Maßnahmen zur Ausbildung von wissenschaftlichem Personal und zur Förderung der wissenschaftlichen Entwicklung erörtert
Präsident Shavkat Mirziyoyev prüfte Vorschläge zur Verbesserung des Systems zur Ausbildung von wissenschaftlichem Personal und zur Steigerung der Effektivität wissenschaftlicher Aktivitäten.
In den letzten Jahren hat Usbekistan umfassende Reformen durchgeführt, um die Wissenschaft umfassend zu fördern und ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Infolgedessen haben die wissenschaftliche Aktivität, die Zahl der Veröffentlichungen in internationalen Fachzeitschriften und der Anteil der in hochrangigen Zeitschriften veröffentlichten Forschungsarbeiten stetig zugenommen.

Gleichzeitig bleiben die weitere Verbesserung der Ausbildungsqualität für wissenschaftliches Personal, die Stärkung der praktischen Relevanz der Forschung, die Festigung der Grundsätze der akademischen Integrität sowie die Modernisierung des Verwaltungssystems in diesem Bereich, um den heutigen Anforderungen gerecht zu werden, zentrale Prioritäten.
In diesem Zusammenhang wurden Maßnahmen erörtert, um das System zur Ausbildung hochqualifizierter wissenschaftlicher und akademisch-pädagogischer Fachkräfte auf ein neues Niveau zu heben.
Besondere Aufmerksamkeit galt der Ausbildung von wissenschaftlichem Personal in vorrangigen Bereichen, die für die langfristige wissenschaftliche und technologische Entwicklung des Landes von entscheidender Bedeutung sind, darunter künstliche Intelligenz, erneuerbare Energien, Ernährungssicherheit, Medizin, Wasserressourcen, neue Materialien und Seismologie. In diesem Zusammenhang wurden Vorschläge zur Einführung eines neuen Fördersystems für Forscher unterbreitet.

Konkret ist geplant, die Stipendien für Doktoranden in vorrangigen Bereichen um das 1,7-Fache zu erhöhen und zusätzliche jährliche Mittel für die Anschaffung von Geräten und Reagenzien bereitzustellen, die für die wissenschaftliche Forschung erforderlich sind.
Es wurden auch Vorschläge unterbreitet, die Rechenschaftspflicht wissenschaftlicher Betreuer zu stärken und die Mechanismen zur Anreizschaffung für ihre Arbeit zu verbessern. Insbesondere ist geplant, ein System zusätzlicher Belohnungen für Betreuer erfolgreich verteidigter Dissertationen einzuführen, wobei deren Indikatoren für internationale wissenschaftliche Aktivitäten berücksichtigt werden sollen.

Als weiterer wichtiger Bereich wurden neue Ansätze vorgeschlagen, um die Aktivitäten der Höheren Beglaubigungskommission grundlegend zu verbessern.
Diese Maßnahmen sehen vor, die Aktivitäten der Kommission innerhalb des Systems der Akademie der Wissenschaften zu organisieren, die Rechenschaftspflicht der wissenschaftlichen Räte zu erhöhen und ein ratingbasiertes Bewertungssystem für deren Leistung einzuführen.
Darüber hinaus wurden Vorschläge unterbreitet, übermäßige bürokratische Verfahren durch die vollständige Digitalisierung der Prozesse zur Verleihung akademischer Grade zu reduzieren. Insbesondere soll das Verfahren zur Verteidigung von Dissertationen durch die Digitalisierung um 50 Prozent verkürzt werden.
Dementsprechend ist geplant, mehrere überflüssige Anforderungen abzuschaffen, die mit dem Druck großer Dokumentenmengen, der Erstellung umfangreicher Dissertationszusammenfassungen und der Durchführung wiederholter Dissertationsdiskussionen verbunden sind. Diese Maßnahmen sollen günstigere Bedingungen für Forscher schaffen und gleichzeitig Zeit- und Kostenaufwand reduzieren.
Um die Integration von Wissenschaft und Realwirtschaft zu stärken, wurden zudem Vorschläge zur Einführung der Programme „Projektbasierter akademischer Grad“ und „Praxisorientiertes Doktorat“ unterbreitet, die es Forschern ermöglichen, durch angewandte wissenschaftliche Projekte einen Doktortitel zu erwerben.
Im Rahmen dieser Ansätze werden Doktorarbeiten auf der Grundlage der praktischen Bedürfnisse von Industrie und Wirtschaft erarbeitet. Die wissenschaftliche Forschung wird in Zusammenarbeit mit Unternehmen der Realwirtschaft durchgeführt, wobei der praktischen Umsetzung der Forschungsergebnisse besondere Aufmerksamkeit gewidmet wird.
Vorschläge zur Verbesserung des Systems zur Finanzierung und Auswahl wissenschaftlicher Projekte wurden ebenfalls geprüft.
Es ist geplant, internationale Experten in diesen Prozess einzubeziehen, ein auf modernen digitalen Technologien basierendes Projektbewertungssystem einzuführen und die Transparenz und Effizienz der wissenschaftlichen Forschungsfinanzierung zu verbessern.
Gleichzeitig erfordert das rasante Wachstum der wissenschaftlichen Aktivitäten eine weitere Stärkung der Mechanismen zur Qualitätskontrolle in der Forschung, die Einhaltung der Grundsätze der akademischen Integrität sowie die Verbesserung der internen Instrumente zur wissenschaftlichen Aufsicht.
In diesem Zusammenhang wurden Vorschläge unterbreitet, ein einheitliches digitales System zur Überwachung der wissenschaftlichen Aktivitäten von Forschern einzuführen, die Standards der wissenschaftlichen Ethik zu verbessern und wirksame Mechanismen zur Sicherung der Forschungsqualität zu etablieren.
Im Mittelpunkt der Diskussion stand auch der Ausbau der Zusammenarbeit mit erfahrenen Landsleuten, die im Ausland tätig sind.
Insbesondere wurde vorgeschlagen, einen wissenschaftlichen Beirat einzurichten, der Empfehlungen zur Förderung des Wissenschaftssektors ausarbeitet, dabei auf internationale Erfahrungen zurückgreift, die Kultur der wissenschaftlichen Forschung stärkt und moderne methodische Standards verbessert.
Der Staatschef betonte, wie wichtig es sei, die vorgeschlagenen Initiativen gründlich auszuarbeiten, den Wissenschaftsbereich und das System zur Ausbildung von wissenschaftlichem Personal an moderne Anforderungen anzupassen sowie die Qualität der wissenschaftlichen Forschung zu verbessern.
Die zuständigen Beamten erhielten entsprechende Anweisungen.
UzA