Usbekistan und Kasachstan verstärken ihre Zusammenarbeit zum Schutz grenzüberschreitender Wasserressourcen
Der Schutz und die rationelle Nutzung grenzüberschreitender Wasserressourcen sind entscheidend für die Gewährleistung der ökologischen Stabilität in der Region und die Stärkung der Wasserversorgungssicherheit. Insbesondere die Erforschung von Grundwasserquellen, die sich über das Gebiet mehrerer Staaten erstrecken, deren regelmäßige Überwachung, die Vermeidung von Verschmutzungen sowie die effektive Erschließung bestehender Vorkommen erfordern eine nachhaltige bilaterale Zusammenarbeit.
Die Zusammenarbeit zwischen Usbekistan und Kasachstan beim Schutz und der nachhaltigen Nutzung grenzüberschreitender Wasserressourcen entwickelt sich rasch. Die Arbeiten zur Erforschung, zum Schutz und zur effektiven Bewirtschaftung des grenzüberschreitenden Taschkent-Grundwasserleiters tragen dazu bei, gemeinsame Ansätze in diesem Bereich zu entwickeln.

Das zweite Treffen von Experten beider Länder fand auf Initiative der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (UNECE) statt. Die Teilnehmer erörterten den Schutz des Grundwasserleiters, dessen nachhaltige Bewirtschaftung sowie die Ausarbeitung einer Absichtserklärung zur Stärkung der Partnerschaft.
An dem Treffen nahmen Vertreter des Ministeriums für Bergbau und Geologie der Republik Usbekistan, des Ministeriums für Wasserressourcen, der staatlichen Einrichtung „Uzbekhydrogeology“, des Instituts für Hydrogeologie und Ingenieurgeologie sowie des staatlichen geologischen Überwachungsdienstes teil, zusammen mit Experten der UNECE-Konvention zum Schutz und zur Nutzung grenzüberschreitender Wasserläufe und internationaler Seen, des International Water Assessment Centre (IWAC) und weiteren internationalen Experten. Die kasachische Seite wurde durch Vertreter des Ministeriums für Wasserressourcen und Bewässerung, des Außenministeriums sowie der „Kazhydrogeology JSC“ vertreten.
Die Teilnehmer besprachen die beim ersten Treffen am 1. Juli in Taschkent aufgeworfenen Fragen, suchten nach Lösungen und erörterten den Entwurf einer Absichtserklärung.

Die Teilnehmer befassten sich zudem eingehend mit dem Entwurf eines Fahrplans für den Schutz und die effektive Nutzung des grenzüberschreitenden Taschkent-Grundwasserleiters bis 2030. Im Mittelpunkt des Dokuments stehen die rationelle Wassernutzung, die Bewertung quantitativer und qualitativer Ressourcenindikatoren, die Verbesserung des Überwachungssystems sowie die Umsetzung von Maßnahmen zum Schutz des Grundwasserleiters.
Im Anschluss an das Treffen tauschten sich die Teilnehmer über die Umsetzung neuer Initiativen und internationaler Projekte mit Unterstützung der Vereinten Nationen aus.
Es wurde betont, dass die praktische Zusammenarbeit zwischen Usbekistan und Kasachstan von entscheidender Bedeutung für die Bewirtschaftung grenzüberschreitender Wasserressourcen, die Aufrechterhaltung des ökologischen Gleichgewichts und die Sicherung der regionalen Wasserversorgung ist.
Nasiba Ziyodullayeva, UzA