Die Rolle digitaler Technologien bei der Erweiterung der Möglichkeiten für Binnenländer
Aufgrund seiner geografischen Lage ist Usbekistan neben Liechtenstein eines von nur zwei Ländern weltweit, das nicht nur Binnenland ist, sondern auch von anderen Binnenstaaten umgeben ist.
Diese einzigartige Situation erhöht die Bedeutung digitaler Technologien als Instrument zur Überwindung der Verkehrsunabhängigkeit erheblich.
Alle zehn Jahre findet unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen die Internationale Konferenz über Binnenentwicklungsländer statt, um globale Strategien zur Unterstützung dieser Nationen zu entwickeln.
Die erste Konferenz fand 2003 in Almaty, Kasachstan, statt und führte zur Verabschiedung des Almaty-Aktionsprogramms. Im Jahr 2014 wurde während der zweiten Konferenz in Wien, Österreich, das Wiener Aktionsprogramm für 2014-2024 verabschiedet.
Mehr als 3.000 Delegierte aus 32 Ländern nahmen an der dritten Konferenz der Vereinten Nationen über Binnenentwicklungsländer teil.
Der erste stellvertretende Minister für digitale Technologien, O. Umarov, nahm ebenfalls an der Veranstaltung teil.
Die Teilnehmer befassten sich mit Möglichkeiten zur Beseitigung digitaler Barrieren, zur Beschleunigung des grenzüberschreitenden Handels und zum Aufbau integrativer digitaler Ökosysteme, die eine gleichberechtigte Teilhabe der Binnenentwicklungsländer an der globalen digitalen Wirtschaft ermöglichen. Besonderes Augenmerk wurde auf die Entwicklung der digitalen Infrastruktur, die Integration digitaler Märkte und die Stärkung der institutionellen Kapazitäten in den Binnenentwicklungsländern gelegt.
Bei der Betrachtung der Erfolge Usbekistans im Bereich der digitalen Entwicklung ist bemerkenswert, dass die jährlichen Investitionen in die Telekommunikation 1 Milliarde US-Dollar übersteigen. In internationalen Rankings ist das Land auf Platz 76 für Festnetz-Internet und Platz 71 für mobiles Internet aufgestiegen. Das E-Government-System bietet mehr als 770 Dienste, die täglich von über 12 Millionen Menschen genutzt werden. Im Global E-Government Development Index belegt Usbekistan derzeit Platz 63.
Nach Angaben des Ministeriums für digitale Technologien der Republik Usbekistan sind derzeit mehr als 190.000 Fachkräfte im IT-Sektor des Landes beschäftigt. Die Zahl der Bewohner des IT-Parks hat 2.900 überschritten, und bis Ende 2025 soll der Wert der von ihnen erbrachten Dienstleistungen 1 Milliarde US-Dollar erreichen. Mehr als 600 Start-ups sind aktiv in der Entwicklung. Usbekistan ist außerdem auf Platz 70 des AI Preparedness Index aufgestiegen.
Die Konferenz diente als wichtige Plattform für einen konstruktiven Dialog zwischen Regierungsbehörden und der Wirtschaft zu Fragen der nachhaltigen Entwicklung und der digitalen Transformation der Volkswirtschaften.
A. Rustamov, UzA