Usbekistan fordert eine verstärkte Klimakooperation in Zentralasien
Am 12. Mai 2026 begann in Istanbul der 29. Eurasische Wirtschaftsgipfel. Die von der Marmara Group Strategic and Social Research Foundation organisierte Veranstaltung dauert zwei Tage.
Die Tagesordnung des diesjährigen Gipfels konzentriert sich auf globale Verantwortung, klimatische Herausforderungen, die nachhaltige Bewirtschaftung von Wasserressourcen und den Wandel der internationalen Beziehungen inmitten einer sich wandelnden Weltordnung.
Das Forum hat Vertreter aus rund 30 Ländern aus Europa, Asien, dem Nahen Osten und Afrika zusammengebracht. An den Diskussionen nehmen amtierende und ehemalige Staatschefs, Leiter internationaler Organisationen sowie Mitglieder der Experten- und Wirtschaftskreise teil.
Zu den hochrangigen Gästen zählen ehemalige Präsidenten und Premierminister aus der Türkei, Kroatien, Montenegro, Slowenien, Serbien, Albanien, der Tschechischen Republik, Rumänien, Polen, Moldawien, Nordmazedonien, dem Libanon und mehreren anderen Ländern.
Die Republik Usbekistan wird auf dem Gipfel durch eine Delegation vertreten, die von Eldor Aripov, dem Ersten Stellvertretenden Sekretär des Sicherheitsrats der Republik Usbekistan und Direktor des Instituts für strategische und regionale Studien beim Präsidenten der Republik Usbekistan, geleitet wird.
Während der offiziellen Eröffnungszeremonie wurden Grußbotschaften des Präsidenten der Republik Türkei, Recep Tayyip Erdoğan, und des Präsidenten der Republik Usbekistan, Shavkat Mirziyoyev, verlesen. Herr Aripov hielt die Ansprache des Präsidenten von Usbekistan.
Die Ansprache des Präsidenten von Usbekistan konzentrierte sich auf globale Umweltsicherheit und nachhaltige Entwicklung. Es wurde betont, dass der aktuelle Gipfel angesichts der eskalierenden klimatischen Herausforderungen in verschiedenen Regionen der Welt von besonderer Relevanz ist.
Die Auswirkungen des Klimawandels sind in Zentralasien besonders gravierend, wo die Erwärmungsraten über dem globalen Durchschnitt liegen, die Bodendegradation zunimmt und die Gletscherfläche weiter schrumpft.
In diesem Zusammenhang wurde betont, dass ökologische Nachhaltigkeit eine zentrale Priorität der Strategie für das Neue Usbekistan ist. Das Land treibt konsequent eine groß angelegte grüne Agenda voran.
Im Rahmen des landesweiten Projekts „Yashil Makon“ werden jährlich etwa 200 Millionen Bäume gepflanzt, und auf dem ausgetrockneten Bett des Aralsees werden großflächige Schutzwaldplantagen angelegt.
Gleichzeitig vollzieht Usbekistan aktiv den Übergang zu einem grünen Entwicklungsmodell. Das Land hat schädliche Emissionen bereits um 35 Prozent reduziert und strebt an, diesen Wert bis 2035 auf 50 Prozent zu steigern. Ergänzt werden diese Bemühungen durch umfassende Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserwirtschaft und zur Einführung wassersparender Technologien.
Im Rahmen dieses politischen Kurses bekräftigte Usbekistan sein Engagement für die Förderung der grünen Agenda. In diesem Zusammenhang wurden die Gipfelteilnehmer eingeladen, an den bevorstehenden internationalen Veranstaltungen in Usbekistan teilzunehmen – der Versammlung der Globalen Umweltfazilität und dem Weltforum zum Wasserschutz.
Abschließend bekräftigte Shavkat Mirziyoyev die Offenheit des Landes für eine breit angelegte Zusammenarbeit und wünschte den Delegierten produktive Diskussionen und greifbare Ergebnisse.
UzA