Innovative Lösungen zur Dekarbonisierung in öffentlichen Gebäuden und im Verkehrswesen
Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) und das Ministerium für Wirtschaft und Finanzen der Republik Usbekistan veranstalteten den Abschlussworkshop des gemeinsamen Projekts „Förderung innovativer Lösungen zur Dekarbonisierung durch den Joint Crediting Mechanism und Demonstration des Dekarbonisierungspotenzials öffentlicher Gebäude und des öffentlichen Verkehrs in Usbekistan“.
Die Veranstaltung brachte Projektdurchführende und Begünstigte zusammen, darunter den Bürgermeister der Region Syrdarja sowie Vertreter lokaler Schulen und Vorschuleinrichtungen, um Ergebnisse und gewonnene Erkenntnisse zu besprechen, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf Pilotprojekten zur Energieeffizienz lag.
Fünf Pilotinitiativen laufen derzeit im Bezirk Mirabad der Stadt Taschkent sowie in ländlichen Gemeinden der Region Syrdarja, wo im Rahmen des Projekts acht propanbetriebene Wärmepumpen und 38 Klimaanlagen in öffentlichen Einrichtungen wie einer Schule, Kindergärten und einer Poliklinik installiert wurden. Diese Modernisierungen ersetzen veraltete elektrische und kohlebasierte Systeme, wodurch der Kohleverbrauch um 115 Tonnen und die Treibhausgasemissionen um 482,3 Tonnen pro Jahr gesenkt werden.
Die auf fortschrittlichen japanischen Technologien basierenden Wärmepumpen liefern drei- bis viermal mehr Wärme pro Einheit Strom, senken die Energiekosten und verbessern den Komfort für mehr als 13.500 Nutzer, wobei Kinder im Mittelpunkt dieser Initiative stehen. Ergänzend zu diesen Bemühungen hat das Projekt auch eine verbesserte Luftqualitätsüberwachung durch eine spezielle Messstation in der Shota-Rustaveli-Straße in Taschkent eingeführt, die die Luftverschmutzungswerte erfasst und mehr als 120.000 Einwohnern in der Region zugutekommt.
„Diese Erfolge sind nicht nur technische Lösungen – sie bieten eine solide Grundlage für eine bewusstere und fundiertere Politikgestaltung. Syrdarja ist stolz darauf, eine Pilotregion zu sein, in der diese Dekarbonisierungslösungen umgesetzt, getestet und als wirksam erwiesen wurden. Wir sind bereit, den Weg zu mehr Sauberkeit und Nachhaltigkeit fortzusetzen“, sagte Azizbek Turdimurodov, Der Bürgermeister des Bezirks Syrdarja.
Ein weiterer Schwerpunkt des Workshops war die Vorstellung und Validierung der neu entwickelten nationalen Methodik Usbekistans zur Erfassung von Subventionen für fossile Brennstoffe, die im Einklang mit internationalen Praktiken konzipiert und für ausgewählte Energieträger erprobt wurde. Experten des Zentrums für Wirtschaftsforschung und Reformen (CERR) erläuterten den konzeptionellen Rahmen der Methodik, die Datenarchitektur sowie Überlegungen zu Monitoring, Reporting und Verification (MRV) und betonten deren Bedeutung für die Integration von Subventionsdaten in nationale Statistik- und Klimaberichtssysteme.
Die Teilnehmer der Veranstaltung untersuchten zudem die Ergebnisse einer wegweisenden sozioökonomischen und sektoralen Vulnerabilitätsanalyse im Zusammenhang mit potenziellen Reformen der Subventionen für fossile Brennstoffe. Die Analyse identifizierte sensible Sektoren und Bevölkerungsgruppen, lieferte Einblicke in die Risikoexposition und bot politische Empfehlungen, um sicherzustellen, dass die Subventionsreform mit den Klimaverpflichtungen Usbekistans und der langfristigen Strategie für eine emissionsarme Entwicklung im Einklang steht.
Der Workshop endete mit einem praxisorientierten Dialog, der sich auf die Stärkung der Wirkung des Projekts konzentrierte. Die Projektdurchführenden und Begünstigten waren sich einig, dass die Ergebnisse in Bereichen, in denen bereits klare Vorteile nachgewiesen wurden, ausgeweitet werden müssen. Dazu gehören modernisierte, energieeffizientere Heiz- und Kühlsysteme, die die Emissionen in Pilotgebieten der Region Syrdarja senken, sowie erweiterte Netzwerke zur Überwachung der Luftqualität und der Treibhausgasemissionen in Taschkent. Diese Bemühungen zeigen, wie gezielte technische Modernisierungen wirksam mit der Schaffung einer gesünderen Umwelt und der Eröffnung von Chancen für junge Menschen verknüpft werden können.
„Inklusivität und lokale Eigenverantwortung standen im Mittelpunkt unserer Arbeit. Dieses Projekt zeigt deutlich, welche entscheidende Rolle lokale Gemeinschaften und regionale Behörden bei der Verbesserung der Energieeffizienz und der Reduzierung von Treibhausgasemissionen in öffentlichen Gebäuden spielen, insbesondere wenn sie durch staatliche Finanzierungsmechanismen unterstützt werden“, erklärte Akiko Fujii, UNDP-Resident Representative in Usbekistan.
Die von der japanischen Regierung finanzierte Initiative hat nationale Bemühungen unterstützt, Lösungen zur Dekarbonisierung zu erproben, eine evidenzbasierte Klimapolitik zu stärken und Usbekistans Übergang zu einer nachhaltigeren Zukunft voranzutreiben.
O. Kharchenko, UzA