Die Beziehungen zwischen Usbekistan und der Tschechischen Republik treten in eine neue Entwicklungsphase ein
In der Residenz Kuksaroy fanden Gespräche zwischen dem Präsidenten der Republik Usbekistan, Shavkat Mirziyoyev, und dem Ministerpräsidenten der Tschechischen Republik, Andrej Babiš, im kleinen Kreis und unter Beteiligung der Delegationen beider Länder statt.
Die Seiten erörterten den aktuellen Stand und die Perspektiven für die weitere Entwicklung der praktischen Zusammenarbeit zwischen Usbekistan und der Tschechischen Republik.
Zu Beginn des Treffens betonte der Präsident, dass der aktuelle Besuch einen Durchbruch darstellen und eine qualitativ neue Phase in der Geschichte der vielschichtigen Beziehungen zwischen Usbekistan und der Tschechischen Republik einleiten werde.
Die dynamische Entwicklung der Zusammenarbeit in allen Bereichen wurde mit Zufriedenheit zur Kenntnis genommen. Auf Regierungs-, Ministeriums- und Behördenebene wurden enge Kontakte geknüpft, während sich der geschäftliche und humanitäre Austausch intensiviert hat.

In den Parlamenten wurden Freundschaftsgruppen gegründet, und die zwischenstaatliche Kommission arbeitet effektiv.
Der bilaterale Handelsumsatz hat sich in den letzten Jahren fast verdoppelt.
Derzeit sind 37 Joint Ventures mit tschechischem Kapital erfolgreich in Usbekistan tätig, und die Zusammenarbeit weitet sich auf eine Vielzahl neuer Bereiche aus.

Besondere Aufmerksamkeit galt der Steigerung des gegenseitigen Handels. Es wurde das Ziel gesetzt, den Handelsumsatz auf 1 Milliarde US-Dollar zu erhöhen, unter anderem durch die Erweiterung des Sortiments an Handelsgütern.
Zur Förderung des Handels wird in der Tschechischen Republik die erste usbekische Zertifizierungsniederlassung eingerichtet. In Zusammenarbeit mit tschechischen Partnern entsteht zudem ein modernes Labor zur Zertifizierung von Fahrzeugen nach der Euro-6-Norm sowie für Quantenmessstandards.

Es wurde vereinbart, ein Programm zur technologischen Zusammenarbeit mit führenden tschechischen Unternehmen auszuarbeiten, einschließlich der Umsetzung von Projekten in den Bereichen Maschinenbau, grüne Energie, Geologie und kritische Rohstoffe, Chemie, Arzneimittelindustrie und anderen Sektoren.
Auch die Perspektiven für eine Zusammenarbeit in den Bereichen Infrastrukturentwicklung, Smart-City-Entwicklung, Ingenieurwesen und Digitalisierung wurden hervorgehoben.

In diesem Zusammenhang wurden die am Vortag auf dem usbekisch-tschechischen Wirtschaftsforum vorgestellten Projektinitiativen unterstützt.
Beide Seiten begrüßten die Absicht der Exportkreditversicherungsagentur und der Exportbank der Tschechischen Republik, die Projektumsetzung in Usbekistan zu unterstützen.
Zur Förderung der wirtschaftlichen Agenda wurde vorgeschlagen, einen Wirtschaftsrat einzurichten und die nächste Sitzung der zwischenstaatlichen Kommission im August dieses Jahres in Taschkent abzuhalten.

Im kulturellen und humanitären Bereich bekräftigten beide Seiten ihr Interesse an einem Ausbau des Bildungs- und Wissenschaftsaustauschs, einschließlich Doppelabschlussprogrammen.
Die Bedeutung der regelmäßigen Durchführung von Kultur- und Filmtagen, Ausstellungen und Konzerten sowie der Steigerung der Touristenströme wurde hervorgehoben.

Zu diesem Zweck soll die Wiederaufnahme von Direktflügen zwischen den Hauptstädten beider Länder geprüft werden.
Die Perspektiven für eine Zusammenarbeit im Bereich der organisierten Arbeitsmigration wurden ebenfalls gesondert erörtert.
Die Seiten tauschten zudem ihre Standpunkte zu Themen der internationalen Agenda aus.
Abschließend wurde vereinbart, einen gemeinsamen Fahrplan für die zeitnahe Umsetzung der beschlossenen Entscheidungen auszuarbeiten.
UzA