IAEO-Experten prüfen die nukleare Infrastruktur Usbekistans
Die Agentur „Uzatom“ führt derzeit die zweite Phase der IAEO-Mission zur integrierten Überprüfung der nuklearen Infrastruktur (INIR) durch.
Dabei wurden die Umsetzung, die Ergebnisse und die wichtigsten Prioritäten des usbekischen Programms zur Entwicklung der Kernenergie untersucht. Vertreter von „Uzatom“ und der Direktion für den Bau von Kernkraftwerken beantworteten die Fragen der IAEO-Experten ausführlich.
Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Gewährleistung der Strahlensicherheit, der Ausbau der nationalen Strominfrastruktur sowie die Ausbildung von Fachpersonal für den Nuklearsektor.
Die Überprüfung umfasste Maßnahmen zur Verbesserung der Strahlungsüberwachungssysteme, zur Stärkung der staatlichen Regulierung und Aufsicht in diesem Sektor sowie zur Modernisierung der Energieinfrastruktur. Darüber hinaus wurde die Bereitschaft des Landes erörtert, das künftige Kernkraftwerk in das nationale Energiesystem zu integrieren.
Besonderes Augenmerk wurde auf die Stärkung der personellen Kapazitäten gelegt. Die Experten bewerteten die Bemühungen zur Ausbildung von Fachkräften für den Kernenergiesektor und zur Verbesserung ihrer Qualifikationen positiv. Sie hoben hervor, dass Bildungsprogramme in Zusammenarbeit mit der IAEO sowie der Aufbau eines Nachwuchspools innerhalb spezialisierter Organisationen von erheblicher strategischer Bedeutung sind.
Ein Großteil der Diskussion drehte sich um die Einbindung der Öffentlichkeit, den Umweltschutz und die physische nukleare Sicherheit. Die öffentlichen Anhörungen im Bezirk Farish, die Bemühungen zur Sensibilisierung der Bevölkerung sowie Strategien zur Förderung der Nutzung lokaler Ressourcen beim Bau fanden großes Lob.
Die Experten würdigen die Fortschritte Usbekistans beim Ausbau seiner nuklearen Infrastruktur gemäß den IAEO-Standards, bei der Verbesserung des physischen Schutzes und beim Ausbau der internationalen Zusammenarbeit als bedeutende Erfolge.
Nasiba Ziyodullayeva, UzA