Auch in den USA kann man seinem Heimatland dienen
LANDESLEUTE
Je weiter man von der Heimat entfernt ist, desto tiefer scheint man deren Wert, Geschichte und Schicksal zu verstehen. Die Entfernung offenbart manchmal Wahrheiten, die das Auge nicht erfassen kann, und sie lässt Werte, die im Alltag gewöhnlich erscheinen, noch näher ans Herz rücken.
Es ist schon viele Jahre her, dass meine Familie und ich in Amerika leben. Hier tausche ich mich mit Menschen aus den unterschiedlichsten Ecken der Welt aus. Verschiedene Nationen, Sprachen, Kulturen und Geschichten haben sich an einem Ort vermischt. In diesem Umfeld lebend, habe ich eine Wahrheit noch tiefer verstanden: Der größte Reichtum einer Nation liegt nicht in ihrem Territorium oder ihrem materiellen Reichtum, sondern in ihrer jahrhundertelang bewährten Geschichte, ihrem nationalen Gedächtnis, ihrer Sprache, ihren Werten und ihrem Selbstbewusstsein.
Derzeit herrscht unter unseren Landsleuten und der usbekischen Diaspora in New York City sowie in mehreren anderen US-Bundesstaaten eine gehobene Stimmung. Der Grund dafür ist die Buchvorstellung von „Millat Shavkati“ („Der Ruhm der Nation“), verfasst von Qudratilla Rafiqov, dem Vorsitzenden des Gewerkschaftsbundes von Usbekistan, einem Staatsmann, einer Persönlichkeit des öffentlichen Lebens und einem Politikwissenschaftler. Ich kann mit Stolz sagen, dass dies keine gewöhnliche Buchvorstellung war. Es wurde zu einem Treffen, das Landsleute zusammenbrachte, ihnen ermöglichte, sich wiederzusehen, und uns alle um gemeinsame Gedanken und Gefühle versammelte – zu einem geistigen Treffpunkt.
Ich möchte meine Gedanken mit einer Betrachtung über den Autor beginnen. Über ein Staatsoberhaupt zu schreiben, erfordert an sich schon großen Mut und ernsthafte Vorbereitung. Schließlich ist es nicht einfach, den Lebensweg, die Aktivitäten, die persönliche Entwicklung, die Weltanschauung und die Entscheidungsfähigkeit eines Staatschefs in komplexen Situationen objektiv und fundiert darzustellen. Qudratilla Rafiqov hat sich dieser schwierigen Aufgabe gestellt, indem er historische Ereignisse, politische Prozesse, persönliche Beobachtungen und analytische Überlegungen miteinander verknüpft hat. Beim Lesen wird einem klar, dass es nicht nur darum geht, ein politisches Porträt einer einzelnen Person zu zeichnen. Über ein Staatsoberhaupt zu sprechen, bedeutet zugleich, die Veränderungen zu analysieren, die in einer bestimmten Epoche, in der Gesellschaft und im Leben der Nation stattfinden. Aus dieser Perspektive hilft uns „Millat Shavkati“, die wichtigen Etappen der Entwicklung unseres Landes, die gesellschaftlichen Veränderungen und die Prozesse im nationalen Denken zu verstehen.
Für mich ist „Millat Shavkati“ vor allem ein Buch über die Heimat. Sein Kern beschränkt sich nicht allein auf Usbekistan. Ganz gleich, in welchem Winkel der Welt wir leben – ob in Taschkent, Samarkand, New York oder Washington –, jeder Mensch, der sich als Teil dieses Volkes und dieser Geschichte versteht, kann in diesem Werk Gedanken finden, die ihm nahegehen, die zum Nachdenken anregen und die ihn inspirieren.
