Usbekistans handwerkliches Erbe auf der „Homo Faber 2026“ präsentiert
Usbekistan präsentierte sein handwerkliches Erbe auf der internationalen Ausstellung für zeitgenössisches Kunsthandwerk „Homo Faber 2026: An Island of Light“ in Venedig. Die Ausstellung wird am 1. September im Kulturzentrum Fondazione Giorgio Cini auf der Insel San Giorgio Maggiore für Besucher geöffnet.
In diesem Jahr vereinte die Ausstellung mehr als 700 Werke von über 500 Künstlern aus mehr als 70 Ländern. Usbekistan wurde durch die Werke von vier Meistern vertreten, die zeigten, wie traditionelles Handwerk in einem modernen Kontext eine neue künstlerische Ausdrucksform annimmt.

Insbesondere umfasst die Ausstellung zwei großformatige Keramikarbeiten, die „Mondkrüge“ von Sanjar Kubayev und Alisher Nazirov. Unter Beibehaltung ihrer charakteristischen Merkmale haben die Meister traditionelle Formen in einem modernen Kontext neu interpretiert. Das Thema der Kontinuität der Handwerksschulen wird anhand von fünf kunstvollen Scheren der Kamalov-Dynastie, einer Schmiedefamilie aus Bukhara, veranschaulicht. Jedes Stück ist handgefertigt unter Verwendung traditioneller Schmiedetechniken und zeigt Vögel – ein Motiv, das seit langem charakteristisch für die Bukhara-Schmiedekunst ist.

Im Rahmen des Bildungsprogramms wird Madina Qosimboyeva eine Reihe öffentlicher Vorführungen zur Suzane-Kunst abhalten, bei denen sie den Besuchern traditionelle Sticktechniken und damit verbundene kulturelle Praktiken näherbringen wird.
Diyorbek Abdullayev und Sabina Jurayeva gehören zu den 90 jungen „Homo Faber“-Botschaftern, die aus Schülern von 62 Schulen für angewandte Kunst und Design in 23 Ländern ausgewählt wurden. Einen Monat lang werden sie die Besucher der Ausstellung begleiten und an einem Programm teilnehmen, das sich der Kunst, dem Handwerk und dem kulturellen Dialog widmet.
Orash Akaboyev, UzA