Maßnahmen zur Weiterentwicklung des öffentlichen Nahverkehrssystems geprüft
Präsident Shavkat Mirziyoyev ließ sich eine Präsentation zur Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrssystems in den Regionen sowie zur Beschleunigung der Arbeiten in diesem Bereich vorlegen.
In den letzten Jahren wurden umfangreiche Anstrengungen unternommen, um der Bevölkerung bequeme, sichere und umweltfreundliche öffentliche Verkehrsmittel zur Verfügung zu stellen. Insbesondere wurden in den letzten drei Jahren 2.650 moderne Elektrobusse an die Hauptstadt und regionale Zentren ausgeliefert. Im Rahmen von Pauschalverträgen wurden insgesamt 279 Linienverbindungen eingerichtet. Zum ersten Mal wurde für diese Zwecke eine jährliche Zuweisung von rund 2 Billionen UZS aus dem Haushalt festgelegt.
Infolgedessen ist die Zahl der auf den Linien verkehrenden Busse auf 3.150 gestiegen. Die Zahl der täglichen Fahrten stieg von 18.000 im Jahr 2022 auf 45.200, und das Fahrgastaufkommen wuchs von 900.000 auf 2,3 Millionen. Dadurch wurden 4.800 neue Arbeitsplätze geschaffen.
Im Rahmen der Präsentation wurden die Aufgaben zur Entwicklung des öffentlichen Nahverkehrs erörtert. Es wurde festgestellt, dass aufgrund der beschleunigten Urbanisierung und des starken Anstiegs der Mobilitätsaktivitäten der Bevölkerung in den Vororten der Hauptstadt und in regionalen Zentren die Verkehrsintensität an den Stadteingängen um 30 Prozent zugenommen hat.

In diesem Zusammenhang wurde vorgeschlagen, den städtischen öffentlichen Nahverkehr auf ein einheitliches Agglomerationssystem umzustellen. Gleichzeitig soll das Bruttovertragsmodell auch Buslinien abdecken, die in einem Umkreis von 12 Kilometern um die Städte verkehren.
Insbesondere wurde darauf hingewiesen, dass die Organisation von Verkehrsverbindungen zwischen der Hauptstadt und den Ortschaften Nazarbek, Mineralnye Vody und Uch Qahramon in der Region Taschkent den Fahrzeugverkehr um mindestens 20 Prozent reduzieren könnte. Insgesamt sind 19 solcher Strecken in der Hauptstadt und 79 in regionalen Zentren geplant.
Um den öffentlichen Nahverkehr der Hauptstadt und den S-Bahn-Verkehr zu integrieren, wurde vorgeschlagen, praktische Tarifoptionen wie „Elektrozug – Bus“ und „Elektrozug – U-Bahn“ einzuführen.
Auch der Bedarf an einer Erneuerung der öffentlichen Verkehrsflotte in den regionalen Zentren wurde festgestellt. Schätzungen zufolge benötigen die Regionen zusätzlich 1.500 Busse mit großer und mittlerer Kapazität. In diesem Zusammenhang wurden Vorschläge unterbreitet, um den Kauf moderner Busse anzukurbeln, die finanziellen Möglichkeiten für Unternehmer zu erweitern und Kreditlinien einzurichten. Insbesondere zur Unterstützung von Unternehmern wurde vorgeschlagen, die Befreiung von der Recyclinggebühr auf Busimporte um weitere zwei Jahre zu verlängern.

In der Präsentation wurde besonderer Wert auf die Schaffung menschenwürdiger und sicherer Arbeitsbedingungen für Busfahrer gelegt. Es wurde festgestellt, dass sich die Überstunden einiger Fahrer derzeit negativ auf die Servicequalität auswirken. Im vergangenen Jahr gingen allein in der Hauptstadt 1.670 Beschwerden aus der Bevölkerung bezüglich des Fahrerverhaltens und des Service ein. Darüber hinaus wurden 109 busbezogene Verkehrsunfälle registriert.
In diesem Zusammenhang wurden Maßnahmen zur Verbesserung des Bruttovertrags-Systems, zur Erhöhung der Fahrerzahl pro Bus von 2 auf 3, zur Stärkung der Verkehrssicherheitsmaßnahmen und zur Verbesserung der Servicekultur festgelegt.
In jeder Region wurden Leitstellen eingerichtet, um das Arbeitsvolumen und die Qualität im öffentlichen Nahverkehr zu bewerten. Infolgedessen werden nun 90 Prozent der Fahrten streng nach Fahrplan durchgeführt.
Nun wurde vorgeschlagen, in diesen Leitstellen Technologien der künstlichen Intelligenz einzusetzen, um den Busbetrieb entsprechend dem Fahrgastaufkommen zu organisieren. Dadurch wird es möglich sein, die Kosten für die Beförderung eines Fahrgastes um 10 bis 15 Prozent zu senken.

Der Staatschef wies darauf hin, dass die Entwicklung des öffentlichen Nahverkehrs nicht nur dicht besiedelte Städte, sondern auch touristische Zentren umfassen sollte.
Ausgehend von den Zielen, Samarkand und Namangan zu Millionenstädten auszubauen, wurden Anweisungen erteilt, konkrete Masterpläne zur Erweiterung moderner umweltfreundlicher Verkehrswege für Einwohner und Touristen in diesen Regionen zu entwickeln.
Es wurde festgestellt, dass sich die Zahl der Touristen, die die Stadt Khiwa besuchen, in den letzten Jahren verdreifacht hat, wodurch der Bedarf an bequemen öffentlichen Verkehrsmitteln stark gestiegen ist. In diesem Zusammenhang wurde darauf hingewiesen, dass Programme zur Entwicklung des öffentlichen Nahverkehrs in wichtigen Tourismuszentren wie Khiwa, Shakhrisabz, Margilan und Kokand auf den Weg gebracht werden sollten.
UzA