Beim Lesen des Buches dachte ich auch über dessen Titel nach: Wer genau ist „Millat Shavkati“? Das Werk bietet eine Interpretation unseres Präsidenten Shavkat Mirziyoyev, seiner Beziehung zum Volk und zur Heimat, im Einklang mit der fortschreitenden Erneuerung des Landes. Die innere Entwicklung Usbekistans, seine Öffnung zur Welt und die Veränderungen in seinen Außenbeziehungen gehören zu den prägenden Merkmalen der heutigen Zeit. Meiner Meinung nach lässt sich das Konzept von „Millat Shavkati“ jedoch nicht auf eine einzelne Person beschränken. Für mich liegt der Ruhm der Nation im Selbstbewusstsein der Menschen, in ihrer Wertschätzung ihrer Geschichte, in ihrer Gestaltung der Gegenwart und in ihrer Übernahme von Verantwortung für die Zukunft. Die Stärke einer Nation wird nicht nur durch ihre großen Vorfahren bestimmt, sondern auch dadurch, wie ihre heutige Generation lebt, arbeitet, Wissen erwirbt und sich der Welt stellt.
Als jemand, der die kluge und weitsichtige Politik unseres Präsidenten aus dem Ausland beobachtet, kann ich mit Gewissheit sagen, dass wir sehen, wie vorteilhaft sich diese Politik für das Leben unseres Volkes und die Entwicklung unseres Landes erweist. In diesem Sinne muss besonders gewürdigt werden, dass die Öffnung unseres Heimatlandes gegenüber der Welt und der Ausbau offener und konstruktiver Beziehungen zu ausländischen Staaten uns die Tür zu enormen Chancen öffnen. In den Artikeln des Buches – „Der erwachende Löwe“, „Willkommen, Welt…“, „Eine Wahrheit, die die Prüfungen der Geschichte bestanden hat“, „Millat Shavkati“ und anderen – werden tiefgründige Gedanken über die Vergangenheit und Gegenwart Usbekistans, das nationale Gedächtnis, die historische Identität, die Öffnung des Neuen Usbekistan gegenüber der Welt und die Gemeinsamkeiten der Völker Zentralasiens dargelegt.
In den letzten Jahren haben sich die Beziehungen zwischen Usbekistan und den USA über den politischen Dialog hinaus auf die Bereiche Wirtschaft, Investitionen, Bildung, Technologie, Energie, Luftfahrt, Innovation und viele andere Felder ausgeweitet und dabei neue Inhalte erhalten. Die politische Bedeutung dieser Beziehungen nimmt stetig zu. Im September 2025 erörterten Präsident Shavkat Mirziyoyev und US-Präsident Donald Trump bei ihren Gesprächen den weiteren Ausbau der strategischen Partnerschaft zwischen Usbekistan und den USA sowie die Ausweitung der praktischen Zusammenarbeit. Die Gespräche verliefen in einer offenen, konstruktiven und freundschaftlichen Atmosphäre.
Insbesondere lobte Präsident Donald Trump die unumkehrbaren Reformen, die im Neuen Usbekistan im Gange sind, sowie die Bemühungen zur Modernisierung der Wirtschaft, zur Verbesserung des Wohlstands der Bevölkerung und zur Stärkung der Position des Landes auf der internationalen Bühne. Dies ist ein Beleg dafür, dass die in Usbekistan stattfindenden Veränderungen international anerkannt werden.
Im November 2025 zeigte der Besuch von Präsident Shavkat Mirziyoyev in den USA erneut die praktische Substanz dieser Beziehungen. Der usbekische Präsident führte im Weißen Haus Gespräche mit Donald Trump und traf zudem mit Vertretern amerikanischer politischer Kreise und großer Unternehmen zusammen. Zum Abschluss des Besuchs wurden Vereinbarungen über den weiteren Ausbau der strategischen Partnerschaft und die Vertiefung der praktischen Zusammenarbeit getroffen.
Besondere Bedeutung kommt auch dem herzlichen und respektvollen Dialog zwischen den Präsidenten zu. Während eines Telefongesprächs im Dezember 2025 gratulierte Donald Trump dem Staatschef von Usbekistan und dem usbekischen Volk aufrichtig zum neuen Jahr und wünschte ihnen Frieden, Wohlstand und neue Erfolge. Im selben Gespräch erörterten die beiden Staatschefs zudem die Perspektiven für die strategische Partnerschaft zwischen Usbekistan und den USA.
