Die Spannungen im Iran könnten eine neue Flüchtlingswelle nach Europa auslösen
Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz erklärte, dass sich Europa im Falle einer weiteren Verschlechterung der Lage im Iran möglicherweise einer neuen Flüchtlingswelle gegenübersehen könnte. Seinen Worten zufolge möchte die Bundesrepublik Deutschland eine Wiederholung der Migrationskrise vermeiden, die nach dem Beginn des Krieges in Syrien im Jahr 2015 entstanden war. Aus diesem Grund messe Berlin der Aufrechterhaltung der Stabilität im Iran große Bedeutung bei.
Auf einer Pressekonferenz in München betonte Merz, dass die Bevölkerung Irans mehr als 90 Millionen Menschen umfasse und eine Destabilisierung des Landes eine erhebliche Zunahme der Migration auslösen könne. Derzeit sei es für die Regierung jedoch noch nicht möglich, die mögliche Zahl iranischer Flüchtlinge, die nach Europa gelangen könnten, genau einzuschätzen.
Zugleich rief der Bundeskanzler die Vereinigten Staaten und Israel dazu auf, möglichst bald Verhandlungen zur Stabilisierung der Situation aufzunehmen.
Der im Jahr 2011 begonnene Bürgerkrieg in Syrien löste eine massive Migrationsbewegung in Richtung Europa aus. Im Jahr 2015 erreichte diese ihren Höhepunkt, als allein Deutschland rund eine Million Flüchtlinge aufnahm. Diese Entwicklung stellte das soziale System des Landes vor erhebliche Herausforderungen.
F. Yaxshiboyeva, UzA