OSZE-Fortbildung stärkt die Kompetenzen von Richtern im Bereich Menschenrechte in Usbekistan
Der OSZE-Projektkoordinator in Usbekistan führte in Zusammenarbeit mit dem Obersten Gerichtshof der Republik Usbekistan eine Reihe von Fortbildungskursen für Ermittlungsrichter in Khiwa und Samarkand durch, die der Verbesserung der beruflichen Kompetenzen und praktischen Fähigkeiten beim Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten dienten. Die Veranstaltungen fanden vom 27. bis 28. April in Khiwa und vom 30. April bis 1. Mai in Samarkand statt.
An der Schulung nahmen Richter aus Bukhara, Khorezm, Samarkand und Karakalpakstan teil. Sie bot eine Plattform zur Stärkung ihrer Fähigkeit, Menschenrechtsstandards einzuhalten, Beweise effektiv zu bewerten und faire, gut begründete gerichtliche Entscheidungen zu treffen.
Unter der Leitung von zwei internationalen Justizfachleuten verbanden die Kurse praktische Fallstudien, interaktive Diskussionen und Sitzungen zum Erfahrungsaustausch. Die Teilnehmer befassten sich mit internationalen Menschenrechtsstandards und lernten, diese im nationalen Kontext anzuwenden, während sie gleichzeitig bewährte Verfahren aus anderen Ländern untersuchten.
Eine der internationalen Expertinnen, Claudia Fenz, teilte ihre Eindrücke von der Schulung mit und lobte das hoch engagierte und aufmerksame Publikum sowie dessen aufschlussreiche Diskussionen. Sie hob zudem die Bedeutung einer kontinuierlichen juristischen Fortbildung für den wirksamen Schutz der Grundfreiheiten hervor und betonte, dass die Stärkung der Kompetenzen von Ermittlungsrichtern eine Schlüsselrolle bei der Wahrung von Fairness, Rechtmäßigkeit und dem Vertrauen der Öffentlichkeit in das Justizsystem spiele.
Das Programm legte besonderen Schwerpunkt auf den Schutz schutzbedürftiger Gruppen und die Prävention von Gewalt, einschließlich Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Durch praktische Übungen konnten die Teilnehmer das neu erworbene Wissen sofort auf reale Szenarien anwenden.
UzA