Taschkent wird zur Plattform für den globalen Dialog über Migration
In Taschkent findet das Internationale Migrationsforum zum Thema „Sozialer und rechtlicher Schutz von Arbeitsmigranten und ihren Familienangehörigen“ statt, das von der Migrationsbehörde des Ministerkabinetts der Republik Usbekistan in Zusammenarbeit mit der Internationalen Organisation für Migration (IOM) organisiert wird.
Rund 600 Vertreter aus mehr als 40 Ländern nehmen an der Veranstaltung teil.
Bei der Eröffnungszeremonie wurde eine Videoansprache von Amy Pope, Generaldirektorin der Internationalen Organisation für Migration, an die Forumsteilnehmer gezeigt.
Der Direktor der Migrationsbehörde beim Ministerkabinett der Republik Usbekistan, Bekhzod Musayev, wies darauf hin, dass das Land konsequent Maßnahmen zur Förderung der beruflichen Bildung und Sprachausbildung sowie zur Verbesserung der Mechanismen für die organisierte Arbeitsmigration umsetzt, damit die Bürger Usbekistans, wo auch immer sie sich befinden, durch ihr Wissen, ihre Arbeit und ihr Verantwortungsbewusstsein einen würdigen Platz in der Gesellschaft sichern können.
Laut dem Bericht der Internationalen Organisation für Migration aus dem Jahr 2026 gibt es weltweit etwa 304 Millionen internationale Migranten, von denen 168 Millionen Arbeitsmigranten sind. Sie leisten einen bedeutenden Beitrag zur Weltwirtschaft und zum Arbeitsmarkt. Das Volumen der Überweisungen, die Migranten an ihre Familien senden, beläuft sich auf etwa 905 Milliarden US-Dollar.
Im Rahmen des Forums diskutierten Vertreter von Regierungen, UN-Organisationen, dem Privatsektor und der Zivilgesellschaft über die Erweiterung legaler Migrationskanäle, die Förderung der Grundsätze einer geordneten Migrationssteuerung, den Schutz der Rechte von Migranten und die Stärkung der internationalen Zusammenarbeit in diesem Bereich.
Besondere Aufmerksamkeit galt neuen globalen Herausforderungen, insbesondere den Auswirkungen des Klimawandels auf die Bevölkerungsmobilität.
Es wurde betont, dass Usbekistan, das mit mehr als 38 Millionen Einwohnern bevölkerungsreichste Land Zentralasiens, eine der jüngsten Bevölkerungsstrukturen in der Region aufweist. Derzeit arbeiten etwa 1,2 Millionen Bürger des Landes offiziell im Ausland.
Im Rahmen des zweitägigen Forums sollen etwa 20 Vereinbarungen zwischen internationalen Arbeitgebern und der Migrationsbehörde unterzeichnet werden, um ein nachhaltiges, transparentes und für beide Seiten vorteilhaftes System der Arbeitskräftemobilität zu entwickeln.
Ebenfalls im Rahmen der Veranstaltung fand die Eröffnungsfeier des internationalen Zentrums für Sprach- und Berufsausbildung „Intil“ statt, das sich auf die Ausbildung usbekischer Staatsbürger in modernen Berufen und Fremdsprachen für eine Beschäftigung im Ausland spezialisiert hat.
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Guzal Sattorova, UzA