Usbekistan – Türkei: Die Zusammenarbeit im Bereich kritischer Mineralien wird ausgebaut
Die Beziehungen zwischen Usbekistan und der Türkei sind geprägt von jahrhundertealten Verbindungen sowie gemeinsamen kulturellen und wertebasierten Grundlagen. Die Zusammenarbeit erstreckt sich sowohl auf diplomatische als auch auf strategisch wichtige wirtschaftliche Projekte.
Besondere Aufmerksamkeit sollte dem Ausbau der Zusammenarbeit im Bereich kritischer Mineralien gewidmet werden.
Heute beläuft sich der Handelsumsatz zwischen Usbekistan und der Türkei auf über 3 Milliarden US-Dollar. Mehr als 2.000 Unternehmen mit türkischem Kapital sind in Usbekistan tätig, und die Gesamtinvestitionen in diese Projekte übersteigen 9 Milliarden US-Dollar.
Die Weltwirtschaft befindet sich im Übergang hin zu erneuerbaren Energien und fortschrittlichen Technologien. In diesem Zusammenhang nimmt die Bedeutung kritischer Mineralien wie Wolfram, Molybdän, Graphit und Lithium zu. Usbekistan und die Türkei agieren nicht nur als Rohstofflieferanten, sondern auch als strategische Partner, die gemeinsam Projekte zum Aufbau einer vollständigen technologischen Kette umsetzen.
Ein wichtiger Schritt in diese Richtung war die Gründung des Usbekischen Technologischen Metallkomplexes im Jahr 2024, initiiert von Präsident Shavkat Mirziyoyev. Heute beschäftigt sich das Werk gemeinsam mit der Türkei mit der Weiterverarbeitung kritischer Rohstoffe.
Im Rahmen einer Zusammenarbeit mit dem türkischen Industriezentrum OSTIM wurden ein „Future Metals Technopark“ und ein Forschungszentrum gegründet.
Gemeinsam mit ODAS Enerji wurde eine Antimonproduktionsanlage errichtet. In Zusammenarbeit mit Argetest wird zudem moderne Laborforschung betrieben. Mit Sinter Metal Technologies ist eine strategische Partnerschaft im Bereich der Pulvermetallurgie im Gange.
Die Projekte verbinden die natürlichen Ressourcen Usbekistans, die technologischen Errungenschaften der Türkei und globale Marktchancen.
Die Zusammenarbeit zwischen Usbekistan und der Türkei im Bereich kritischer Mineralien schafft ein neues Wirtschaftsmodell für Zentralasien, trägt zur nachhaltigen Entwicklung der Region bei und stärkt deren Wettbewerbsfähigkeit auf internationaler Ebene.
Dildora Dusmatova, UzA