Won Do Yeon: Die Beziehungen zwischen Usbekistan und Korea treten in eine neue Phase der praktischen Zusammenarbeit ein
Der außerordentliche und bevollmächtigte Botschafter der Republik Korea in Usbekistan, Won Do Yeon, äußerte sich zum aktuellen Stand der Beziehungen zwischen Usbekistan und Korea, zum politischen Dialog zwischen den Staatschefs beider Länder, zu den Aussichten für die wirtschaftliche Zusammenarbeit sowie zur Bedeutung des ersten Gipfeltreffens zwischen Zentralasien und der Republik Korea, das in Seoul stattfinden wird.
Nach Angaben des Botschafters schätzt die Republik Korea die Politik von Präsident Shavkat Mirziyoyev zur Stärkung der gutnachbarlichen Beziehungen in Zentralasien, zur Förderung des Vertrauens zwischen den Staaten und zur Erweiterung des Raums für Zusammenarbeit sehr.
Dem Botschafter zufolge haben die positiven Veränderungen in der Region in den letzten Jahren eine solide Grundlage dafür geschaffen, den Dialog zwischen der Republik Korea und den zentralasiatischen Ländern auf eine neue Ebene zu heben. Insbesondere schätzt Korea die Bemühungen von Präsident Shavkat Mirziyoyev um den Ausbau der regionalen Zusammenarbeit sehr. Die Atmosphäre des gegenseitigen Vertrauens schafft die Voraussetzungen für das erste Gipfeltreffen zwischen Zentralasien und der Republik Korea. Der Botschafter zeigte sich zuversichtlich, dass das Gipfeltreffen mit konkreten Vereinbarungen und wichtigen praktischen Ergebnissen abgeschlossen werden wird.
Won Do Yeon hob zudem die Schlüsselrolle Usbekistans in der Außenpolitik der Republik Korea hervor. Seinen Angaben zufolge hat die Republik Korea eine besondere strategische Partnerschaft mit Usbekistan aufgebaut, was die große Bedeutung unterstreicht, die Seoul dem Ausbau der Zusammenarbeit mit Taschkent beimisst.
Der Botschafter betonte, dass der Kern der Beziehungen zwischen Korea und Usbekistan auf gegenseitigem Vertrauen und echtem Respekt beruhe. Derzeit arbeiten oder studieren etwa 100.000 usbekische Staatsbürger in Korea, wobei in letzter Zeit ein deutlicher Anstieg der Zahl koreanischer Besucher in Usbekistan zu verzeichnen ist. Unsere Beziehung zeichnet sich zudem dadurch aus, dass sich unsere Volkswirtschaften ergänzen: Korea verfügt über fortschrittliche Technologie, während Usbekistan reich an natürlichen Ressourcen ist und über junge, qualifizierte Arbeitskräfte verfügt.
Der Botschafter hob die sich entwickelnden freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Staatschefs beider Länder hervor. Seinen Angaben zufolge teilen Präsident Shavkat Mirziyoyev und der Präsident der Republik Korea, Lee Jae Myung, viele Ansichten zur öffentlichen Verwaltung und zur sozialen Entwicklung. Insbesondere sind sich beide Staatschefs darin einig, dass die Interessen der Menschen im Mittelpunkt ihrer Politik stehen sollten.
Won Do Yeon betonte, dass der von Präsident Shavkat Mirziyoyev vertretene Grundsatz, wonach „der Staat dem Volk dienen muss“, und die Auffassung, dass der Präsident der Republik Korea dem Volk dienen sollte, die Ähnlichkeit der politischen Ansätze beider Staatschefs widerspiegeln. Dem Botschafter zufolge tragen diese gemeinsamen Werte und ähnlichen Sichtweisen dazu bei, konkrete Ergebnisse in der Zusammenarbeit zwischen Usbekistan und Korea zu erzielen.
Im Hinblick auf die wirtschaftliche Zusammenarbeit stellte der Botschafter fest, dass die Zahl der Großprojekte, die unter Beteiligung koreanischer Unternehmen in Usbekistan umgesetzt werden, zunimmt. Insbesondere das KIA-Automobilwerk in Jizzakh baut seine Produktionskapazitäten aus. Der Incheon International Airport beteiligt sich als einer der wichtigsten Partner am Bauprojekt des neuen internationalen Flughafens von Neu-Taschkent. Darüber hinaus sind die in Korea hergestellten Hochgeschwindigkeitszüge vom Typ „Jaloliddin Manguberdi“ ein weiteres konkretes Ergebnis der technologischen Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern.
Nach Angaben des Botschafters werden Hochtechnologien zu einem der vielversprechendsten Bereiche für die weitere Zusammenarbeit werden. Insbesondere investiert Robotis rund 100 Millionen US-Dollar in Usbekistan und errichtet dort ein Werk zur Roboterfertigung. Diese Investition soll gemeinsame Projekte in Hightech-Bereichen wie künstliche Intelligenz, Arzneimittelindustrie, Biotechnologie und anderen vielversprechenden Branchen ausweiten.
Mit Blick auf die bevorstehenden hochrangigen Gespräche in Seoul merkte Won Do Yeon an, dass von dem Treffen der beiden Staatschefs bedeutende Ergebnisse erwartet werden.
Der Botschafter erklärte, dass das Treffen voraussichtlich in mehreren Bereichen bedeutende Ergebnisse hervorbringen werde. Er fügte hinzu, dass die Unterzeichnung mehrerer Abkommen geplant sei, die traditionelle Bereiche wie die verarbeitende Industrie, die Verkehrsinfrastruktur und andere Sektoren abdecken. Bemerkenswerte Fortschritte werden zudem in vielversprechenden Bereichen wie dem Klimaschutz, der künstlichen Intelligenz, den Hightech-Branchen, der Arzneimittelindustrie und der Biotechnologie erwartet.
Der Diplomat bezeichnete den ersten Gipfel zwischen Zentralasien und der Republik Korea als ein historisch bedeutsames Ereignis. Unter Bezugnahme auf das koreanische Sprichwort „Gut begonnen ist halb gewonnen“ betonte er, dass die Ausrichtung dieses ersten Gipfels in diesem Format einen wichtigen Meilenstein für eine neue Phase der Zusammenarbeit darstelle. Er wies zudem darauf hin, dass dies der einzige multilaterale Gipfel in der Republik Korea in diesem Jahr sein werde, und hob damit Seouls Fokus auf die Stärkung der Beziehungen zu Zentralasien hervor.
Utkir Alimov, UzA