ISRS: Usbekistans neue Korridore als Antwort auf globale Risiken
In seiner Rede auf der internationalen Konferenz „Usbekistan – Russland: Strategische Partnerschaft im eurasischen Raum“ in Termez und als Moderator der Sitzung „Verbindung von Nord und Süd: Transport, Logistik, Infrastruktur“ betonte Akramjon Nematov, erster stellvertretender Direktor des Instituts für strategische und regionale Studien, dass eine der Hauptprioritäten für Russland und Usbekistan darin bestehe, ein starkes Verkehrssystem und eine anpassungsfähige Infrastruktur für den internationalen Handel auf der Grundlage moderner technologischer Lösungen zu entwickeln.
Dies erfordert eine Vertiefung der Zusammenarbeit zur Steigerung der Effizienz in Transport und Logistik, die Einrichtung grenzüberschreitender Korridore mit Handels- und Industrieclustern sowie den umfassenden Einsatz digitaler und kommunikativer Technologien.
Gleichzeitig besteht die Hauptaufgabe darin, einen integrierten Produktions- und Technologieraum zu entwickeln, der gegenüber externen Turbulenzen widerstandsfähig ist.
Wie der Experte feststellte, umfasst die Umsetzung des 2025 auf Initiative von Präsident Shavkat Mirziyoyev verabschiedeten Konzepts zur Entwicklung des Transport- und Logistiksystems Usbekistans bis 2030 den Abbau von Hindernissen, die Verkürzung der Transportzeiten, die Erweiterung des Marktes für Logistikdienstleistungen und der 3PL-Anbieter, die Modernisierung der Infrastruktur sowie die Digitalisierung mit Integration in internationale Systeme.
Infolgedessen wird sich die Abfertigung von Frachtlogistik verdreifachen, der Export internationaler Transport- und Logistikdienstleistungen verdoppeln und der Transit auf 22 Millionen Tonnen steigen, während gleichzeitig die Position des Landes in globalen Rankings gestärkt wird.
Die Einführung digitaler Lösungen wird zudem für mehr Transparenz im Transportwesen sorgen, Mehrwert schaffen, die industrielle Zusammenarbeit fördern und neue Wachstumschancen entlang der Transportkorridore eröffnen.
Innerhalb dieser Architektur spielt der Knotenpunkt Termez eine entscheidende Rolle als südliches Tor und Bindeglied zwischen Zentral- und Südasien, da er die kürzeste Route zu den Häfen des Indischen Ozeans bietet.
Zusammenfassend betonte Akramjon Nematov, dass die Entwicklung eines vielseitigen, hochtechnologischen Verkehrsnetzes eine strategische Notwendigkeit für die Aufrechterhaltung der regionalen Stabilität und die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der eurasischen Region sei. Im Rahmen dieses Ziels konzentriert sich Usbekistans moderner Entwicklungsansatz auf den Aufbau eines integrierten Logistiksystems, das das Land als führenden Frachtknotenpunkt auf diesem riesigen Kontinent positionieren wird.
UzA