Ich glaube, dies ist ein weiterer wichtiger Aspekt der heutigen Präsentation des Buches „Millat Shavkati“ in Amerika. Gerade in dem Moment, in dem wir über unsere eigene Geschichte, unsere nationale Identität und unsere Heimat sprechen, erreichen auch die politischen, wirtschaftlichen und humanitären Beziehungen Usbekistans zu den USA eine neue Stufe.
Für die in Amerika lebenden Usbeken ist die Pflege der Verbindungen zur Heimat somit nicht mehr nur eine Frage des historischen Gedächtnisses. Sie wird auch zu einer Brücke zwischen Menschen, Wissen, Ideen und Möglichkeiten, die sich zwischen den beiden Ländern kontinuierlich ausweitet. Heute, da sich die Beziehungen zwischen Usbekistan und den Vereinigten Staaten von Amerika auf einer neuen Stufe entwickeln, gewinnen auch die geistigen und kulturellen Bindungen zwischen den Völkern beider Länder, insbesondere unter den im Ausland lebenden Usbeken, besondere Bedeutung. In Amerika lebende Usbeken dienen im Ausland als Symbol für Usbekistan – nicht nur durch ihre Arbeit und ihre Leistungen, sondern auch durch die Bewahrung ihrer nationalen Identität und die Stärkung ihrer Bindungen zum Heimatland.
Es ist erfreulich, dass die Staaten Zentralasiens heute sozusagen gemeinsam als eine Einheit voranschreiten, mit edlen Zielen und guten Absichten. In diesem Prozess nehmen zweifellos die Initiativen und Bemühungen des Staatschefs unseres Landes, Shavkat Mirziyoyev, einen wichtigen Platz ein.
Bei den Präsentationen von „Millat Shavkati“ in den USA haben wir den jungen Menschen besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Denn heute wächst in Amerika eine neue Generation von Usbeken heran. Unter ihnen sind sowohl in Usbekistan Geborene, die später ihre Ausbildung in Amerika absolvierten, als auch Vertreter der zweiten Generation, die in diesem Land geboren und aufgewachsen sind. Heute studieren sie an Schulen, Colleges und einigen der renommiertesten Universitäten der Welt in New York und anderen Bundesstaaten. Unter ihnen erzielt eine wachsende Zahl junger Menschen großartige Erfolge in den Bereichen Wissenschaft, Medizin, Recht, Technik, Sport und anderen Fachgebieten.

Dies ist eine großartige Chance für uns. Denn die Jugend von heute könnte morgen nicht nur versierte Fachleute in ihren Berufen werden, sondern auch Wissenschaftler, Ärzte, Juristen, Sportler, Unternehmer und Staatsmänner, die wichtige Positionen in der Gesellschaft einnehmen. Deshalb ist es sehr wichtig, ihnen eine Wahrheit zu vermitteln: Wo auch immer sie leben mögen, in welcher Sprache sie auch ausgebildet werden mögen und welche Staatsangehörigkeit sie auch immer erwerben mögen – ein Mensch darf nicht vergessen, wer er ist, welches Volkes Kind er ist und welches Land seine historische Heimat ist.
Unter unseren in Amerika lebenden Landsleuten gibt es viele inspirierende Beispiele. So hat beispielsweise unser Landsmann Herr Ozod Soliyev eine Tochter, die den Doktorgrad in Medizin erworben hat. Im Sport erzielen junge Menschen wie Herr Harun Amatjonov bei amerikanischen Wettkämpfen hervorragende Ergebnisse und tragen den Namen und die Flagge Usbekistans stolz in die Höhe. Im Schach, bei Wissenschaftsolympiaden und in anderen Bereichen nehmen die Erfolge der usbekischen Jugend weiter zu.
