Onkologische Versorgung und Palliativsystem sollen verbessert werden
Präsident Shavkat Mirziyoyev nahm eine Präsentation zu Vorschlägen zur Verbesserung der onkologischen, hämatologischen und palliativen Versorgung sowie zu Plänen zur finanziellen Unterstützung der Beschäftigten im öffentlichen Gesundheitswesen zur Kenntnis.
Usbekistan setzt sich aktiv für den Schutz der öffentlichen Gesundheit ein, indem es den Schwerpunkt auf die Früherkennung und Behandlung schwerer Erkrankungen legt. Dazu gehören die spezialisierte medizinische Versorgung von Patienten mit Krebs, Blutkrankheiten und damit verbundenen Erkrankungen sowie der Ausbau der Palliativ- und Hospizdienste.
Die Präsentation umfasste Maßnahmen zur Verbesserung der Krebsprävention, Früherkennung und Behandlung im Einklang mit internationalen Standards.

Das Ziel besteht, wie bereits erwähnt, darin, die Abdeckung durch medizinische Vorsorgeuntersuchungen für die häufigsten Krebsarten innerhalb der Zielbevölkerung auf 60 Prozent zu erhöhen und die Fünf-Jahres-Überlebensrate von Krebspatienten von 35 Prozent auf mindestens 45 Prozent zu verbessern.
Ab 2027 wird das Nationale Krebsbekämpfungsprogramm, das unter Mitwirkung der Weltgesundheitsorganisation und internationaler Experten entwickelt wurde, schrittweise in allen Regionen umgesetzt.
Dieses Programm zielt darauf ab, das Krebsbewusstsein unter den Mitarbeitern der primären Gesundheitsversorgung zu stärken. Sie werden geschult, um frühe Anzeichen von Krebs zu erkennen und Patienten schnell an spezialisierte Einrichtungen zu überweisen.
Darüber hinaus werden klinische Leitlinien auf der Grundlage internationaler Empfehlungen eingeführt. In der Onkologie wird ein multidisziplinärer Teamansatz eingeführt, bei dem mehrere Spezialisten an der Festlegung der Diagnose und der Behandlungsstrategie für jeden Patienten beteiligt sind.
Programme zur Früherkennung der häufigsten Krebsarten werden entwickelt und schrittweise in die Praxis eingeführt. Es sind beschleunigte Diagnosepfade geplant, damit Patienten innerhalb kurzer Zeit untersucht werden und eine Diagnose erhalten können.

Besonderes Augenmerk wird auf die Modernisierung der Strahlentherapie gelegt, vor allem durch den schrittweisen Ersatz alter Kobaltgeräte durch Linearbeschleuniger und die Ausweitung des Zugangs zur Hochdosis-Brachytherapie.
Die Entwicklung der Palliativ- und Hospizversorgung wurde gesondert behandelt. Bis 2030 soll die Versorgung mit diesen Leistungen auf mindestens 80 Prozent der Bevölkerung ausgeweitet werden.
Ab dem 1. September 2026 wird das Land ein einheitliches System für Palliativ- und Hospizversorgung einführen, das medizinische und soziale Dienste integriert. Dieses System wird die Erfassung, Überweisung, Registrierung und Betreuung von Personen, die palliative Unterstützung benötigen, über eine elektronische Informationsplattform abwickeln.
Es werden mobile Palliativteams gebildet, um medizinische und soziale Dienste direkt bei den Patienten zu Hause zu erbringen. Stationäre Palliativversorgung wird sowohl durch öffentliche als auch private medizinische Einrichtungen, einschließlich Hospizen, angeboten.

Hospizeinrichtungen werden schrittweise in allen Regionen entsprechend den Bedürfnissen der Bevölkerung eingerichtet. Das Interregionale Hospiz in Taschkent wird als zentrale Organisation für die Koordinierung der Ansätze in der Palliativ- und Hospizversorgung dienen und bei der Organisation dieser Dienste in verschiedenen Regionen helfen.
Zunächst werden mobile Palliativteams im Taschkenter Bezirk Mirzo Ulugbek eingerichtet, um Palliativ- und Hospizdienste für Krebspatienten bereitzustellen. In der Region Samarkand wird ein hospizbasiertes Palliativzentrum speziell für Kinder mit schweren und unheilbaren Erkrankungen geschaffen.
Patienten, die im elektronischen Informationssystem als palliativ- und hospizpflegebedürftig registriert sind, erhalten nach einer Entscheidung der medizinischen und sozialen Expertenkommission automatisch den Behindertenstatus, ohne dass weitere medizinische Untersuchungen oder Begutachtungen erforderlich sind. Personen, die häusliche Pflege benötigen, werden über ein Gutscheinsystem mit verstellbaren Betten und Spezialmatratzen versorgt.
Darüber hinaus sind Pläne vorgesehen, palliative Pflege sowie häusliche Pflege- und Betreuungsdienste auf Mahalla-Ebene anzubieten. Darüber hinaus wird ein Familienunterstützungsdienst eingeführt, um die Angehörigen der Patienten zu unterstützen.
Die Präsentation behandelte auch Initiativen zur Verbesserung des Gesundheitssystems für Patienten mit hämatologischen und onkohämatologischen Erkrankungen.
Zwischen 2026 und 2030 ist es das Ziel, die Früherkennung dieser Krankheiten von derzeit 30–40 Prozent auf 60 Prozent zu steigern. Zudem sollen Anstrengungen unternommen werden, um die Zeit von der Diagnose bis zur Transplantation von 6 Monaten auf 3 Monate zu verkürzen.
Ziel ist es, eine vollständige Versorgung von Patienten mit hämatologischen Erkrankungen durch spezialisierte medizinische Betreuung zu erreichen und die hämatopoetische Stammzelltransplantation in den Regionen einzuführen.
In der Präsentation wurden auch Möglichkeiten zur finanziellen Unterstützung von medizinischem und Personal der Arzneimittelindustrie im öffentlichen Gesundheitswesen angesprochen. Konkret wurde vorgeschlagen, dass Mitarbeiter mit mindestens 15 Dienstjahren eine Erstattung eines Teils der jährlichen Studiengebühren ihrer Kinder sowie eines Teils der Anzahlung für eine Hypothek zum Kauf eines Eigenheims erhalten.
Das Staatsoberhaupt billigte die vorgeschlagenen Maßnahmen und erließ Anweisungen, um deren wirksame Umsetzung zu gewährleisten. Dazu gehören die Verbesserung des Zugangs zur Versorgung bei Krebs und Blutkrankheiten in allen Regionen sowie die Einführung moderner Diagnose- und Behandlungstechnologien.
UzA