Chinas Erfahrung: Der Realsektor als Faktor für nachhaltige Entwicklung
Angesichts der rasanten Veränderungen auf der geopolitischen Bühne und des Wandels der globalen Marktbedingungen wird die Unterstützung des Realsektors zu einer zentralen Ausrichtung der staatlichen Politik.
Die Erfahrungen Chinas in diesem Bereich zeichnen sich durch Beständigkeit und einen strategischen Ansatz aus.
Auf der Tagung des Nationalen Volkskongresses 2019 betonte Xi Jinping, dass es eine gemeinsame Verantwortung sei, sich mit Fleiß und vollem Engagement für den Realsektor einzusetzen. In den folgenden Jahren wurde diese Idee zu einem Grundprinzip der Wirtschaftspolitik des Landes.
Die in der Provinz Fujian entstandene „Jinjiang-Erfahrung” spielt eine wichtige Rolle für die Entwicklung des privaten Wirtschaftssektors in China. Sie basiert auf langfristigem strategischem Denken, Produktionsdisziplin und der tiefgreifenden Verfeinerung bestimmter Produkttypen.

Seit Jahrzehnten erschließen lokale Unternehmer globale Märkte, indem sie die Qualität „eines Paares Schuhe” oder „eines Kleidungsstücks” verbessern. Dabei geht es nicht um das Streben nach schnellem Profit, sondern um die Wahl einer Strategie für die nachhaltige Entwicklung der Industrie. Das direkte Ergebnis einer solchen konsequenten Politik war die Schaffung von Industrieclustern, die Einführung innovativer Technologien und die Produktion exportorientierter Güter. Dieser Ansatz hat den realen Sektor zur Hauptrichtung der Wirtschaft gemacht.
In den letzten Jahren hat Chinas verarbeitende Industrie stetige Wachstumsraten verzeichnet. Während der Umsetzung des 14. Fünfjahresplans für die sozioökonomische Entwicklung des Landes (2021-2025) bestätigte der konsequente Anstieg der Wertschöpfung der Industrie, dass sich der Realsektor als zuverlässige Säule der nationalen Entwicklung gefestigt hat.
Wie Xi Jinping betonte, bleibt der Realsektor unabhängig vom Stadium der wirtschaftlichen Entwicklung die Grundlage für die Wettbewerbsfähigkeit des Landes. Daher wurden im 15. Fünfjahresplan für die sozioökonomische Entwicklung (2026-2030) die Schaffung eines modernen Industriesystems, die Intellektualisierung der Produktion und die beschleunigte Modernisierung der Umwelt als vorrangige Aufgaben festgelegt.
Besondere Aufmerksamkeit wird der Tatsache gewidmet, dass strategische Entscheidungen nicht nur auf dem Papier stehen bleiben, sondern durch Besuche in den Regionen und praktische Analysen an den Produktionsstandorten bekräftigt werden.

Usbekistan setzt auch konsequent Reformen um, die auf die Diversifizierung der Industrie, die Schaffung von Produkten mit hoher Wertschöpfung und die Erhöhung des Anteils exportorientierter Produkte abzielen. Die Entwicklung des Realsektors ist zu einer der vorrangigen Richtungen der Wirtschaftspolitik des „Neuen Usbekistan” geworden.
Die Beziehungen zwischen Usbekistan und China haben das Niveau einer strategischen Partnerschaft erreicht. Gemeinsame Projekte werden in den Bereichen industrielle Zusammenarbeit, grüne Energie, Maschinenbau sowie Chemie- und Textilindustrie umgesetzt. Unternehmen mit chinesischer Beteiligung tragen zur zunehmenden Lokalisierung und zur Einführung neuer Technologien bei.
Wie die Erfahrungen Chinas zeigen, gewährleisten die konsequente Entwicklung der Industrie, die Unterstützung des Privatsektors und die technologische Modernisierung nachhaltige Wachstumsraten. Dies schafft eine solide Grundlage für die Vertiefung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern.
Das auf dem realen Sektor basierende Entwicklungsmodell erweist sich selbst unter den Bedingungen globaler Instabilität als wirksam. Wie in China zu sehen ist, gewährleistet die Kombination aus strategischer Planung, politischem Willen und Produktionsdisziplin wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit.
Für Usbekistan hat diese Erfahrung eine große praktische Bedeutung auf dem Weg zur industriellen Modernisierung und zur Erlangung einer höheren Position in den globalen Wertschöpfungsketten. Eine für beide Seiten vorteilhafte Zusammenarbeit im realen Sektor wird dazu beitragen, die Wirtschaftsbeziehungen zwischen den beiden Ländern auf eine neue Ebene zu heben.
Nilufar Bozorova, UzA