Heute studieren einige usbekische Jugendliche in Amerika, die vielleicht schon morgen nach Usbekistan zurückkehren und ihr Wissen und ihr Potenzial der Entwicklung des Landes widmen werden. Vor allem aber wird die heutige zweite Generation, die in Amerika aufwächst, morgen eigene Kinder haben. Ihre Kinder wiederum werden die dritte Generation der Usbeken bilden. Vielleicht werden unter ihnen in Zukunft Senatoren, Kongressabgeordnete, Richter, Staatsanwälte, Wissenschaftler, Ärzte oder die Leiter großer Unternehmen hervorgehen. Angesichts dessen ist es heute eine unserer wichtigsten Aufgaben, zu verhindern, dass diese Generationen den Bezug zu ihrer Geschichte, ihrer nationalen Identität und ihrer Heimat verlieren.
Meiner Ansicht nach wird gerade hier die Bedeutung des Buches „Millat Shavkati“ deutlich. Das Buch hilft usbekischen Jugendlichen im Ausland, die folgenden Fragen in ihren Herzen zu spüren: „ Wer bist du?“, „Wo liegen deine historischen Wurzeln?“, „Welche Verantwortung trägst du gegenüber deiner Nation und deiner Heimat?“ Gerade für junge Menschen, die weniger in einem usbekischsprachigen Umfeld leben, können solche Bücher als wichtiges Mittel dienen, um wieder eine Verbindung zur Landessprache und zum nationalen Denken herzustellen. In diesem Sinne ist „Millat Shavkati“ nicht nur ein Buch über die Vergangenheit. Es ist eine geistige Brücke, die die heutige Generation mit der Zukunft verbindet.
Es ist kein Zufall, dass das Buch die Veränderungen beleuchtet, die Usbekistan in den letzten Jahren durchlaufen hat, die Idee des Neuen Usbekistan, den aktuellen Entwicklungsweg des Landes und seine zukünftigen Ziele. Das Neue Usbekistan ist kein Konzept, das von selbst entstanden ist. Seiner Grundlage liegen das historische Gedächtnis, die nationale Identität, das Streben nach Erneuerung und die Verantwortung für die Zukunft zugrunde. Auch unsere Jugend im Ausland muss diese Verantwortung spüren.
An dieser Stelle möchte ich besonders auf die Rolle des Sports eingehen. Warum Sport? Weil Sport eine großartige Schule ist, die den Menschen bildet, Willen und Disziplin stärkt und lehrt, Entbehrungen zu ertragen und um den Sieg zu kämpfen. Doch die Bedeutung des Sports reicht noch weiter. Er ist eines der wirksamsten Mittel, um einen Dialog zwischen Völkern und Generationen herzustellen und gegenseitigen Respekt und Freundschaft zu stärken. Wenn wir von Turon sprechen, dürfen wir uns nicht nur auf die Vergangenheit beschränken. So großartig die Geschichte von Turon auch war, so ist seine Zukunft vor allem mit seiner Jugend verbunden. Und junge Menschen lernen sich am besten durch Bildung, Kultur und Sport kennen. Auf dem Sportplatz zählen die Leistung, das Können und der Wille eines Menschen mehr als seine Nationalität, seine Sprache oder seine Herkunft. Zwei junge Menschen, die auf dem Spielfeld gegeneinander antreten, mögen zunächst Rivalen sein. Doch nach dem Wettkampf können sie zu Freunden, Partnern und Menschen werden, die die Kultur des anderen verstehen.
Auch hier ist die Rolle des Sports unvergleichlich. Sport ist ein wirkungsvolles Mittel, um eine Nation zu vereinen, junge Menschen zu erziehen und das Land der Welt vorzustellen. Insbesondere durch die Verbreitung unserer Nationalsportarten im Ausland können wir jungen Menschen ein Gefühl von Nationalstolz und Zugehörigkeit zur Heimat vermitteln.
Auch die Idee von Turon entfaltet hier ihre volle Bedeutung. Die Vereinigung junger Menschen aus verschiedenen Ländern, die unterschiedliche Sprachen sprechen, durch gemeinsame Geschichte, Kultur, nationale Werte und Sport ist eine der wichtigen Aufgaben unserer Zeit.
