationelle Wassernutzung zu überdenken und die Zusammenarbeit in diesem Bereich zu verstärken. Gleichzeitig wurde die Bedeutung des entstandenen politischen Vertrauens hervorgehoben, das neue Möglichkeiten für die Entwicklung von für alle Seiten vorteilhaften Lösungen schafft.
Zudem seien die meisten strittigen Fragen im Zusammenhang mit Wasserbewirtschaftungsanlagen in Grenzgebieten bereits geklärt, während die Regelungen und Mengen der Wasserentnahme aus grenzüberschreitenden Flüssen derzeit koordiniert werden.
Darüber hinaus haben die Länder der Region begonnen, gemeinsame Projekte umzusetzen. So erwähnte der ISRS-Vertreter beispielsweise die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Usbekistan, Kasachstan und Kirgisistan beim Bau des Wasserkraftwerks Kambarata-1 und die gemeinsame Nutzung der Wasser- und Energieressourcen des Flusses Naryn.
Es wurde festgestellt, dass die zentralasiatischen Länder sich besonders auf die Umsetzung wassersparender Technologien und die Suche nach Kompromissen zwischen dem Wasser- und dem Energiesektor konzentrieren.
In diesem Zusammenhang wurde festgestellt, dass die Fläche der bewässerten Flächen in Usbekistan, auf denen moderne wassersparende Technologien zum Einsatz kommen, mittlerweile 2,6 Millionen Hektar (60 % der Gesamtfläche) erreicht hat. Zum Vergleich: Vor 2017 beliefen sich diese Flächen auf insgesamt nur 19.000 Hektar. Durch diese Bemühungen werden jährlich etwa 2,5 Milliarden Kubikmeter Wasser eingespart.
Wie Murad Uzakov betonte: „Afghanistan nimmt in der regionalen Wasserkooperation einen besonderen Platz ein, und hier sehen wir bedeutende Perspektiven für die Zusammenarbeit.“ In diesem Zusammenhang wurde die Bedeutung gemeinsamer Anstrengungen mit afghanischen Partnern in Bereichen wie der Modernisierung von Bewässerungssystemen, der Überwachung der Wasserverhältnisse, der Einführung von Innovationen, der Durchführung gemeinsamer Forschung und der Ausbildung von Personal hervorgehoben.
Abschließend hob der Experte hervor, dass der Erfolg der künftigen Wasserwirtschaft von koordinierten Anstrengungen und einheitlichen Maßnahmen abhängt. Er zeigte sich zuversichtlich, dass der Erfahrungsaustausch und die Zusammenarbeit in der Forschung dazu beitragen werden, bewährte Verfahren im Wassersektor der Region umzusetzen.
Das Forum wird auf Initiative der Regierung der Republik Usbekistan mit Unterstützung des usbekischen Ministeriums für Wasserressourcen organisiert. Zu den wichtigsten Organisatoren zählen Iteca Exhibitions, das Taschkenter Institut für Bewässerungs- und Agrarmechanisierungsingenieure, das Zentrum für progressive Reformen sowie weitere führende nationale Wissenschafts-, Bildungs- und Analyseeinrichtungen. Das Institut für strategische und regionale Studien unter dem Präsidenten Usbekistans fungiert als strategischer Partner.
UzA