Einlagensicherungsagentur und IWF erörtern Verbesserungen des Einlagensicherungssystems
Bei der Einlagensicherungsagentur fand ein Treffen mit einer Delegation der Abteilung für Finanzpolitik des IWF statt, um die Weiterentwicklung des Einlagensicherungssystems, die Gewährleistung seiner finanziellen Tragfähigkeit und die Verbesserung der Risikomanagementmechanismen zu erörtern.
An dem Treffen nahmen Ulugbek Khamdamov, Exekutivdirektor der Einlagensicherungsagentur, Amanda Sayegh, Missionsleiterin des IWF und leitende Ökonomin in der Abteilung für Fiskalpolitik, Yannick Vel, Regionalberater für öffentliche Finanzverwaltung und fiskalische Risiken, Magdalena Tomczynska-Smith, leitende Expertin für öffentliche Finanzverwaltung (PFM), sowie Vertreter der Agentur teil.
Die IWF-Delegation wurde über den aktuellen Stand der Aktivitäten der Agentur und die wichtigsten Kennzahlen des Einlagensicherungssystems sowie über die Änderungen informiert, die nach der Verabschiedung des Gesetzes der Republik Usbekistan „Über Garantien zum Schutz von Bankeinlagen“ vorgenommen wurden.
Insbesondere erörterten die Parteien den erweiterten Geltungsbereich des Einlagensicherungssystems und die wesentlichen Unterschiede zwischen dem bisherigen und dem neuen Modell. Es wurde festgestellt, dass das neue System nicht nur Einlagen von Privatpersonen, sondern auch von Einzelunternehmern und juristischen Personen garantiert, einen klaren Mechanismus für Entschädigungszahlungen festlegt und eine schrittweise Verkürzung der Frist vorsieht, innerhalb derer Einleger Zugang zu Entschädigungszahlungen erhalten.
Besonderes Augenmerk wurde auf die finanzielle Tragfähigkeit des Einlagensicherungsfonds gelegt. Die Parteien erörterten das Volumen der Garantieverpflichtungen, den Umfang, in dem die Mittel des Fonds diese abdecken, die Struktur seiner Vermögenswerte, die Finanzierungsquellen sowie die Mechanismen zur Aufrechterhaltung des erforderlichen Liquiditätsniveaus.
Die Teilnehmer diskutierten zudem die Anlagepolitik und das Ressourcenmanagement des Fonds. Insbesondere befassten sich die Teilnehmer mit Ansätzen zur Anlage von Mitteln in hochliquide, risikoarme Finanzinstrumente sowie mit der Bewertung von Markt-, Zins-, Liquiditäts- und Konzentrationsrisiken innerhalb des Anlageportfolios.
Ein weiterer Diskussionsschwerpunkt betraf das System zur Bewertung und Steuerung der mit den Garantieverpflichtungen verbundenen Risiken. Vertreter der Agentur erläuterten den Einsatz von Stresstests, Szenariomodellen und risikobasierten Ansätzen zur Bewertung der Widerstandsfähigkeit des Bankensystems.
Die Teilnehmer tauschten sich zudem über die Transparenz des Einlagensicherungssystems, die Finanzberichterstattung der Agentur sowie die Praktiken zur Information der Öffentlichkeit aus.
Der IWF-Delegation wurden zudem die praktischen Erfahrungen der Agentur bei der Auszahlung von Entschädigungen an Einleger vorgestellt, einschließlich der organisatorischen und finanziellen Mechanismen, die im Falle eines Garantieereignisses zum Tragen kommen.
Im Anschluss an das Treffen vereinbarten die Parteien, die Zusammenarbeit fortzusetzen und Erfahrungen über den institutionellen Ausbau des Einlagensicherungssystems, die Stärkung seiner finanziellen und operativen Widerstandsfähigkeit, die Verbesserung der Risikomanagementmechanismen sowie die Erhöhung der Transparenz auszutauschen.
Aziza Alimova, UzA