RISE Research: Usbekistans Venture-Markt hat sich innerhalb von drei Jahren mehr als verelfacht
Das Analyseunternehmen RISE Research hat eine Studie zum zentralasiatischen Venture-Markt für das Jahr 2025 veröffentlicht. Die Präsentation fand in Taschkent im Rahmen des 5. Central Eurasian Venture Forum statt, an dem rund 800 Teilnehmer teilnahmen – Investoren, Unternehmer, Führungskräfte und Vertreter von Fonds aus der Region und darüber hinaus.
Der Studie zufolge erreichte das Volumen des usbekischen Venture-Marktes im Jahr 2025 99,3 Millionen US-Dollar, einschließlich der Mega-Finanzierungsrunde von Uzum in Höhe von 65,5 Millionen US-Dollar. Ohne diesen Deal belief sich die Summe auf 33,8 Millionen US-Dollar – 11,3-mal mehr als im Jahr 2022, als das Marktvolumen auf 3 Millionen US-Dollar geschätzt wurde.
„Fast jedes fünfte Start-up in Zentralasien zieht Risikokapital an. Dieses Niveau ist mit führenden globalen Ökosystemen vergleichbar. Die Dichte der finanzierten Unternehmen bleibt jedoch gering – etwa 4,6 pro 1 Million Einwohner –, was das Wachstumspotenzial des Ökosystems einschränkt“, erklärte Ainur Zhanturina, CEO von RISE Research.
Nach Sektoren dominieren E-Commerce und Marktplätze mit einem Anteil von 40 % am eingeworbenen Kapital – hauptsächlich aufgrund großer Transaktionen. Es folgen Fintech (13 %) und Unternehmenssoftware (12 %). Gleichzeitig führt das Segment Unternehmenssoftware beim Transaktionsvolumen (24 %), was auf eine starke Frühphasenaktivität im B2B-Sektor hindeutet.
Das Investitionsumfeld in Usbekistan konzentriert sich in erster Linie auf Frühphasenfinanzierungen. Daher belaufen sich 83 % aller Transaktionen auf bis zu 200.000 US-Dollar, während Transaktionen im Bereich von 200.000 bis 500.000 US-Dollar nur 11 % ausmachen. Der Großteil der Finanzierungen im Jahr 2025 konzentrierte sich auf die Pre-Seed- und Seed-Phasen und legte damit den Grundstein für die Entstehung reiferer Startups in der Zukunft.
Lokale Investoren spielen eine entscheidende Rolle für das Marktwachstum und stellen 85 % des Risikokapitals. Internationale Investitionen erfolgen in erster Linie über etablierte ausländische Fonds.
„Im Jahr 2025 zeigte der Risikokapitalmarkt in Zentralasien Anzeichen von Wachstum: Die Zahl der Start-ups stieg, lokale Investoren wurden aktiver und das Interesse internationaler Fonds verstärkte sich. Die Entwicklung von Accelerators, Bildungsprogrammen und lokalen Fonds schafft eine Grundlage für nachhaltiges Wachstum und die Entstehung von Technologieunternehmen mit regionalem und globalem Potenzial“, betonte Dilshod Khashimov, CEO von UzVC.
Auch in der Struktur der Fonds gab es bedeutende Veränderungen: Im Jahr 2025 traten sieben neue Venture-Akteure in den usbekischen Markt ein – Yoshlar Ventures, X-Togo, United Ventures, SQB Ventures, Imkon Ventures, Sarmo Ventures und Asaka Pharm Ventures. Die Erweiterung der Investorenlandschaft – von Bankinstituten bis hin zu unabhängigen Fonds – zeigt die Bildung einer breiteren Basis an lokalem Kapital.
Aziza Alimova, UzA