Unabhängiges Usbekistan – 35 Jahre Entwicklung: Reformen, Ergebnisse und Perspektiven
In Taschkent fand eine internationale wissenschaftlich-praktische Konferenz unter dem Titel „Unabhängiges Usbekistan – 35 Jahre Entwicklung: Reformen, Ergebnisse und Perspektiven“ statt, die dem bevorstehenden Feiertag gewidmet war.
Die Veranstaltung wurde von der Gesetzgebungskammer, dem Senat des Oliy Majlis von Usbekistan, dem Justizministerium, dem Institut für Gesetzgebung und Rechtspolitik sowie dem Zentrum für Islamische Zivilisation organisiert.

Die Konferenz begann mit einer Begrüßungsrede und einem Eröffnungsbericht von Nuriddin Ismoilov, dem Vorsitzenden der Gesetzgebungskammer des Oliy Majlis. In seinem Bericht hob er den 35-jährigen Entwicklungsweg des Landes, die grundlegenden Veränderungen, die in dieser Zeit im Leben des Staates, im Recht und in der Gesellschaft stattgefunden haben, sowie die erzielten Ergebnisse hervor. Insbesondere wurde darauf hingewiesen, dass in den letzten zehn Jahren unter der Führung von Präsident Shavkat Mirziyoyev eine neue Entwicklungsstrategie formuliert und konsequent umgesetzt wurde, um Menschenrechte und Freiheiten zu gewährleisten und den Menschen Möglichkeiten zur Entfaltung ihres Potenzials zu schaffen – basierend auf der Idee eines „Neuen Usbekistan“.
Während der Diskussionen befassten sich die Teilnehmer mit Themen wie der Modernisierung der Verfassung, der Förderung des Parlamentarismus, der Verbesserung der nationalen Gesetzgebung, der Steigerung der Effizienz der öffentlichen Verwaltung mit Schwerpunkt auf der Wahrung der Interessen der Bevölkerung, der Erhaltung des kulturellen Erbes, der Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung sowie dem Ausbau der internationalen und interparlamentarischen Zusammenarbeit.
Die Teilnehmer wiesen darauf hin, dass die Verfassungsreform von 2023 die erneuerten Entwicklungsgrundlagen im Einklang mit dem Prinzip „Mensch – Gesellschaft – Staat“ gestärkt habe. Sie betonten zudem, dass ein zentrales Ziel für die Zukunft die konsequente und wirksame Umsetzung der aktualisierten Verfassungsbestimmungen in der Gesetzgebung und in der Rechtspraxis sei.

Ökologische Nachhaltigkeit und die grüne Wirtschaft waren zentrale Themen auf der Tagesordnung der Konferenz. Es wurde hervorgehoben, dass im Rahmen des Projekts „Yashil Makon“ etwa 1 Milliarde Bäume und Sträucher gepflanzt wurden. Zudem werden auf über 2 Millionen Hektar des ausgetrockneten Aralsee-Bodens Wälder angelegt, und erneuerbare Energien machen mittlerweile fast 45 Prozent der Stromerzeugung aus.
Auf der Grundlage der während der Plenarsitzungen und thematischen Diskussionen erörterten Ansätze gelangte die Konferenz zu mehreren Schlussfolgerungen. Insbesondere wurde betont, dass die Bewertung des Erfolgs von Reformen über die getroffenen Entscheidungen hinausgehen und deren konkrete Auswirkungen auf das tägliche Leben der Menschen, das Geschäftsklima, das Bildungswesen, die Qualität öffentlicher Dienstleistungen und die regionale Entwicklung einbeziehen sollte.

Die Teilnehmer betonten, wie wichtig es ist, öffentliche Verwaltung, Gesetzgebung, Wirtschaft, Humankapital, Sozialpolitik, ökologische Nachhaltigkeit und internationale Zusammenarbeit als miteinander verbundene Teile eines einheitlichen Entwicklungsprozesses zu betrachten. Sie hoben hervor, dass die Anwendung dieses umfassenden Ansatzes zu nachhaltigen und dauerhaften Reformergebnissen führen würde.
Im Anschluss an die Konferenz wurde die Taschkent-Deklaration verabschiedet, um eine verstärkte interparlamentarische Zusammenarbeit zu fördern, den Dialog auf der Grundlage gegenseitigen Vertrauens und Respekts zu stärken, den Austausch von Erfahrungen im Bereich der Gesetzgebung auszuweiten und gemeinsame Initiativen zu unterstützen.
Lira Shafique, UzA