Usbekistan und Lettland starten ein Projekt zur Förderung der Beschäftigung im ländlichen Raum
Das Ministerium für Beschäftigung und Armutsbekämpfung der Republik Usbekistan führt gemeinsam mit der Europäischen Union ein Projekt zur Stärkung des wirtschaftlichen Potenzials und der Effizienz von Hausgärten und Dehkan-Betrieben in Usbekistan durch.

Dildora Otajonova, Beraterin des Ministeriums für Beschäftigung und Armutsbekämpfung in Fragen des Agrarexports, merkte an, dass Genossenschaften dazu beitragen können, Produkte von Dehkan-Betrieben und Hausgärten auf ausländischen Märkten wettbewerbsfähig zu machen.
„Das ist für uns besonders relevant“, sagt D. Otajonova. „Mehr als 5,2 Millionen Familien in Usbekistan bauen landwirtschaftliche Erzeugnisse an. Die meisten Erzeuger bewirtschaften kleine Parzellen und haben Schwierigkeiten bei der Verarbeitung, Lagerung, Verpackung und dem Export ihrer Produkte, was ihr Einkommen einschränkt. Wenn sich mehrere kleine Betriebe zu Genossenschaften zusammenschließen, können sie Maschinen, Infrastruktur, Logistik und andere Ressourcen gemeinsam nutzen. Dies schafft günstigere Bedingungen für den Export ihrer Produkte. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass der Verkauf großer Produktmengen erheblich einfacher und rentabler ist als der Verkauf kleiner Mengen von einzelnen Betrieben.“

Genossenschaften haben es zudem leichter, Kredite und Fördermittel zu erhalten, da Finanzinstitute lieber mit stabilen Verbänden zusammenarbeiten als mit einzelnen Kleinbetrieben.
Ein weiterer wichtiger Vorteil ist der Wissensaustausch: Genossenschaftsmitglieder übernehmen moderne landwirtschaftliche Technologien und effiziente Anbaumethoden schneller.
Nach Schätzungen von Experten könnte der Ausbau des Genossenschaftssystems in den Regionen die Exporteinnahmen der Dehkan-Betriebe um mindestens 25 Prozent steigern.

Das Projekt bietet Mentoring-Unterstützung, Studienreisen nach Lettland und Startzuschüsse. Es ist auf drei Jahre angelegt und verfügt über ein Gesamtbudget von 2.617.545 Euro. Die Zentrale Finanz- und Vergabestelle der Republik Lettland (CFCA) und das Lettische Zentrum für ländliche Beratung und Ausbildung (LLKC) werden die technische Umsetzung des Projekts sicherstellen, einschließlich Schulungen, Genossenschaftsaufbau, Mentoring, Studienreisen und der Einbringung von europäischem Fachwissen in den Bereichen landwirtschaftliche Beratung und Genossenschaftsmanagement.
Sanjar Toshpulatov, UzA