Kasachstan verabschiedet eine neue Verfassung
Der kasachische Präsident Kassym-Jomart Tokayev unterzeichnete ein Dekret zur Umsetzung der neuen Verfassung des Landes. Dies teilte der Pressedienst der Regierung mit.
Die offizielle Unterzeichnungszeremonie fand am 17. März statt. Der Staatschef unterzeichnete das erneuerte Grundgesetz und genehmigte das Dekret „Über Maßnahmen zur Umsetzung der am 15. März 2026 verabschiedeten Verfassung der Republik Kasachstan“. Das neue Grundgesetz des Landes soll am 1. Juli 2026 in Kraft treten.
Nach offiziellen Angaben der Zentralen Referendumskommission stimmten 7.954.667 Bürger für die erneuerte Verfassung, was 87,15 % der Wähler entspricht.
Die Änderungen betrafen etwa 84 % des Textes des Grundgesetzes. Zu den wichtigsten Neuerungen zählen die Einführung des Amtes des Vizepräsidenten, der Übergang zu einem Einkammerparlament – dem Kurultai – sowie die Einrichtung eines beratenden Gremiums – des Volksrats von Kasachstan.
Zudem wurden die Anforderungen an Präsidentschaftskandidaten aktualisiert: Sie müssen nun über mindestens fünf Jahre Erfahrung im öffentlichen Dienst oder in einem gewählten Amt verfügen. Die Bestimmung über eine einzige Amtszeit des Präsidenten bleibt in Kraft.
Die Verfassung enthält zudem Bestimmungen zu den Rechten und Freiheiten der Bürger, zum Schutz personenbezogener Daten, zum Status von Sprachen und Religion sowie zur Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau. Besondere Aufmerksamkeit wird Fragen internationaler Verträge, besonderer Rechtsordnungen in Regionen und der Gewährleistung der Transparenz ausländischer Finanzierungen für Organisationen gewidmet.
Aziza Alimova, UzA