Deutsches Auswärtiges Amt: „Die Bedeutung Zentralasiens für Deutschland nimmt weiter zu“
Am 16. und 17. April dieses Jahres findet in Khiwa das Expertenforum „Zentralasien – Deutschland“ zum Thema „Strategische Partnerschaft in einer sich wandelnden Welt“ statt.
Niklas Wagner, Beauftragter des deutschen Auswärtigen Amtes für Osteuropa, den Kaukasus und Zentralasien, sprach während der Konferenz zu den Teilnehmern. Er betonte, dass Zentralasien für Deutschland und die Europäische Union zunehmend an Bedeutung gewinne.
Der Vertreter des deutschen Auswärtigen Amtes erinnerte daran, dass die Gipfeltreffen Deutschland–Zentralasien 2023 in Berlin und 2024 in Astana stattfanden. Zudem fand vor zwei Monaten in Berlin das erste 5+1-Ministertreffen unter Beteiligung der Außenminister der Länder der Region statt. „Wir hoffen, dass es in diesem Jahr ein weiteres Gipfeltreffen in der Region geben wird“, betonte er.
Unabhängig davon betonte Niklas Wagner das Interesse Berlins am Ausbau der wirtschaftlichen Zusammenarbeit. Seiner Ansicht nach sind Deutschland und die EU vielversprechende Exportmärkte für die zentralasiatischen Länder, was dem Wunsch der Region nach einer Diversifizierung ihrer wirtschaftlichen Beziehungen entspricht.
In diesem Zusammenhang wies er auf die Bedeutung weiterer Maßnahmen zur Schaffung günstiger Bedingungen für internationale Investoren hin. Dabei gehe es um Rechtsstaatlichkeit, wirtschaftliche Transparenz und die Verbesserung der Gesetzgebung zur Korruptionsbekämpfung.
Der Vertreter der deutschen Seite konzentrierte sich auf den Energiesektor. Seiner Ansicht nach ist Deutschland bereit, seine Erfahrungen im Bereich der erneuerbaren Energien weiterzugeben und gemeinsam an der Stärkung der Energiesicherheit Zentralasiens zu arbeiten.
Niklas Wagner würdigte zudem ausdrücklich die Bemühungen der Länder der Region, die intraregionale Zusammenarbeit auszubauen. Er stellte fest, dass das Format der jährlichen Konsultativtreffen der Staatschefs Zentralasiens zu einem wirksamen Mechanismus der Interaktion geworden sei. Diese Plattform trage dazu bei, die Koordinierung in den Bereichen Sicherheit, nachhaltige Entwicklung, Wasserressourcenmanagement und Klimaschutz zu vertiefen.
Zusammenfassend betonte der Redner, dass die sich entwickelnde strategische Partnerschaft zwischen Deutschland und Zentralasien „kein Selbstzweck ist. Es handelt sich um einen fortlaufenden Prozess, der darauf abzielt, konkrete Ergebnisse und Fortschritte im Interesse beider Seiten zu erzielen“.
UzA