Usbekistan und die Mongolei: Der Umfang der geschäftlichen Zusammenarbeit wächst
In Taschkent fand das Wirtschaftsforum Usbekistan–Mongolei statt.

Die Redner des Forums hoben insbesondere die positive Dynamik bei der Entwicklung der Handels- und Wirtschaftsbeziehungen hervor. Im ersten Quartal 2026 stiegen die Exporte Usbekistans in die Mongolei um 15,6 Prozent. Der erfolgreiche Betrieb von 20 Unternehmen in Usbekistan unter Beteiligung aus diesem Land hat eine solide Grundlage für die künftige Zusammenarbeit geschaffen.

Es wurde festgestellt, dass durch einen systematischen Ansatz und die Nutzung des vorhandenen Potenzials der bilaterale Handelsumsatz bald 100 Millionen US-Dollar übersteigen könnte. Um dieses Ziel zu erreichen, sehen die Pläne vor, die direkten Kontakte zwischen Unternehmern zu intensivieren und Handelshemmnisse abzubauen.

Im Rahmen des Dialogs wurde die industrielle Zusammenarbeit als Schwerpunktbereich identifiziert. Es wurde die Frage der Einrichtung gemeinsamer Anlagen in usbekischen Textilunternehmen zur Verarbeitung von mongolischer Wolle und Kaschmir erörtert.
Im Agrarsektor lag der Schwerpunkt auf der Viehzucht. Bis 2029 ist geplant, die Zahl der Schafe mongolischer Rasse in Usbekistan auf 1 Million zu erhöhen. Diese Bemühungen werden parallel zur Einführung usbekischer Gewächshaus- und Tropfbewässerungstechnologien in den Agrarsektor des Partnerlandes vorangetrieben.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Entwicklung von Logistikrouten. Die Parteien bekundeten ihre Absicht, einen Pilotversuch für den Gütertransport entlang des Korridors Usbekistan – Kirgisistan – China – Mongolei zu starten. Die Koordinierung der Transportrouten wird die Kosten erheblich senken und dazu beitragen, die Lieferzeiten zwischen den Regionen zu verkürzen.
„Das Usbekistan-Mongolei-Wirtschaftsforum fand zum ersten Mal im Roadshow-Format statt“, sagt Sayidabdulloh Rahimov, Chefspezialist im Ministerium für Investitionen, Industrie und Handel. „Diese Großveranstaltung ist eine logische Fortsetzung der Vereinbarungen, die die Staatschefs im vergangenen Jahr getroffen haben. Das Hauptziel der Veranstaltung ist es, die Wirtschaftskreise beider Seiten bei der Umsetzung neuer Handels-, Wirtschaftskooperations- und Investitionsprojekte zu unterstützen. Unter den fast 100 an einem Ort versammelten Unternehmern befanden sich Vertreter von mehr als 40 großen mongolischen Unternehmen und Branchen sowie Geschäftsleute. Während ihres Besuchs in unserem Land machten sich die Mitglieder der ausländischen Delegation ein Bild von den großen industriellen Technoparks, Agroclustern und großen Lebensmittelunternehmen. Im Rahmen der Gespräche wurden zahlreiche bilaterale Abkommen unterzeichnet.“
Der Bereich Geologie und Bodenschätze wurde als neuer Faktor für den Aufbau von Partnerschaften anerkannt. In diesem Bereich wurde in Ulaanbaatar eine Repräsentanz des usbekischen Ministeriums für Geologie eröffnet. Derzeit wird gemeinsam mit dem Unternehmen Mon-Atom aktiv an einem Projekt zur Erschließung von Uranvorkommen in der Mongolei gearbeitet.
Es sei darauf hingewiesen, dass der mongolischen Delegation Führungskräfte führender Unternehmen aus Schlüsselbranchen der Wirtschaft angehören, darunter Suzur Health Med, das auf die Pharma- und Lebensmittelindustrie spezialisiert ist, Prime Nomadic Meat, das in der Viehzucht tätig ist, Tsamkhag Construction, das im Bauwesen tätig ist, Khos Art, das sich auf Textilien konzentriert, und New Tech Mandala, das im Bereich Hochtechnologie tätig ist.
Im Rahmen des Forums abgehaltene B2B- und G2B-Treffen haben zu einer konkreten Liste künftiger Projekte geführt und eine Vereinbarung über die Einrichtung eines ständigen Mechanismus zur Unterstützung gemeinsamer Investitionsinitiativen getroffen.
Guzal Sattorova, UzA