Menschenrechte im Zeitalter des digitalen Wandels
Auf Initiative des Beauftragten für Menschenrechte (Ombudsmann) des Oliy Majlis der Republik Usbekistan fand in Taschkent in Zusammenarbeit mit dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP), dem OSZE-Projektkoordinator in Usbekistan und der Konrad-Adenauer-Stiftung in Usbekistan eine internationale Konferenz zum Thema „Menschenrechte im Kontext des digitalen Wandels: Zeitgemäße Ansätze“ statt.
Im Mittelpunkt des internationalen Forums, das anlässlich des 35. Jahrestags der Unabhängigkeit Usbekistans stattfand, standen moderne Strategien zum Schutz der Menschenrechte und Freiheiten im Zeitalter der digitalen Transformation. Dabei ging es unter anderem um den Austausch bewährter internationaler Praktiken und die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen nationalen Menschenrechtsinstitutionen und globalen Organisationen.

An der Veranstaltung nahmen Vertreter von Ombudsstellen, nationalen Menschenrechtsgremien und internationalen Organisationen aus über 25 Ländern teil, darunter Griechenland, Georgien, Spanien, Italien, Kasachstan, Katar, Kirgisistan, Malaysia, Ägypten, Aserbaidschan, Pakistan, Russland, die Slowakei, Thailand, Tadschikistan, die Türkei, Turkmenistan, Oman, Indien und die Schweiz. Ebenfalls anwesend waren Parlamentsabgeordnete, Beamte verschiedener Regierungsbehörden, Vertreter des diplomatischen Korps, Mitglieder der Kommission unter der Leitung der Beauftragten für Menschenrechte des Oliy Majlis, Wissenschaftler, Vertreter der Zivilgesellschaft, Nichtregierungsorganisationen sowie Medienvertreter.
Kommissarin Feruza Eshmatova eröffnete die internationale Konferenz und betonte, dass der digitale Wandel sowohl neue Chancen als auch eine erhöhte Verantwortung für den Schutz der Menschenrechte mit sich bringe. Sie erklärte: „Für uns ist der digitale Wandel nicht nur eine technologische Weiterentwicklung, sondern auch eine Verpflichtung, die Menschenwürde im heutigen Umfeld zu wahren. Heute müssen die Rechte, die Ehre, die personenbezogenen Daten und die Sicherheit der Menschen nicht nur im realen Leben, sondern auch im Online-Raum zuverlässig geschützt werden.“
In ihrer Eröffnungsrede hob Tanzila Narbayeva, Vorsitzende des Senats des Oliy Majlis der Republik Usbekistan, die Bedeutung der Ombudsmann-Institution für den Schutz der Menschenrechte im Neuen Usbekistan hervor.
Die internationale Konferenz wurde mit thematischen Sitzungen fortgesetzt, die drei Bereiche abdeckten. Im Mittelpunkt der Diskussionen standen:
– die Förderung der Frauenrechte und der Gleichstellung der Geschlechter im digitalen Bereich bei gleichzeitigem Schutz der Frauen vor Online-Gewalt, Cyberbedrohungen und digitaler Diskriminierung;
– der Schutz der Rechte junger Menschen im Zuge der digitalen Transformation, die Gewährleistung der Internetsicherheit, die Prävention von Cybermobbing und der Schutz personenbezogener Daten;
– die Entwicklung inklusiver digitaler Dienste für Menschen mit Behinderungen und die Gewährleistung eines gleichberechtigten Zugangs zu Informationen und elektronischen öffentlichen Dienstleistungen.

Im Rahmen der Konferenz wurden mehrere Dokumente unterzeichnet, um die Beziehungen des Beauftragten für Menschenrechte des Oliy Majlis (Ombudsmann) zu nationalen und internationalen Partnern zu stärken. Insbesondere wurden Kooperationsvereinbarungen mit dem Nationalen Menschenrechtsausschuss von Katar, der Menschenrechtskommission von Malaysia und anderen Institutionen geschlossen.
Das Forum endete mit der Verabschiedung der Taschkent-Deklaration, in der die gemeinsamen Strategien der Teilnehmer zum Schutz der Menschenrechte und Freiheiten im Zeitalter des digitalen Wandels hervorgehoben werden. Darin wird besonderer Wert auf die Stärkung der internationalen Zusammenarbeit, die Förderung der digitalen Inklusion, die Förderung eines verantwortungsvollen Umgangs mit digitalen Technologien und künstlicher Intelligenz sowie die Entwicklung rechtlicher und institutioneller Rahmenbedingungen zum Schutz der Menschenrechte im digitalen Raum gelegt.
Lira Shafique, UzA