Zusammenarbeit zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit von Städten gegenüber Naturkatastrophen und dem Klimawandel
Am 15. August fand in Taschkent ein hochrangiger Dialog statt, der vom Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP), dem Nationalen Komitee für Ökologie und Klimawandel Usbekistans, dem Ministerium für Notfallsituationen Usbekistans sowie dem japanischen Ministerium für Land, Infrastruktur, Verkehr und Tourismus (MLIT) organisiert worden war. Die Veranstaltung fand im Rahmen der beiden regionalen UNDP-Projekte „Stärkung der Widerstandsfähigkeit von Städten gegenüber Katastrophenrisiken und dem Klimawandel in Zentralasien“ und „Stärkung des regionalen Systems zur Katastrophenvorsorge in Zentralasien“ statt, die von der japanischen Regierung finanziert wurden.
An dem Dialog nahmen Vertreter staatlicher Institutionen, japanische und usbekische Partner sowie Experten teil. Sie erörterten strategische Prioritäten für die Schaffung sicherer und widerstandsfähiger Städte. Dabei ging es insbesondere darum, die Länder der Region bei der Integration von Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel in die Stadtplanung zu unterstützen und die Plattform für die Zusammenarbeit weiter auszubauen.
In seiner Eröffnungsrede betonte Aziz Abdukhakimov, Berater des Präsidenten für Umweltfragen und Vorsitzender des Nationalen Komitees für Ökologie und Klimawandel, die Bedeutung des Dialogs für die Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen Usbekistan und Japan in den Bereichen Katastrophenvorsorge, Frühwarnsysteme und nachhaltige Stadtplanung.
Der japanische Staatsminister für Land, Infrastruktur, Verkehr und Tourismus, Hajime Sasaki, erklärte, Japan habe durch seine Erfahrungen mit wiederkehrenden Naturkatastrophen gelernt, wie wichtig es sei, Risiken frühzeitig zu erkennen und die Widerstandsfähigkeit von Städten und Infrastrukturen bereits vor dem Eintreten von Katastrophen zu stärken. Japan sei bereit, sein Wissen, seine Technologien und seine Erfahrungen aus der Zusammenarbeit zwischen öffentlichem und privatem Sektor im Bereich der Katastrophenvorsorge mit Usbekistan zu teilen und zur Entwicklung sicherer und nachhaltiger Städte beizutragen, die gegenüber den Folgen des Klimawandels und Katastrophen widerstandsfähig seien.
Während der Veranstaltung erörterten die Teilnehmer bewährte Verfahren und innovative Ansätze in den Bereichen Erdbebensicherheit, Hochwasservorsorge und risikoorientierte Stadtentwicklung. Japanische Experten teilten ihre Erfahrungen im Bereich der Katastrophenbewältigung, während Vertreter Usbekistans nationale Strategien und praktische Maßnahmen vorstellten, die in Städten wie Taschkent und Namangan umgesetzt wurden.
Der stellvertretende Minister für Notfallsituationen Usbekistans, Khurshid Sotiyev, erklärte, das Ministerium sei bereit, Initiativen in diesen Bereichen zu unterstützen und die Zusammenarbeit zur Erzielung konkreter Ergebnisse weiter auszubauen.
Der Außerordentliche und Bevollmächtigte Botschafter Japans in Usbekistan, Kenji Hirata, betonte, dass Japan und Usbekistan im Rahmen des Dialogs „Zentralasien plus Japan“ die Katastrophenvorsorge, die Widerstandsfähigkeit von Städten und den Klimaschutz als wichtige Kooperationsbereiche identifiziert hätten. Gemeinsam mit dem UNDP habe die japanische Regierung diese Zusammenarbeit durch zwei regionale Projekte zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit von Städten und zur regionalen Katastrophenvorsorge in konkrete Maßnahmen umgesetzt. Er äußerte die Hoffnung, dass der Dialog das Wissen und die Erfahrungen beider Länder zusammenführen und zu einer weiteren Zusammenarbeit beim Aufbau widerstandsfähigerer Städte und Gemeinden beitragen werde.
Die Ständige Vertreterin des UNDP in Usbekistan, Akiko Fujii, erklärte, die Urbanisierung sei ein wichtiger Motor des Wirtschaftswachstums. Offizielle Schätzungen hätten gezeigt, dass jeder Anstieg der Urbanisierung um einen Prozentpunkt mit einem Wachstum des regionalen Bruttoinlandsprodukts um mindestens ein Prozent verbunden gewesen sei. Gleichzeitig habe die Urbanisierung Investitionen, Innovationen und wirtschaftliche Aktivitäten gefördert. Das schnelle Wachstum der Städte müsse jedoch mit ebenso umfangreichen Investitionen in ihre Widerstandsfähigkeit einhergehen, um das Leben der Menschen vor künftigen Naturkatastrophen zu schützen.
In diesem Zusammenhang bezeichnete sie die gemeinsame Initiative als strategisch bedeutsam. In Usbekistan sei mit Blick auf die Stadt Namangan erstmals ein Klima- und Katastrophenrisikoprofil erstellt worden. Dies habe direkt zum Fortschritt Usbekistans bei der Verwirklichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung SDG 11 (Nachhaltige Städte und Gemeinden) und SDG 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz) beigetragen.
Der Dialog endete mit gemeinsamen Empfehlungen zur Stärkung der institutionellen Kapazitäten, zur Verbesserung der Frühwarnsysteme und zur Vertiefung der regionalen Zusammenarbeit, um eine nachhaltige und sichere Zukunft für alle Bürger Zentralasiens zu gewährleisten.
UzA