Die GUS plant die Verabschiedung eines Konzepts für einen gemeinsamen Migrationsraum
In den Ländern der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) ist für das Jahr 2026 die Verabschiedung eines Konzepts für einen gemeinsamen Migrationsraum geplant, das die Migrationsprozesse in der Region regeln soll. Dies teilte der Generalsekretär der GUS, Sergej Lebedew, in einem Interview mit RIA Novosti mit.
Seinen Angaben zufolge befindet sich die Abstimmung der neuen Fassung des Dokuments in der Endphase. Die Annahme des Konzepts soll die Bildung einheitlicher Ansätze zur Regulierung der Migrationsprozesse ermöglichen und ein gemeinsames Verständnis der Migrationspolitik innerhalb der Gemeinschaft fördern.
„Die für 2026 geplante Verabschiedung des Konzepts wird zur Ordnung der legalen Migration beitragen und den Kampf gegen illegale Migration verstärken“, betonte Sergej Lebedew.
Er hob hervor, dass die Entwicklung einer abgestimmten Migrationspolitik innerhalb der GUS zu den vorrangigen Kooperationsbereichen zählt und unter Berücksichtigung globaler Migrationstrends erfolgt. Innerhalb der Gemeinschaft wurde bereits ein rechtlicher Rahmen geschaffen, der weiterhin aktualisiert wird und die Migrationsprozesse sowie sozial-arbeitsrechtliche Fragen regelt.
Gesondert ging der Generalsekretär auf die Rolle Russlands bei der Regulierung der Migration im GUS-Raum ein. Seinen Worten zufolge werden vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Lage gesetzgeberische Maßnahmen ergriffen, die darauf abzielen, die Attraktivität der Arbeitsmigration zu erhalten und zugleich die nationale Sicherheit zu gewährleisten.
Insbesondere wurde ein neues Konzept der staatlichen Migrationspolitik der Russischen Föderation für die Jahre 2026–2030 verabschiedet. Das Dokument wurde am 15. Oktober 2025 vom Präsidenten des Landes, Wladimir Putin, unterzeichnet und legt die grundlegenden Ziele und Prinzipien der Regulierung der Migrationsprozesse fest, einschließlich der Einreise, des Aufenthalts und der Ausreise ausländischer Staatsangehöriger. Zu den zentralen Aufgaben zählen die Verringerung der Zahl illegaler Migranten sowie die Anwerbung qualifizierter Fachkräfte zur Deckung des Bedarfs der Wirtschaft.
Aziza Alimova, UzA