Zwischenkonferenz des Rates für ausländische Investoren abgehalten
In Taschkent fand eine Zwischenkonferenz des Rates für ausländische Investoren unter der Schirmherrschaft des Präsidenten der Republik Usbekistan statt.
Bei dieser Veranstaltung stimmten die Beteiligten ihre Standpunkte im Vorfeld der für den 18. Juni angesetzten 4. Plenarsitzung des Rates ab.
An der Sitzung unter dem Vorsitz des stellvertretenden Ministerpräsidenten der Republik Usbekistan, Jamshid Khodjayev, nahmen der stellvertretende Minister für Investitionen, Industrie und Handel, Shokhrukh Gulomov, sowie der Sekretär des Rates, Aziz Gofurov, teil. Moderiert wurde die Sitzung von Andi Aranitasi, Leiter des Büros der EBWE in Usbekistan.
Die Teilnehmer prüften 116 Initiativen in den Bereichen Regulierung, Steuern, Zoll, Infrastruktur, Digitalisierung und Finanzen. Diese Vorschläge wurden im Rahmen systematischer Arbeit in thematischen Arbeitsgruppen erarbeitet.
Masdar und China Energy schlugen vor, das Verfahren zur Gewährung von Grund- und Immobiliensteuervergünstigungen für Projekte im Bereich erneuerbare Energien und Energiespeicherung zu überarbeiten.
Deloitte und Voltalia sprachen die Abschaffung der obligatorischen Registrierung einer Betriebsstätte in jeder Region an, in der ein Investor tätig ist. Außerdem wurde eine Initiative vorgeschlagen, den Import von Ausrüstung, für die es kein im Inland hergestelltes Äquivalent gibt, von der Mehrwertsteuer zu befreien.
Die digitale Wirtschaft und künstliche Intelligenz waren Gegenstand einer separaten Diskussion. Mehrere Unternehmen verfolgen gemeinsame Initiativen zur Schaffung eines Rechtsrahmens in diesem Bereich, einschließlich der Ausarbeitung eines Gesetzes „Über künstliche Intelligenz“.
Darüber hinaus stand die Frage der Differenzierung der Mehrwertsteuer-Schwelle für Einzelunternehmer im Online- und Offline-Handel auf der Tagesordnung.
Landbeziehungen und der Schutz der Investorenrechte sind ebenfalls Schlüsselbereiche. Kosta Legal und die FAO schlugen vor, die rechtlichen Verfahren für die Vorbereitung und den Erwerb von Grundstücken zu vereinheitlichen, einen Landombudsmann einzurichten und Berufungskommissionen für die vorgerichtliche Streitbeilegung zu schaffen.
Die Islamische Entwicklungsbank schlug vor, einen Rechtsrahmen für die Ausgabe grüner Sukuk und die Einführung islamischer Versicherungen zu schaffen.
Zum Abschluss der Sitzung betonte der stellvertretende Ministerpräsident Jamshid Khodjayev, dass jede vorgestellte Initiative als Grundlage für die Beschleunigung der Strukturreformen dienen werde. Die erzielten Vereinbarungen wurden im offiziellen Sitzungsprotokoll festgehalten, wobei die zuständigen Ministerien und konkrete Umsetzungsfristen festgelegt wurden. Dieses Dokument wird als primäres Überwachungsinstrument bei der Vorbereitung der Plenarsitzung des Rates für ausländische Investoren am 18. Juni dienen.
Behruz Khudoyberdiyev, Fotos von Oybek Pardayev, UzA