Zu den Kinderrechten in Usbekistan – auf einer Konferenz in Wien
In Vienna findet derzeit eine internationale Konferenz der OSCE-Allianz gegen Menschenhandel unter dem Titel „Der Anstieg erzwungener Kriminalität: Eine sicherheitspolitische Blindstelle angehen“ statt.
Auf der von der OSZE organisierten Veranstaltung erörtern die Teilnehmer Risiken der Einbindung in kriminelle Aktivitäten, die die globale und öffentliche Sicherheit gefährden. Es wurde festgestellt, dass insbesondere Kinder, vor allem in vulnerablen Lebenslagen, am häufigsten Opfer solcher Straftaten werden. Gleichzeitig werden sie oft nicht als Opfer, sondern als Täter wahrgenommen, was wiederum Bedingungen für die Straflosigkeit organisierter krimineller Gruppen schafft.

Die Beauftragte des Oliy Majlis der Republik Usbekistan für Kinderrechte, Surayyo Rakhmonova, informierte die Teilnehmer über die im Land umgesetzten Maßnahmen zum Schutz der Kinderrechte. Dabei wurde betont, dass Usbekistan konsequente und systematische Maßnahmen zur Verhinderung der Einbeziehung von Kindern in kriminelle Aktivitäten ergreift, die ihre Verletzlichkeit ausnutzen. So wurde eine nationale Strategie zur Bekämpfung von Drogenmissbrauch und drogenbezogener Kriminalität verabschiedet. Im Rahmen dieser Strategie wird die Einbeziehung Minderjähriger in den Konsum potenter Substanzen sowie jede drogenbezogene Straftat unter Beteiligung von Kindern als schweres Delikt eingestuft.

Zudem wurde eine strafrechtliche Verantwortung für die Verbreitung von Kinderpornografie eingeführt. Für schwere Sexualstraftaten gegen Minderjährige sind Strafen bis hin zu lebenslanger Freiheitsstrafe vorgesehen.
An der Konferenz nehmen Vertreter aus 57 Teilnehmerstaaten der OSZE sowie internationale und nichtstaatliche gemeinnützige Organisationen, Vertreter der Zivilgesellschaft, Experten und Fachleute teil.
Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Austausch bewährter Praktiken zum Schutz der Kinderrechte.
Norgul Abduraimova, UzA