Das Buch „Millat Shavkati“ betont, dass Wissenschaft, Bildung und Erziehung den Grundstein der Entwicklung bilden. Meiner Meinung nach ist auch der Sport ein wichtiger Bestandteil dieser Erziehung. Heute brauchen wir junge Menschen, die nicht nur gebildet, sondern auch entschlossen, diszipliniert, mutig und zielstrebig sind und stolz auf ihre Nation sind. In diesem Sinne geht es der Internationalen Turon-Föderation beim Sport nicht lediglich um die Organisation von Wettkämpfen. Es ist eine Gelegenheit, junge Menschen zu vereinen, die Freundschaft zwischen den Völkern zu stärken, heutige Generationen zusammenzubringen, die eine gemeinsame Geschichte teilen, und ein neues Feld für internationale Zusammenarbeit zu schaffen.
In dieser Hinsicht markierte das Jahr 2025 einen wichtigen Meilenstein in der Geschichte des Turon-Ringens. Die Internationale Turon-Föderation – der internationale Dachverband für das Turon-Ringen, den Nationalsport Usbekistans – wurde in New York City, USA, gegründet. Die Gründung der Föderation in den Vereinigten Staaten von Amerika eröffnete unserem Nationalsport neue Möglichkeiten, auf die internationale Bühne zu treten und die Sportdiplomatie im Rahmen der freundschaftlichen Beziehungen zwischen Usbekistan und den USA weiterzuentwickeln.
Die Zusammenführung von Vertretern verschiedener Länder an einem Ort war ein wichtiger Schritt zur Entwicklung des Turon-Ringsports als internationale Sportbewegung. Die Aufmerksamkeit und Wertschätzung, die dem Turon-Ringsport, unserem Nationalsport, entgegengebracht werden, sowie die Initiativen zu seiner Entwicklung auf internationaler Ebene sind beachtlich. Schließlich ist die weltweite Popularisierung von Nationalsportarten heute nicht nur eine Möglichkeit, das Können der Athleten unter Beweis zu stellen, sondern auch ein wirksames Mittel, um die Geschichte, Kultur und nationalen Werte eines Landes auf internationaler Ebene zu fördern.
Derzeit setzt der Internationale Turon-Verband seine Arbeit fort, um auf verschiedenen Kontinenten nationale Verbände zu gründen, internationale Wettkämpfe auszurichten, den Erfahrungsaustausch zwischen Sportlern und Fachleuten zu fördern und das Turon-Ringen auf breiter Ebene bekannt zu machen.
Wenn man die Leistungen der usbekischen Jugend in Amerika heute in Wissenschaft, Bildung und Sport betrachtet, gelangt man zu einer Überzeugung: Wenn die Verbundenheit mit der Heimat und das Zugehörigkeitsgefühl zur Nation in ihren Herzen fest verankert bleiben, werden sie, wo auch immer sie leben mögen, ihren Teil zur Entwicklung Usbekistans beitragen.
In diesem Sinne könnte „Millat Shavkati“ nicht nur für die heutige Generation, sondern auch für die dritte und vierte Generation der Usbeken zu einer wichtigen geistigen Quelle werden. Die größte Stärke einer erwachenden Nation ist eine Generation, die ihre Identität versteht, ihre Geschichte kennt und sich für ihre Zukunft verantwortlich fühlt.
Vielleicht lässt sich in diesem Sinne der nationale Stolz, der heute in den Herzen der Usbeken auf der ganzen Welt erwacht, durch das Bild des „erwachenden Löwen“ zum Ausdruck bringen. Wo auch immer sich der Löwe befindet, vergisst er nicht, wer er ist. Auch eine Nation muss sich zunächst selbst verstehen, um ihren Platz auf der Weltbühne zu finden.
In diesem Prozess sind auch die Rolle und die Beiträge unserer im Ausland lebenden Landsleute von großer Bedeutung. Selbst hier in Amerika können wir noble Initiativen im Zusammenhang mit unserer Heimat unterstützen, neue Möglichkeiten für unsere jungen Sportler schaffen, ihre Erfolge der Welt präsentieren und zur würdigen Förderung der usbekischen Nationalsportarten auf der internationalen Bühne beitragen.
In dieser Hinsicht sind wir bereit, den Vorschlägen und Initiativen der Führung unseres Landes sowie aller Menschen, denen die Entwicklung des Heimatlandes am Herzen liegt, von ganzem Herzen Gehör zu schenken und sie zu unterstützen. Auch ich persönlich bin bereit, meine gesamten Fähigkeiten und mein Potenzial für den Wohlstand meines Heimatlandes und die Zukunft unserer Jugend einzusetzen.
Wie es in dem Buch heißt: „Jeder von uns trägt einen Teil der Verantwortung für das Wachstum der Nation.“ Ich würde diesen Grundsatz auch voll und ganz auf den Sport anwenden. Beim Sport geht es nicht nur darum, eine gesunde Generation heranzubilden, sondern er ist auch ein wichtiges Mittel, um Nationalstolz, Liebe zum Vaterland und die Ehre des Landes vor der Welt zum Ausdruck zu bringen.
Allein die Tatsache, dass wir „Millat Shavkati“ heute in Amerika präsentieren, hat für mich eine große symbolische Bedeutung. Hier, in einem der größten kulturellen und politischen Zentren der Welt, sprechen wir über unsere eigene Geschichte, Identität und Heimat. In diesem Sinne möchte ich einen Gedanken aus dem Buch wiederholen: „Jeder von uns trägt einen Teil der Verantwortung für das Wachstum der Nation“.
Ich glaube, dies ist die wichtigste geistige Lehre aus dem heutigen Treffen, aus der heutigen Buchvorstellung und ganz allgemein aus der Arbeit jedes einzelnen unserer Landsleute im Ausland. Wir müssen Kraft aus der Geschichte schöpfen, die Gegenwart wertschätzen und gemeinsam die Zukunft gestalten. Die Welt muss Usbekistan nicht nur durch seine große Geschichte kennenlernen, sondern auch durch sein gegenwärtiges Potenzial, seine gebildete und mutige Jugend, seinen starken Sport, seine reiche Kultur, seine Unternehmer und seine neue, weltoffene Generation. Diese Aufgabe ruht nicht allein auf den Schultern derer, die in der Heimat leben. Auch jeder Landsmann im Ausland hat seinen Platz in diesem Prozess.
In diesem Sinne waren die Präsentationen des Buches „Millat Shavkati“ in New York und in mehreren amerikanischen Bundesstaaten für uns keine gewöhnlichen kulturellen Veranstaltungen, sondern unvergessliche Ereignisse, die unsere Herzen erneut mit der Heimat verbanden. In den Herzen jedes Landsmannes, der an den Präsentationen teilnahm, erwachte Wärme, und die Sehnsucht nach der Heimat ließ nach, wenn auch nur für eine Weile. Neben aufrichtigen Gesprächen, Gedanken und Überlegungen sowie neuen Vorschlägen wurde eine solide Grundlage für unsere zukünftigen Treffen und edlen Initiativen gelegt.
Vor allem aber haben diese Treffen den Horizont unserer Träume und Ziele weiter erweitert. Es war, als hätten sich unsere Träume vertausendfacht, was uns das Selbstvertrauen und den Elan gab, noch Größeres für die Heimat zu leisten. Wir haben erneut erkannt, dass wir, ganz gleich, wo auf der Welt wir leben, untrennbar mit dem Schicksal der Heimat, der Zukunft der Nation und der Entwicklung unserer Jugend verbunden bleiben.
Wir sprechen dem Autor von „Millat Shavkati“ unseren tiefen Dank dafür aus, dass er ein Werk geschaffen hat, das uns zu geistigem Erwachen, Einheit und edlen Zielen aufruft. Dieses Buch ist für uns zu einer großartigen Nachricht, einem wichtigen geistigen Ereignis und einer Kraftquelle für unsere zukünftigen edlen Bestrebungen geworden. Das Schicksal der Nation liegt in unserer gemeinsamen Verantwortung. Auch „Millat Shavkati“ geht von dieser gemeinsamen Verantwortung aus.
Farrukh Niyazimbetov,
Präsident der Internationalen Turon-Föderation
New York City, USA
UzA